Business Technology Magazin - 01.2017 - Die neue Kultur der Transformation


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  Februar 2017

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Peter Wurbs, Thomas Kerschis, René Schröder, Volker Gruhn, René Kurmann, Ingrid Britz-Averkamp, Lothar Wieske, Tim Neugebauer, Holger Schif, Melanie Feldmann, Torsten Zimmermann, Martin Beims, Inken Kuhlmann, Stefan Barth

Liebe Leserin, lieber Leser,

die ersten Monate des Jahres 2017 sind schon vorbei und einige gute Vorsätze sicherlich schon längst gebrochen. Dabei haben wir für gute Vorsätze ja auch oft gute Gründe. Wir wollen mehr Joggen gehen, weil das gut für unseren bürostuhlgeplagten Rücken wäre. Wir wollen unser Französisch aufpolieren, weil wir dann besser mit der Schwägerin kommunizieren könnten. Und wir wollen weniger arbeiten, weil wir dann mehr Zeit hätten, um mit den Kindern zu puzzeln. Wir würden also uns und unser Leben besser machen. Warum scheitern wir dann so oft daran? Weil Veränderungen einfach verdammt schwierig sind. Eine Mischung aus Gewohnheit, Behäbigkeit und innerem Schweinehund lässt uns verharren.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Wenn es schon so schwierig ist, sich selbst zu ändern, obwohl man die besten Gründe dafür hat, wie schwer ist es dann erst für Unternehmen, die sich ändern wollen? Sie bestehen oft aus hunderten bis tausenden von mehr oder weniger änderungsresistenten Menschen. Die meisten davon lieben ihre eingetretenen Pfade. Sicherlich gibt es in jedem Unternehmen aufgeschlossene Seelen, die Veränderungen mehr lieben. Aber es gibt auch in jedem Freudeskreis die eine Person, die den neuen Joggingplan knallhart durchzieht. Das motiviert nur selten die anderen, es ihr gleichzutun.

Was können also Unternehmen machen, um Veränderungen herbeizuführen und zu fördern? Oft mögen vor allem die Menschen in Machtpositionen und an der Spitze der Hierarchie die gesetzten Strukturen wie sie sind. Sie müssen Macht abgeben und neue Ideen zulassen. Das ist für Alphatiere nicht einfach. Es heißt, die motivierten Menschen im Unternehmen zu finden, die Dinge ändern wollen. Mit diesen zusammen kann das Unternehmen Veränderungen angehen und die anderen Mitarbeiter davon überzeugen, dass diese gut und richtig sind. Pluspunkte, wenn die Veränderung nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Mitarbeitern hilft.

Jeder Schritt zählt

Erwarten Sie nur keine Begeisterungsstürme. Der Gewohnheitsmensch lässt sich nicht so leicht verführen. Und manch leidgeprüfte Seele seufzt auch nur und wartet erstmal ab. Denn so viele gut gemeinten Verbesserungen sind gekommen und wieder gegangen. Auch deswegen sind Veränderungen harte Arbeit. Man muss zeigen, dass man es ernst mit ihnen meint. Zusätzlich kann es nicht immer einen Schritt nach vorne gehen, manchmal eben auch zwei zurück. Und gerade, wenn es anfängt zu kriseln, sind Menschen besonders gut darin, in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Wann haben Sie sich das letzte Mal verändert?

feldmann_melanie_sw.tif_fmt1.jpgMelanie Feldmann, Redakteurin

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