Business Technology Magazin - 02.2012 - Big Data


Preis: 4,90 €

Erhältlich ab:  April 2012

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Thomas Debusmann, Mirko Schrempp, Christian Meder, Bernd Fondermann, Wil van der Aalst, Anne Rozinat, Johann Baumeister, Christian Kirschniak, Guido Schmutz, Peter Welkenbach, Detlef Eppig, Pavlo Baron, Irene Cramer, Eberhard Wolff, Helene Tamer, Michael Linke, Holger Sirtl, Michael Georg Grasser, Christian Hausberger

Liebe Leserinnen und Leser,

Big Data ist anders und neu, Big Data ist ein Faktum und Phänomen, aber auch ein Marketinghype. Big Data ist Chance und große Herausforderung zugleich, vor allem aber ist es ein schwer zu fassender und zu beschreibender Begriff.

Keiner der Autoren dieser Ausgabe hat eine einfache Definition von Big Data parat, schon gar nicht die scheinbar naheliegendste, dass es sich eben einfach um große Datenmengen handelt. Das ist zwar der offensichtliche Aspekt von Big Data, der als Faktum vorliegt, die schiere Bezifferung einer Größe reicht aber alleine nicht aus, um das Phänomen zu beschreiben. Es ist nicht die Mega-, Peta- oder Exabytegrenze für sich, die Big Data ausmacht, sondern die Herausforderung, aus der gegebenenfalls schon vorhandenen Datenmenge einen neuen Geschäftswert zu schöpfen.

Dennoch ist es gerade die schiere Datenmenge und ihr rapides Wachstum, die Big Data als Aufgabengebiet für die IT und ihre umgebenden Disziplinen unumgänglich macht. Durch die Zunahme von Sensoren, getrackten Onlineaktivitäten oder die vielen scheinbar beiläufigen Daten, die von Smartphones, vernetzten Autos oder Satellitenaufnahmen in Exabytegröße täglich produziert und angesammelt werden, wird diese Datenflut außerdem stetig weiter ansteigen.

Sie werden daher in den einzelnen Artikeln unterschiedlich weitreichende bzw. umfangreiche Definitionen finden und auch viele verschiedene Anwendungsszenarien. Manche scheinen sich zu widersprechen, andere stellen in Teilen eine Wiederholung dar. In der Summe bilden die Artikel ein Mosaik des aktuellen Verständnisses von Big Data. Wir können davon ausgehen, dass dieses Bild sich in den kommenden Monaten und Jahren immer wieder verändern wird, doch der Herausforderung, mit den wachsenden Daten sinnvoll umzugehen, sollten Sie sich so früh wie möglich stellen.

In der Vorbereitung dieser Ausgabe und auch in vielen Gesprächen auf der CeBIT zeigte sich, dass zwar viele Unternehmen diese Anforderung erkannt haben und intern schon aktiv forschen, entwickeln und Erfahrungen sammeln, aber bisher erst wenige, wirklich marktreife oder wertschöpfende Projekte realisiert wurden. Es gilt auch genau zu differenzieren, wo das ernstzunehmende Geschäft endet und der Marketinghype anfängt. Aktuell sind vor allem im Social-Business-Umfeld Big-Data-Szenarien zu beobachten, die dank der zur Verfügung stehenden Daten der sozialen Netzwerke und Kommunikationsmedien gute Einsatzgebiete, z.B. in der Analyse der öffentlichen Einschätzung von Produkten oder Ereignissen finden. Aber auch im Trading-Bereich oder der Wissenschaft zeigen sich schon Projekte, die in der Lage sind, mit hoher Performanz oder neuen Analysemethoden bessere Ergebnisse zu erzielen.

Wo auch immer man mit den Big-Data-Aktivitäten beginnen will, ist es ratsam, sich ein Team von Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzustellen, die bereit sind, gemeinsam neue Wege zu erkunden und die Fähigkeit haben, ihren Sachverstand unter neuen Vorzeichen auf die Probe zu stellen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe und viel Mut für Ihre Big-Data-Projekte.

Über das Titelbild

Big Data ist inzwischen auch zur Inspiration für Künstler avanciert. Big Data Art stellt Dateninformationen zu den unterschiedlichsten Themen, von Comicheften über Schuhfabrikation bis hin zu DNS-Sequenz, in abstrakten, farbenfrohen Gebilden dar. Das Titelbild dieser Ausgabe hat der kanadische Künstler Jer Thorp gestaltet. Das Motiv aus der Reihe „Random Number Multiples“ visualisiert die Häufigkeit von Wortnennungen in der New York Times. Eigentlich Genetiker, veranschaulicht Thorp mit seiner digital erstellten Kunst die Schnittstellen zwischen Daten, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Seine Arbeiten wurden bereits von den Magazinen „The Guardian“, „Scientific American“, „The New Yorker“ und Popular Science ge­featurt. Derzeit arbeitet er als Data Artist in Residence bei der New York Times und ist außerordentlicher Professor im Interactive Telecommunications Program der New York University.

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schrempp_mirko_sw.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur
Kommentare, Anregungen und Ideen sind uns immer willkommen unter: redaktion@bt-magazin.de

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