© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Relationale, NoSQL- und NewSQL-Datenbanken

Mach’s gut, und danke für den Kabeljau


Lange galten relationale Datenbanksysteme und strikte Normalisierung als die Standardtechnologie zur Speicherung von Daten. Wie passen dazu neuere Konzepte wie NoSQL und NewSQL? Ausgehend von einer Darstellung der Konzepte diskutieren wir mögliche Architekturszenarien.

Seit den Arbeiten von Edward F. Codd in den Sechziger und Siebziger Jahren galten Relational Database Management Systems (RDBMS) und strikte Normalisierung als die Standardtechnologie zur Speicherung von Daten. Diese Stellung wurde auch durch Objektdatenbanken und objektrelationale Datenbanken nicht verändert. Die lange Vorherrschaft dieser Konzepte muss seine Gründe haben. Wie passen dazu Konzepte wie NoSQL und NewSQL? Wir postulieren für die nächsten Jahre Informationsarchitekturen, die heterogene, verteilte Speicherkonzepte und eine Koexistenz unterschiedlicher Datenbankkonzepte umfassen.

Datenbanken 2012

Die in Unternehmen und über Unternehmen hinweg produzierte und zur Auswertung gewünschte Datenflut steigt seit Jahren exponentiell. Handelte es sich früher um recht einfach strukturierte Datentypen, so hat man es in der modernen IT auch mit unstrukturierten, komplexen Strukturen zu tun. Die enormen multistrukturierten Datenmengen werden als Big Data bezeichnet. Gleichzeitig aber sollen die Daten in Echtzeit immer und überall verfügbar sein, was als Fast Data bezeichnet wird. Diese Kombination von Big Data und Fast Data führte dazu, dass klassische Datenbanksysteme (RDBMS) als nicht mehr ausreichend empfunden werden, und der derzeitige NoSQL-Hype bringt immer neue Produkte hervor.

NoSQL und NewSQL

Wie aus Abbildung 1 ersichtlich wird, kann man zusätzlich zu den klassischen, relationalen Datenbanken zwei neue Datenbanktypen differenzieren: NoSQL und NewSQL. Die anderen Typen sollen in dieser Diskussion unberücksichtigt bleiben. In der Diskussion bezüglich Big Data werden zurzeit aber vor allem die NoSQL-Datenbanken erwähnt. Sie lassen sich von ihren Ansätzen und ihren Konzepten her wie folgt unterteilen (Abb. 2):

  • Key-Value Stores (also im Grunde Hashtables)

  • Ordered Key-Value Stores (diese haben die Möglichkeit, die Keys zu ordnen)

  • BigTable

  • Document Full Text Search

  • Graph

schmutz_datenbank_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Datenbanken 2012 (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
schmutz_datenbank_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: NoSQL-Speicherkonzepte (nach [1])

Unter den diversen Produkten sind auch solche, die nicht eindeutig dem einen oder anderen Typ zugeordnet werden können, sondern die bewusst mehrere Konzepte umsetzen.

Wir möchten hier nicht weiter auf Details eingehe...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang