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Neue Technologien und neue Teams - ein fundamentaler Wandel in der IT

Start-up-Szene - Innovation für Enterprises


Viele Start-ups haben IT-basierte Geschäftsmodelle und stellen daher sehr hohe Anforderungen an ihre IT. Gleichzeitig haben sie nur ein geringes Budget. Unter diesen Voraussetzungen entstehen neue IT-Ansätze. So hat der Fotodienst Instagram 10 Millionen Nutzer und 100 Millionen Fotos mit nur drei Mitarbeitern für Entwicklung und Betrieb betreut. Die IT-Welt in Enterprises sieht aber ganz anders aus. Welche Ansätze werden genutzt, und was lässt sich auch im Enterprise verwenden?

Grundlage ist zunächst die Cloud. Als Definition dieses Ansatzes hat sich mittlerweile [1] durchgesetzt. Im Mittelpunkt steht das Konzept, alles als Service anzubieten. Diese Services können Nutzer selbstständig durch ein Portal buchen. Die Services werden dann vollautomatisch zur Verfügung gestellt. Genauso arbeiten Cloud-Anbieter, wie Amazon oder Google: Server oder Datenbanken können über ein Portal gebucht werden und stehen dann für den Nutzer bereit.

Cloud

Für Start-ups ist die Nutzung solcher Public Clouds nützlich. Mittlerweile kommt wohl kaum eine Start-up ohne die Dienste von Amazon aus. So steht ohne eigenes Investment eine Umgebung bereit, die weltweit ihre Dienste anbietet und auch redundanten Betrieb in mehreren getrennten Rechenzentren ermöglicht. Außerdem können Anwendungen sehr einfach skalieren, weil jederzeit neue Server hinzugebucht werden können. Gerade für Start-ups ist das ein signifikanter Vorteil, da sie vorab kaum abschätzen können, wie viele Nutzer sie haben werden und die Nutzerzahlen ständig steigen.

Für Enterprises ist die Nutzung von Public Clouds hingegen aus Gründen des Datenschutzes oder anderer rechtlicher Einschränkungen oft nicht möglich. Außerdem haben sie meistens schon viel Geld in eigene Rechenzentren investiert. Daher ist die Nutzung der Public Cloud in Enterprises oft nicht nur unmöglich, sondern viele Vorteile können gar nicht ausgenutzt werden.

An dieser Stelle ein Hinweis zu dem Kostenvorteil einer Public Cloud: Viele gehen davon aus, dass Cloud-Anbieter große Infrastrukturen betreiben und so kostengünstiger sein können. Vor allem für den Betrieb mit vielen Lastspitzen ergeben sich tatsächlich Kostenvorteile, weil nicht überdimensionierte Server vorgehalten werden müssen, sondern gegebenenfalls hinzugebucht werden können. Aber auch Hosting-Anbieter bieten Rechner und andere Infrastruktur preiswert an – nur eben nicht so, dass die Rechner innerhalb von Minuten zur Verfügung stehen und auch wieder heruntergefahren werden können. Zumindest in Bezug auf die Kosten können solche Angebote oft günstiger sein – und der Betrieb vieler IT-Lösungen ist ja sowieso an spezialisierte Anbieter ausgelagert. Public Cloud ist vor allem auch dann kostengünstiger, wenn es zu Lastspitzen kommt.

Der nächste Schritt nach Virtualisierung

Wenn aber in vielen Fällen die Public Cloud keine Option ist – warum sollten sich Enterprises überhaupt für solche Technologien interessieren? Ein wesentliches Problem bei vielen klassischen IT-Infrastrukturen ist, dass die Bereitstellung neuer Server ein langwieriger und komplexer Prozess ist. Es sind Bestellvorgänge und Genehmigungen notwendig sowie manuelle Schritte. Das ist oft auch dann der Fall, wenn Virtualisierung genutzt wird. Da hier keine physische Hardware genutzt wird, wäre ein neuer Server dann oft eigentlich nur ein Mausklick. Dieser technische Vorteil wird aber nicht ausgenutzt, da die Prozesse nicht mithalten.

Wenn die virtuelle Umgebung durch ein Self-Service-Portal ergänzt wird, kann ein Nutzer selbst Ressourcen wie Server oder Festplatten buchen. Dadurch hat er denselben Komfort wie in der Public Cloud, nutzt aber Ressourcen aus dem Rechenzentrum. Das ist ein sinnvoller nächster Schritt nach der Virtualisierung: Ursprünglich war die Motivation für die Virtualisierung eine Konsolidierung physischer Server hin zu virtuellen Servern. Dabei konnte Hardware eingespart werden, da Server typischerweise nicht immer voll ausgelastet sind und so die physische Hardware mehr virtuelle Hardware anbieten konnte.

Mithilfe eines Self-Service-Portals wird ein weiterer Vorteil ermöglicht: Neue Ressourcen können viel schneller und flexibler zur Verfügung gestellt werden. Solche Lösungen sind auch für die Softwareentwicklung nützlich:

  • Testumgebungen können viel schneller und einfacher aufgebaut werden. Idealerweise ist dann schon die richtige Softwareversion installiert.

  • Bei Performancetests kommt hinzu, dass größer dimensionierte Server oder eine größere Anzahl Server leicht genutzt werden können – sie müssen nur durch das Portal vom Nutzer angefordert oder umkonfiguriert werden. Das ist eine Sache von Minuten. So kann sich das Team schrittweise dem idealen Sizing annähern.

  • Wenn Testumgebungen schneller aufgebaut werden können, gilt das natürlich auch für Staging-Umgebungen und schließlich die Produktionsumgebung.

So kann die Entwicklung beschleunigt werden, da...

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