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Passende Anwendungen für jedes Einsatzszenario und jedes Device

Die Befreiung der Anwendungen


Das Dorf in den Bergen ist zu beneiden, denn anders als in der IT-Branche ist hoch oben der Almabtrieb schnell vollzogen. Wir in der digitalen Welt sehen uns hingegen mit einer schier unendlichen Menge an Kühen konfrontiert, die eine nach der anderen durch unser Dorf getrieben wird. In dieser niemals endenden Zeremonie ist schwer zu sondieren, welche der Kühe denn nun tatsächlich Relevanz hat und welche einfach nur aus Marketinggründen ins Tal der Entwickler und Anwender muss.

Genau an solch einer Stelle stehen wir nun wieder: Mo­bile, HTML5, Xamarin, Universal-Apps und viele andere Buzzwords sind mit ohrenbetäubendem Glockengeläut auf den Feldwegen unterwegs. Im Gegensatz zu vielen anderen Trends bahnt sich hier aber seit einigen Jahren eine nachvollziehbare Revolution an, der wohl kaum ein Entwickler oder Anwender entgehen wird …

Ursprung

Um diese aktuelle Revolution zu verstehen, bedarf es zunächst eines Blicks zurück. Die Eroberung des Computers begann bekanntermaßen 1989 mit der Entwicklung einer akademischen Vernetzung am CERN in der Schweiz (Abb. 1). Forscher sollten schnell textuelle Informationen austauschen können und das Internet war geboren. Der Computer war damals als Werkzeug für Experten gedacht, der Anspruch an seine Gebrauchstauglichkeit verständlicherweise noch sehr gering.

greitens_schreibtisch_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Tim Berners-Lee im CERN, Quelle: CERN

Schnell wurde dieser neue Medienkanal für Marketing und Werbezwecke entdeckt, sodass Unternehmen Budget für Webseiten und Portale bereitstellten und die rasante Verbreitung des Internets ihren Lauf nehmen konnte. Im Schlepptau des Internets fand der Personal Computer seine Absatzmärkte. Er mauserte sich langsam aber sicher zu einer bedienbaren Plattform für jedermann, 1998 besaßen 39 Prozent der privaten Haushalte einen Computer, 2003 waren es bereits 61 Prozent (Abb. 2).

greitens_schreibtisch_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Die unaufhaltsame Verbreitung des Computers in privaten Haushalten, Quelle: Statistisches Bundesamt

Aber auch die Unternehmen entdeckten die Mehrwerte des digitalen Zeitalters. SAP, Software AG und andere starteten durch und entwickelten wachsende, aber auch wuchernde Unternehmensanwendungen.

Gefängnis „Schreibtisch“

Zum Zeitpunkt der Jahrtausendwende war der Computer eine stationäre Einheit und fest an den Schreibtisch gekoppelt. Jegliche Tätigkeiten, die eine Interaktion abseits der Maus und Tastatur erforderten, erzwangen einen Medienbruch per Papier oder physisches Aufstehen, um an den Ort des Geschehens zu wechseln. Ärzte machten handschriftl...

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