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Die zentralen Aspekte des digitalen Wandels

New Culture of Transformation


Als Tiger springen und als Bettvorleger landen – dieses Bild beschreibt den Umgang vieler Unternehmen mit der digitalen Transformation. Da stilisiert einerseits das Management jede kleine Prozessoptimierung zu einer Antwort auf die digitalen Herausforderungen unserer Zeit hoch. Da verpuffen andererseits viele Initiativen in strategisch-nebulösen Workshops oder Arbeitsgruppen. Damit beides nicht passiert, bedarf es eines Ansatzes, der alle wichtigen Themen rund um die digitale Transformation in einen Gesamtzusammenhang stellt, der Zusammenhänge verdeutlicht und Entwicklungspfade aufzeigt. Die New Culture of Transformation ist ein Vorschlag dafür.

Wie so häufig klingen die grundlegenden Zusammenhänge auch beim Umgang mit der digitalen Transformation ganz schlicht. Um die Auswirkungen veränderter Kundenanforderungen und neuer Technologien auf das eigene Geschäft bewerten zu können, müssen die Entscheider drei Aspekte innerhalb des Unternehmens im Blick haben: Objekte, Systeme und Verfahren (Abb. 1). In diesen Aspekten manifestiert sich das Potenzial, aber auch der Veränderungsdruck der digitalen Transformation. Die zentrale Aufgabe für Unternehmen ist es, aus der Vielzahl der vorhandenen Objekte, Systeme und Verfahren die relevanten herauszuarbeiten und sie so zu gestalten, dass sie zu der durch die Digitalisierung veränderte Umwelt passen – seien es neue Wettbewerber, veränderte Kundenanforderungen und Lieferantenbeziehungen oder angepasste Gesetzgebung. So schaffen Unternehmen die Grundlage dafür, schnell mit neuen Angeboten zu reagieren. Diese werden meist als Cyber-Physical Systems (CPS) umgesetzt.

gruhn_transformation_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf das eigene Geschäft bewerten zu können, müssen die Entscheider drei Aspekte im Blick haben: Objekte, Systeme und Verfahren

Cyber-Physical Systems

Unter Cyber-Physical Systems (CPS) verstehen Experten die Verknüpfung von digitalen Systemen mit Gegenständen und Abläufen der realen Welt. Sensoren, Aktoren, Prozessoren, Kommunikationsinfrastruktur und Softwarekomponenten sorgen dafür, dass Daten, die von diesen Geräten erfasst werden – beispielsweise Bewegungs- und Verbrauchsdaten oder Informationen über Verschleiß und Auslastung – unmittelbar in Softwaresysteme übertragen werden. Diese Softwaresysteme haben gleichzeitig über Kommunikationsschnittstellen direkten Zugriff auf die Steuerung der Objekte innerhalb des Cyber-Physical Systems.

Was Objekte im Sinne der New Culture of Transformation (NCoT) sind, ist von Fall zu Fall ganz unterschiedlich. Für ein produzierendes Unternehmen sind es die Maschinen oder Bauteile, die es herstellt. Für eine Krankenversicherung ist es der Versicherte, aber auch der Kernspintomograf, der für eine Untersuchung eingesetzt wird. Bei einer Bank kann der Kunde oder das Konto als Objekt verstanden werden. Objekte im Sinne der NCoT können also auch Menschen oder nicht greifbare Konstrukte wie Konten sein. Damit Unternehmen in der Vielzahl der Objekte, mit denen sie es zu tun haben, die relevanten erkennen, müssen sie ganz unterschiedliche Digitalisierungstreiber analysieren und bewerten, werden die so genannten Objects of Interests (OoI) in die Diskussion eingebracht. Als OoI wird ein Objekt bezeichnet, dessen unmittelbares Einbinden in die Geschäftsprozesse des Unternehmens das Potenzial hat, diese Geschäftsprozesse maßgeblich zu vereinfachen. Sie können als kleinste Einheit verstanden werden, in der sich die Auswirkungen der digitalen Transformation für Unternehmen manifestiert.

Entscheider sollten systematisch untersuchen, welche Objects of Interests es innerhalb und im Umfeld des Unternehmens gibt. Dabei liegt es in der Natur der digitalen Transformation, dass nicht zwingend die Objekte, die auf den ersten Blick auffallen, auch die wirklich relevanten sind. Versteckt in den eigenen Abläufen oder in Nischen der Prozesse können Objekte stecken, die angesichts neuer digitaler Möglichkeiten ganz ungeahntes Potenzial besitzen. Mit der geeigneten Projektsystematik – Stichwort Interaction Room – werden die Verantwortlichen auch diese finden.

Um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, um Zeit und Budget auf die The...

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