© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Business Technology 2.15

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn in der Wertschöpfungskette etwas nicht rundläuft, es hakt und ruckelt, dann kommt am Ende nicht unbedingt das raus, was man sich am Anfang erwartet hat. In der Regel hat es zu lange gedauert oder zu viel gekostet, in jedem Fall ist nicht das gewünschte Gesamtergebnis erreicht worden. Das kann zum einen daran liegen, dass nicht alle Elemente der Kette wie geschmiert laufen, es kann aber auch daran liegen, dass der Markt sich verändert hat und das, was einmal funktioniert hat, nun nicht mehr ausreicht. Will man nicht das ganze Geschäftsmodell über den Haufen werfen, gilt es, herauszufinden, was das Problem ist und wie es gelöst werden kann. Und eines davon ist sicher die Haltung: Das haben wir schon immer so gemacht, geht nicht!

Neue Prozesse müssen her

Prozessmanagement und das Streben nach dem runden und optimalen Ablauf sind natürlich nichts Neues, aber die Veränderungen, die aktuell z. B. unter dem Schlagwort digitale Transformation auf Unternehmen zukommen, haben selbst auf die eben noch besten und zufriedenstellendsten Prozesse einen starken Einfluss. Gerade der steigende Anteil der IT am Wertschöpfungsprozess zeigt sich in den Prozessen und ihrer Organisation. Zum einen kann die IT heute alte Prozessschritte durch Automatisierung ersetzen, zum andern kann sie neue Prozessschritte überhaupt erst möglich machen. In jedem Fall betrifft es die gesamte Prozesskette und damit auch das ganze Unternehmen. In den letzten Jahren sind daher viele Initiativen mit dem Ziel entstanden, Prozesse auf Unternehmensebene zu analysieren und neu zu entwickeln. Betrifft das nur einen Fachbereich, ist das in der Regel kein sehr großes Problem, wird es abteilungs- oder gar unternehmensübergreifend, allerdings schon. Dann geht es auch nicht mehr nur um Anpassung, sondern um Transformation.

Wie auch immer die Dimension der Veränderung ist, wenn sie erfolgreich umgesetzt werden soll, ist Klarheit über den Ist- und Sollzustand die Voraussetzung. Und hier wird es schwierig, denn Ist und Soll zu ermitteln, heißt, mit allen Beteiligten zu sprechen, den Glauben darüber, wie der Prozess ist und den Wunsch wie er sein soll, mit der Realität des Systems abzugleichen und dann auf das Maß des wirklich Benötigten zu bringen – kein leichtes Unterfangen. Die Autoren der BPM-Artikel dieser Ausgabe beschäftigen sich mit genau dieser durchaus komplexen Situation und stellen ihre praxiserprobten Ideen zu möglichen Lösungen vor. Die Autoren kennen sich alle...

Exklusives Abo-Special

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang