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Wie Container die heutige IT verändern

Eine neue Ära ist angebrochen


Die Digitalisierung stellt an heutige IT-Infrastrukturen ganz andere Anforderungen als noch vor einigen Jahren: Digitalisierte Prozesse müssen schneller, schlanker und agiler sein. In dieses Anforderungsszenario schlugen die leichtgewichtigen Container wie ein Komet ein. Sind virtuelle Maschinen jetzt Dinosaurier, die von der Bildfläche verschwinden werden?

Noch vor drei Jahren fristeten Container eher ein Nischendasein. Dann kam Docker und katapultierte mit seiner Open-Source-Plattform für das Containermanagement die Virtualisierungstechnologie mitten ins Rampenlicht der Entwicklercommunity. Ein neuer Hype war geboren, der nach wie vor ungebrochen ist. Die IT-Abteilungen von Unternehmen setzen sich heute intensiv mit den Einsatzmöglichkeiten von Containern im Businesskontext auseinander. Bricht jetzt für die klassische Virtualisierung mittels Hypervisor und virtueller Maschinen (VM) eine schwere Zeit an? Vereinzelt wird sogar schon von dem Beginn einer neuen Epoche gesprochen: der Postvirtualisierung. Der durchschlagende Erfolg von Docker zeigt, dass Container einen Nerv treffen. Sie erfüllen ein Bedürfnis, dem bisherige Verfahren nicht richtig begegnen konnten. Und das mit Überraschungseffekt: Denn diese etwas in die Jahre gekommene Linux-Technologie hatten die großen Player wie Microsoft oder VMware nicht auf ihrem Radar. Docker war für das Containermanagement schnell Marktführer und in seinem Einfluss so prägend, dass die beiden Begrifflichkeiten mittlerweile fast synonym verwendet werden. Der durchschlagende Erfolg von Docker und das schnelle Auftauchen weiterer Lösungsanbieter wie Mesos oder Rocket, die den Aufbau und Betrieb von Containern vereinfachen, hat alteingesessene Virtualisierungsgrößen wie VMware oder Microsoft in Zugzwang gebracht. Heute arbeiten sie daran, die leichtgewichtige Alternative zur virtuellen Maschine in ihre Services einzubinden. So integrierte Microsoft den Service Docker Datacenter, um das Verwalten von Containern über Azure und Azure Stack zu ermöglichen. VMware hatte bereits mit dem eigenen Betriebssystem Photon OS für die Linux-Distribution vorgelegt.

Die Zeit ist reif für Container

Der große Durchbruch der virtuellen Maschine liegt bereits ein Jahrzehnt zurück. Damals waren Anwendungen noch durchgängig als mächtige Monolithen konzipiert und der IT-Betrieb insgesamt nicht so stark auf Schnittstellen oder Skalierbarkeit angewiesen. Für die heutigen Anforderungen an die IT-Infrastruktur kommt die VM zu schwerfällig daher...

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