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Business Technology 2.14

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

agile Methoden sind in die Jahre gekommen – und damit reifer geworden. Mit der Verbreitung von agilen Methoden in der Softwareentwicklung oder sogar ganzen Unternehmensorganisationen steigt natürlich die Zahl der Erfolge, selbstverständlich aber auch die der Misserfolge. Wie bei jeder Methode, die ein akutes Problem lösen oder eine grundsätzliche Veränderung bringen soll, ist auch beim Einsatz von agilen Methoden immer die Frage nach ihrer Tauglichkeit und dem richtigen Einsatz die wichtigste. Und hier klaffen in der Unternehmenswirklichkeit die Marketingversprechen, die Erwartungen und Interessen der Beteiligten und die tatsächlichen Möglichkeiten von agilen Methoden oft weit auseinander. Denn selbst wenn auf den ersten Blick alles so aussieht, als würde man agil vorgehen, weil das Kanban Board gut gefüllt ist, regelmäßig etwas fertig wird, die Rollen im Team nach Lehrbuch verteilt wurden, dann bedeutet das nicht, dass auch tatsächlich agil gearbeitet wird und die erwarteten Ziele erreicht werden. Wenn dann am Ende das Produkt doch nicht in der erwarteten kürzeren Zeit fertig geworden ist, wenn die Kommunikation doch wieder so gelaufen ist, dass der Kunde nicht bekommt, was er eigentlich wollte, dann wird es oftmals vorschnell auf die Methode geschoben, diese wieder abgeschafft – und das ursprüngliche und altvertraute Probleme ist wieder da.

Es gibt auch nach all den Jahren und den vielen erfolgreichen agilen Projekten noch immer kein Patentrezept für den Einsatz von agilen Methoden. Aber inzwischen gibt es eine ganze Menge an Erfahrungswerten, wie man Agilität falsch, aber vor allem, wie man sie richtig einsetzen kann. Die Schwerpunktartikel dieser Ausgabe vermitteln einige dieser Erfahrungswerte und zeigen dabei Anti-Patterns auf, mit denen sich das falsche Verständnis einer Methode leicht identifizieren lässt. Die Autoren erklären, warum man Agilität nicht einfach als implementierbaren Prozess nehmen kann, sondern schon im Kopf, neudeutsch: beim Mindset der Beteiligten, der Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg gelegt wird. Hierzu gehört auch, zu erkennen, ob und wann sich Agilität überhaupt lohnt – und das „Sich lohnen“ ist das Entscheidende, denn es geht darum, den Wert des Produkts zu steigern. Dabei steht Agilität nicht im luftleeren Raum, sondern interagiert mit anderen Ideen wie z. B. Lean Startup, Beyond Budgeting, DevOps oder Design Thinking, um innovative Geschäftsziele schnell und effizient zu erreichen.

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