Business Technology Magazin - 01.2015 - Qualität und Services


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  Februar 2015

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Matthias Bohlen, Jochen Wilms, Christopher Thomsen, Mamoon Yunus, Dirk Krafzig, Manfred Rätzmann, André Neubauer, Eberhard Wolff, Burkhard Süssenguth, Gerrit Beine, Daniel Marbach, Daniel Greitens, Mirko Schrempp

Liebe Leserin, lieber Leser,

die IT und das Business zerfallen in immer kleinere Teile, die digitale Transformation zerschlägt die System- und Organisationsmonolithe und formt die Bruchstücke zu einer neuen kleinen Einheit. Dabei werden nicht nur die Services kleiner, sondern auch Teams, Unternehmen und Projektschritte. Das „große Ding“ will keiner mehr machen, das Große erreichen allerdings schon. Bei all dieser Reduzierung bzw. Digitalisierung nimmt dabei aber eines zu: die Komplexität. Und so entsteht eine Spannung, die in die Entwicklung von Businessarchitekturen aufgenommen werden muss. Die aktuellen Schlagworte dazu sind agile Vorgehensweisen, Test-driven Development, Resilienz oder Antifragilität, Continuous Integration, DevOps und Microservices; alles Methoden, um das Ziel zu erreichen – dazu zählt auch die Qualität als Wert. Gerade Microservices stechen hier hervor, sind sie doch der nächste Evolutionsschritt serviceorientierter Architekturen und, wie Eberhard Wolff in seinem Artikel sagt, „eine neue Hoffnung für produktive und nachhaltige Softwareentwicklung“. Denn Microservices erlauben „die Aufteilung von Softwareprojekten in Module – aber die Architektur hat nicht nur Auswirkungen auf die Struktur der Software, sondern auch auf die Organisation der Projekte.“

Services – Digitalisierung par excellence

Services sind ja nun nichts Neues. Sie erinnern sich noch an SOA? Und auch daran, dass Anne Thomas Manes 2009 verkündetet: „SOA is dead, long live Services“? Damit hat sie einen Markstein gesetzt, der sicher kein Grabstein war, denn Services sind es, die heute Sensoren, Datenbanken, Endgeräte, die Cloud, Start-ups und Großunternehmen, kleine Teams und Fachrichtungen usw. verbinden, wodurch nun über Grenzen hinweg zusammengearbeitet werden kann. Vor diesem Hintergrund liest sich ein fast schon historisch klingender Text der Masons of SOA, aus der Business-Technology-Magazin-Sonderausgabe 3.2012, fast visionär, aber in jedem Fall vorausschauend und klarsichtig:

„Die neuen Hypethemen ersetzen Serviceorientierung nicht, sondern bauen darauf auf. SOA entwickelt sich evolutionär weiter. In Richtung Fabrikansatz, in Richtung Industrialisierung, in Richtung „ganzheitliche Plattform“. Sie alle umfassen Themen wie BI, Master Data Management, Mobile Frontends, BPM und adaptive Prozesse, Big Data und Cloud. Nicht in jedem Detail dieser neuen Ansätze spielt Serviceorientierung eine tragende Rolle. Wir beobachten jedoch: Serviceorientierung ist die Klammer, die Grundlage, die Plattform, der gemeinsame Nenner, auf dem alle diese Themen aufsetzen. Denn bei Cloud, bei MDM, bei Big Data, bei BI – immer geht es darum, von der Implementierungstechnologie zu abstrahieren, diese zu virtualisieren und einen Servicevertrag zu etablieren, der Daten und Funktionen standardisiert und möglichst redundanzfrei bereitstellt. Das ist Serviceorientierung.“

Was im Zuge der Digitalisierung also auch immer auf der Strecke bleiben mag, eines ist sicher – long live Services!

schrempp_mirko.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur

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