Business Technology Magazin - 02.2016 - Digitale Disruption


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  Mai 2016

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Melanie Feldmann, Tilman Boller, Dirk Dorsch, Gianluca De Lorenzis, Christine Bauers, Gerrit Beine, Volker Gruhn, S & S Media GmbH, Lothar Wieske, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Markus Wittwer, Stefan Waschk, Carola Lilienthal

Digitaler Wandel: Das klingt nach dem langsamen Voranschreiten von einem Zeitalter ins nächste. Als wäre die Digitalisierung behäbig und würde huldvoll dazu einladen an ihr teilzunehmen. Deswegen finde ich den Begriff der digitalen Disruption viel treffender. Denn momentan wandeln sich viele Technologien und Märkte nicht, sondern werden gewandelt – und zwar ruckzuck von einem Tag auf den anderen. Netflix bringt Fernsehsender und Filmproduzenten zum Wanken, Tesla rüttelt an den Thronen der alteingesessenen Automobilbauer und Uber bringt Taxifahrer auf der ganzen Welt zum Streiken. Da ist Aufbruch, da ist Veränderung. Und meist kommen die Zerstörer des Bestehenden eben nicht aus den eigenen Reihen, sondern aus dem toten Winkel. Hier kämpfen nicht Erzrivalen gegeneinander, sondern der Underdog gegen den Platzhirsch.

Disruption ist nichts Neues

Dabei entsteht der Eindruck, dass die momentane Disruption einzigartig sei. Die Grundlage für diese Einzigartigkeit sei das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Der weltweiten Vernetzung durch das Internet, der Software, die in immer mehr Bereiche vordringt, und den Produkten, die man in der eigenen Garage drucken kann. Weit gefehlt. Disruptive Technologien brauchen nichts davon. Als die ersten Telegrafenleitungen begannen, den amerikanischen Westen zu durchziehen, haben die Reiter des Pony-Express zwar nicht von Disruption gesprochen, aber es war nichts anderes. Eine neue Technologie (Telegrafie) machte innerhalb kürzester Zeit eine alte (Pferde) überflüssig.

Veränderung ist nie einfach

Was die digitale Disruption der Gegenwart absetzt, ist ihre niedrige Einstiegshürde. Man braucht kein riesiges Startkapital, um mit einer guten Idee und findigen Freunden einen Markt komplett umzukrempeln. Sicher, Geld hilft, sonst hätten die ganzen Venture-Kapital-Geber ja auch nichts zu tun. Aber der Traum, in der Garage zu starten wie Apple und an der Börse anzukommen wie Facebook, ist momentan greifbar wie nie. Und auch diese Vorbilder der heutigen Start-ups waren und sind Disruptoren.

Das heißt für die etablierten Player: Augen auf und mitdenken! Nur weil es früher so war, muss es morgen schon lange nicht mehr so sein. Wenn die Disruption über die Märkte fegt, ist eben nichts gewiss. Momentan ist es deswegen schwierig für ein Unternehmen, den richtigen Weg zwischen Veränderung und dem Beharren auf Bestehendem und Erfolgreichem einzuschlagen.

Lassen Sie sich also von unseren Autoren zur digitalen Disruption inspirieren. Damit Sie den richtigen Draht in ihren Markt und neue Märkte finden.

feldmann_melanie_sw.tif_fmt1.jpgMelanie Feldmann, Redakteurin

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