© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Business Technology Magazin
Design Thinking als Prozess zur Innovationsfindung

Im Sweet Spot der Innovation

Innovation im 21. Jahrhundert bedeutet für Unternehmen, die richtigen Fragestellungen zu identifizieren und passende Lösungen zu entwickeln. Diese müssen geeignet sein, um Herausforderungen wie Dynamik, Komplexität und Unsicherheit zu adressieren. Eine (Rück-)Besinnung auf menschenzentrierte Entwicklung sowie Designprozesse und -methoden liefert wertvolle Erkenntnisse für die Gestaltung von Dienstleistungen, Produkten und Organisationsformen - und dies in Größenordnungen vom Start-up bis zum Großunternehmen.

Stephan Raimer


Was ist also das grundlegend Neue (oder Wiederentdeckte), das Unternehmen von unterschiedlicher Größe und in verschiedensten Branchen (von SAP, Deutscher Bank bis zu Rapp Germany und Dark Horse oder Partake) auf das Thema Design Thinking aufmerksam gemacht hat?

Im Kern geht es darum, einen neuen Blick für Innovationen zu entwickeln und diese mit interdisziplinären Teams in einem eigenen Prozess zu bearbeiten. Bisher konnte die Wahrscheinlichkeit zur Umsetzung einer Innovation in einem Unternehmen am besten an der „Höhe“ abgelesen werden, auf der sie in der Managementhierarchie verankert war oder Unterstützung fand. Böse Zungen sprachen hier auch vom „HIPPO“-Prinzip (der „highest paid person’s opinion“). Aus einer Problemanalyse heraus wurde direkt eine anscheinend „richtige“ Lösung ausgewählt, was bei der Berücksichtigung und Einbeziehung von (globalen) Entwicklungen in Märkten, Technologien, Käuferverhalten, Marketing usw. oftmals eine große Unsicherheit über einen möglichen Erfolg beinhaltete. Design Thinking setzt genau an dieser Stelle an. Mit einer veränderten Haltung wird auf die kollektive Erarbeitung von Innovationen und auf einen Wissensaustausch gesetzt.

Abb. 1: Design Thinking – three Spaces of Innovation [1], [2]

Tim Brown beschreibt als Fokus für Innovation drei überlappende Kriterien oder Bereiche, die ein Design Thinker in eine „harmonische Balance“ bringen kann [2]. Wenn Technik in den Mittelpunkt gestellt wird, kann der Rahmen für das definiert werden, was gegenwärtig oder in naher Zukunft realisierbar ist. Der Businessfokus beantwortet, was wahrscheinlich Teil eines nachhaltigen Geschäftsmodells werden kann. Ein Fokus auf Menschen (Nutzer, Anwender, Kunden) zeigt schließlich, welche Lösungen sich im Markt mit hoher Wahrscheinlichkeit durchsetzen werden, weil sie attraktiv und erwünscht sind.

Auch Innovationen in anderen Schnittflächen können in Abbildung 1 eingeordnet werden, wenn nicht mit Design Thinking auf den Mittelpunkt (den „Sweet Spot“) gezielt wird. Die Innovationsschwerpunkte sind dann etwa Prozesse (Schnittfläche zwischen Technik und Business), Funktionen (Schnittfläche zwischen Menschen und Technology) oder Emotionen (Schnittfläche zwischen Menschen und Business).

Die zwölf wichtigsten Regeln für Design Thinking [3]Fail early and often.Leave titles at the door.Don’t talk. Do!There are no good ideas.Build on ideas of others.Avoid criticism.The quantity is it.Stay focused.Dare to be wild!Think human centered.Be visual.Let’s have...

Business Technology Magazin
Design Thinking als Prozess zur Innovationsfindung

Im Sweet Spot der Innovation

Innovation im 21. Jahrhundert bedeutet für Unternehmen, die richtigen Fragestellungen zu identifizieren und passende Lösungen zu entwickeln. Diese müssen geeignet sein, um Herausforderungen wie Dynamik, Komplexität und Unsicherheit zu adressieren. Eine (Rück-)Besinnung auf menschenzentrierte Entwicklung sowie Designprozesse und -methoden liefert wertvolle Erkenntnisse für die Gestaltung von Dienstleistungen, Produkten und Organisationsformen - und dies in Größenordnungen vom Start-up bis zum Großunternehmen.

Stephan Raimer


Was ist also das grundlegend Neue (oder Wiederentdeckte), das Unternehmen von unterschiedlicher Größe und in verschiedensten Branchen (von SAP, Deutscher Bank bis zu Rapp Germany und Dark Horse oder Partake) auf das Thema Design Thinking aufmerksam gemacht hat?

Im Kern geht es darum, einen neuen Blick für Innovationen zu entwickeln und diese mit interdisziplinären Teams in einem eigenen Prozess zu bearbeiten. Bisher konnte die Wahrscheinlichkeit zur Umsetzung einer Innovation in einem Unternehmen am besten an der „Höhe“ abgelesen werden, auf der sie in der Managementhierarchie verankert war oder Unterstützung fand. Böse Zungen sprachen hier auch vom „HIPPO“-Prinzip (der „highest paid person’s opinion“). Aus einer Problemanalyse heraus wurde direkt eine anscheinend „richtige“ Lösung ausgewählt, was bei der Berücksichtigung und Einbeziehung von (globalen) Entwicklungen in Märkten, Technologien, Käuferverhalten, Marketing usw. oftmals eine große Unsicherheit über einen möglichen Erfolg beinhaltete. Design Thinking setzt genau an dieser Stelle an. Mit einer veränderten Haltung wird auf die kollektive Erarbeitung von Innovationen und auf einen Wissensaustausch gesetzt.

Abb. 1: Design Thinking – three Spaces of Innovation [1], [2]

Tim Brown beschreibt als Fokus für Innovation drei überlappende Kriterien oder Bereiche, die ein Design Thinker in eine „harmonische Balance“ bringen kann [2]. Wenn Technik in den Mittelpunkt gestellt wird, kann der Rahmen für das definiert werden, was gegenwärtig oder in naher Zukunft realisierbar ist. Der Businessfokus beantwortet, was wahrscheinlich Teil eines nachhaltigen Geschäftsmodells werden kann. Ein Fokus auf Menschen (Nutzer, Anwender, Kunden) zeigt schließlich, welche Lösungen sich im Markt mit hoher Wahrscheinlichkeit durchsetzen werden, weil sie attraktiv und erwünscht sind.

Auch Innovationen in anderen Schnittflächen können in Abbildung 1 eingeordnet werden, wenn nicht mit Design Thinking auf den Mittelpunkt (den „Sweet Spot“) gezielt wird. Die Innovationsschwerpunkte sind dann etwa Prozesse (Schnittfläche zwischen Technik und Business), Funktionen (Schnittfläche zwischen Menschen und Technology) oder Emotionen (Schnittfläche zwischen Menschen und Business).

Die zwölf wichtigsten Regeln für Design Thinking [3]Fail early and often.Leave titles at the door.Don’t talk. Do!There are no good ideas.Build on ideas of others.Avoid criticism.The quantity is it.Stay focused.Dare to be wild!Think human centered.Be visual.Let’s have...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang