© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Wie sich Hackerangriffe auf Autos abwehren lassen

Rundum Security


Bis 2020 werden acht von zehn neuen Autos mit vernetzten Technologien ausgestattet und damit der Gefahr von Cyberattacken ausgesetzt sein. Auch die Google-Tochter Waymo agiert vorsichtig, testet ihre künftig autonom fahrenden Autos aus Furcht vor Hackern offline. Ein Überblick über den Status quo und die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Hersteller ihre Fahrzeuge schützen können.

Längst ist die Branche alarmiert, zahlreiche Autokäufer sind verunsichert, viele aber auch noch immer ahnungslos: Laut einer Studie von BearingPoint und TNS aus dem Jahr 2016 sind sich 39 Prozent der befragten Autobesitzer nicht bewusst, dass vernetzte Funktionen in ihren Fahrzeugen vorhanden sind [1]. Spektakuläre Angriffe von Hackern und gefährliche Manipulationen an Autos offenbaren signifikante Sicherheitslücken. Nur gut, dass es sich dabei um Scheinangriffe handelte. Bisher gehen die meisten Auto-Hacks auf das Konto so genannter White-Hat-Hacker oder Grey-Hat-Hacker. Das sind Angreifer, die Fahrzeuge und Insassen nicht wirklich gefährden, sondern Sicherheitslücken aufdecken oder sich mit ihren Angriffen öffentlich profilieren wollen.

Trotz der Gefahr aus dem Cyberspace: Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Navigations- und Fahrassistenzfunktionen sowie Entertainment-Apps steigt rapide. 20 Prozent der Umfrageteilnehmer einer McKinsey-Studie in Deutschland wären bereit, die Automarke zu wechseln, wenn sie auf diese Weise ein Fahrzeug mit besseren Connectivity-Angeboten erhalten könnten [2]. Die Anzahl der Anwendungen nimmt rasant zu. Das Internet der Dinge auf Basis ausgereifterer Cloud-Technologien und immer leistungsfähigerer Netze macht es möglich. Bei einer jährlichen Zuwachsrate von 24,3 Prozent wird sich laut einer Studie von Strategy& und CAM (Center of Automotive Management) das Umsatzvolumen im Bereich der vernetzten Mobilität weltweit von 47,2 Milliarden Euro 2017 auf 140 Milliarden Euro bis 2022 erhöhen – eine Verdreifachung innerhalb von fünf Jahren [3].

Rechner auf Rädern

Gefragt sind unter anderem Spurhalteassistenten, Kollisionswarner oder die Anzeige über freien Parkraum. Der Grund: In modernen Autos sind bis zu hundert Steuergeräte – also Mikrocomputer – verbaut, die unter anderem Lenkung, Bremsen oder die Drehzahl steuern. So verfügt ein modernes Fahrzeug über rund 100 Millionen Zeilen Programmiercode. Immerhin siebenmal so viele wie eine Boeing 787 [4]. Ein Oberklassefahrzeug erzeugt während einer Stunde Fahrt mehrere Gigabyte an Daten.

Durch die zunehmende Ve...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang