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Entscheidungen mit der DMN analysieren und modellieren

Was gibt es da zu entscheiden?


In unserem Arbeitsleben spielt das Treffen von Entscheidungen eine wichtige Rolle, doch vielen fällt genau das schwer. Hierbei kann der neue Standard der Object Management Group (OMG) zum Thema Entscheidung, die Decision Model and Notation (DMN), weiterhelfen. Denn die DMN ermöglicht es uns, Entscheidungen strukturiert zu beschreiben und dadurch besser zu verstehen. Und auch bei der Automatisierung kann sie hilfreich sein.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die DMN ist kein Werkzeug, um etwas zu entscheiden. Es geht vielmehr darum, Entscheidungen besser zu verstehen, die wiederholt anfallen. Die Gründe dafür, über Entscheidungen zu sprechen, sind die Gleichen, die uns dazu bewegen, beispielsweise Geschäftsprozesse zu beschreiben. Das heißt, wir wollen Entscheidungen verstehen, analysieren und verbessern, um eine gleichbleibende Qualität der einzelnen Entscheidungen zu gewährleisten.

Was bietet die DMN hierfür an? Welche Strukturen gibt sie für Entscheidungen vor? Aus der Sicht des neuen OMG-Standards sind Beschreibungen von Entscheidungen folgendermaßen strukturiert:

  • Der Kontext: Wie bettet sie sich in den Geschäftsprozess ein?

  • Die Anforderungen: Welche Informationen werden benötigt? Welche Entscheidungen müssen zuvor getroffen werden? Welche Vorgaben sind dabei einzuhalten?

  • Die Entscheidungslogik: Welches Verfahren soll angewendet werden, um zu einer Entscheidung zu kommen? Etwa die Anwendung von Regeln [1, S. 19]?

Die DMN selbst bietet nur Notationen für die letzten beiden Aspekte an. Bezüglich der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird auf die BPMN verwiesen, wobei Business-Rule-Tasks als Brückenkopf zwischen der BPMN-Ablaufbeschreibung und dem DMN-Entscheidungsmodell auserkoren wurden (Abb. 1).

winteroll_dmn_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Die verschiedenen Aspekte einer Entscheidung und deren Zusammenhang

Decision Requirements

Betrachten wir also, was der neue Standard für die Beschreibung der Anforderungsperspektive bereithält. Zählen wir die Grundelemente für diese Perspektive zusammen, ergibt sich ein überschaubares Bild: Es gibt lediglich vier Grundelemente und drei Arten von Beziehungen zwischen ihnen.

winteroll_dmn_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: Die Elemente des Decision Requirements Diagram (DRD)

Werfen wir zunächst einen Blick auf die vier Grund­elemente (Abb. 2). Das zentrale Element ist die Entscheidung selbst. Mit Entscheidung ist hier der Akt der Entscheidung gemeint, nicht das Ergebnis. Natürlich hält die Spezifikation auch eine Reihe von Attributen bereit, um eine Entscheidung genauer zu charakterisieren. Im ...

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