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Agile Softwareentwicklung mit Gamification noch effizienter machen

Gaming the Process


„Das hier ist kein Spiel!“ – wenn es um die Arbeit geht, ist eigentlich Schluss mit lustig. Budgets, Umsätze, Termindruck, Zielerreichung – zu all dem scheint das Thema „Spielen“ so gar nicht passen zu wollen, zumindest auf den ersten Blick. Denn in typischen Spielsituationen lässt sich eigentlich vieles finden, das auch für den beruflichen Alltag wünschenswert ist.

Jeder, der einmal einen PC-Spieler dabei beobachtet hat, wie er versunken in seine Spielewelt mit Hingabe Rätsel um Rätsel löst, kann die Wirkung eines guten Spiels bestätigen. In Spielsituationen finden sich die intensive Beschäftigung mit einem Thema über einen langen Zeitraum, die Arbeit auf ein Ziel hin und das Zusammenwirken im Team wieder. Die Aufgaben, mit denen es die Mitarbeiter in Unternehmen zu tun haben, sind allerdings häufig nicht so interessant wie die neue Quest in „World of Warcraft“ oder das nächste Level von „Angry Birds“. Daran, dass sich das ändert, arbeiten die Anhänger der Gamification. Hierbei geht es darum, die analogen oder digitalen Mechanismen, die sonst in Spielen zum Einsatz kommen, um Spieler bei der Stange zu halten, in ein spielfremdes Umfeld, beispielsweise in ein Unternehmen, zu übertragen.

Dass das Arbeitsumfeld immer mehr zur Spielwiese wird, hat der Artikel „Lasset die Spiele beginnen“ in einer der letzten Ausgaben von Business Technology [1] beleuchtet. Ein Aufgabenbereich kann dabei besonders von den Mechanismen der Gamification profitieren: die Softwareentwicklung, insbesondere die agile Softwareentwicklung.

Doch mit welchen Mitteln kann eine solche „Gamifizierung“ gelingen? Stellen Sie sich dazu folgende Situation vor:

Kann man Scrum gamifizieren?

Sie haben bereits 9,6 Prozent des Artikels gelesen. Ein global tätiger Versicherungskonzern plante die Entwicklung und Einführung eines neuen Kundenportals. Die Aufgabe war komplex, sollte in zwölf Monaten erledigt sein und könnte fast sechzig Softwareentwickler Vollzeit beschäftigen. Virtuelle Vertragsordner, elektronischer Briefkasten, integrierte Kommunikation über Chat- und Videofunktionen, international skalierbar und sicher – das waren nur einige Punkte auf der Anforderungsliste der Fachabteilungen. Aufgrund des Umfangs und Investments genoss das Projekt Aufmerksamkeit bis zum Vorstand. Entsprechend groß war der Druck auf die beiden Verantwortlichen. Das Portal musste Ende des Jahres stehen.

Mit Scrum hatten bereits alle Beteiligten positive Erfahrungen gemacht. Dank Product Backlog, Sprints oder St...

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