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Soziale Medien im Katastrophenschutz

Nicht nur für Selfies


Auf sozialen Medien geteilte Beiträge zu Krisensituationen können wertvoll für die Arbeit im Katastrophenschutz sein. Am Beispiel des Katastrophenschutzes im Hamburger Hafen, in dem seit Kurzem ein Touchtisch zum Einsatz kommt, wurde prototypisch getestet, ob Social-Media-Daten einen Mehrwert für Krisenakteure darstellen.

Social Media bietet über räumliche und zeitliche Barrieren hinweg Möglichkeiten zur Vernetzung. Es wird in den letzten Jahren auffallend viel sowohl alltäglich als auch in Krisensituationen verwendet. Ein Beispiel für eine Krisensituation sind die europäischen Hochwasser im Jahr 2013, bei denen über die gesamte Dauer Social-­Media-Dienste wie Twitter, Facebook und Google Maps genutzt wurden.

Social Media erreicht heutzutage viele Menschen, die vorher nur über Rundfunk erreicht werden konnten. Zudem suchen die Menschen dort aktiv nach Informationen und sind motiviert, zu helfen. Besonders Twitter ist eine geeignete Plattform, um Informationen zu verbreiten. Durch die Zeichenbegrenzung muss sich beim Formulieren eines Beitrags auf die notwendigen Informationen beschränkt werden. Dadurch bleibt eine Übersichtlichkeit erhalten und es können schnell viele Informationen zu einem Thema gesammelt werden. Durch Retweets können Beiträge zudem eine hohe Reichweite entwickeln. Facebook ist selbst aktiv geworden und hat einen Safety-Check eingeführt, mit dem Menschen in betroffenen Gebieten angeben können, dass sie in Sicherheit sind [1]. Zudem laden die Menschen auf den sozialen Netzwerken Fotos und Videos hoch, um andere zu warnen oder über die Katastrophe zu informieren. Teilweise nutzen auch offizielle Stellen Social Media, um Informationen und Warnungen an die Bevölkerung zu geben.

Wie der Katastrophenschutz im Hamburger Hafen funktioniert

Der Katastrophenschutz im Hamburger Hafen liegt in der Verantwortung der Hamburg Port Authority (HPA). Im Normalbetrieb sorgt die HPA für einen reibungslosen Ablauf der Verwaltungstätigkeiten. Da Hamburg einen tideoffenen Hafen hat, sind Sturmfluten eine immer wiederkehrende Bedrohung und ständige Herausforderung [2]. Genauso wie Sturmfluten können unvorhergesehene Ereignisse auftreten, wie bei Großveranstaltungen im Hafengebiet. Diese müssen im Eintrittsfall rasch eingeschätzt sowie Maßnahmen getroffen, abgestimmt und priorisiert werden. Der Katastrophen- und Sturmflutschutz im Hafen ist aus diesem Grund eine spezielle Aufgabe der HPA, die über den Normalbetrieb hinausgeht. Kommt es zu einer Katastrophe im...

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