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Cloud Apps für agile Geschäftsprozesse

Die Cloud gestalten


Der fundamentalste Wandel der IT-Industrie seit der Erfindung des Personal Computers hat einen Namen: Cloud. Darüber sind sich die Experten einig. Bezüglich konkreter Umsetzung und Nutzung scheint noch nicht alles eitel Wonne zu sein: Hersteller und Anbieter ringen um Strategien und Geschäftsmodelle. Die Anforderungen der Businessanwender bleiben meist unerfüllt. Diese möchten immer und überall, sicher und zuverlässig, einfach und effektiv die neuen Dienste ganzheitlich und angepasst an individuelle Anforderungen nutzen. Die globale Ausrichtung der Cloud führt zu vielen Kompromissen, die keine Differenzierung für die Nutzer mehr erlauben. Die Cloud erzwingt ein uniformes, starres, meist niedriges Niveau.

Wie hoch der Drang der Menschen nach Individualität ist, sieht man an der Entwicklung im Mobilfunkbereich. Was mit Klingeltönen und Hintergrundbildern begann, führt bei aktuellen Geräten zu in höchstem Maße personalisierten Nutzungsmöglichkeiten. Heute weisen Smartphones alle Merkmale hochkomplexer, generischer Computersysteme auf, trotzdem passt der Anwender sein Gerät mit spielerischer Leichtigkeit an seine persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben an. Auch dieses Phänomen hat einen Namen: Apps.

Cloud Apps

Die Angebote von Anbietern für Cloud-Services sind vielversprechend: Massive Kostenreduktion und optimierte Nutzung von Ressourcen sind Quick Wins, die sich mit Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) relativ einfach realisieren lassen. Aufgrund der Bereitstellung dieser Dienste in einer Größenordnung und Qualität, die sonst nur von Großunternehmen finanziell, personell und technisch umsetzbar sind, und der Umlegung der anfallenden Kosten dafür auf viele gemeinsame Anwender einer Infrastruktur oder einer Plattform, profitieren insbesondere KMUs von derartigen Cloud-Angeboten. Denn die Kostenkalkulation ist einfach. Unter Einbeziehung aller Komponenten für die Anschaffung und den Betrieb einer „On-Premises“-Lösung, also einer in das eigene Unternehmen eingeglie­derten Lösung, lässt sich als Entscheidungsgrundlage ganz einfach ein Vergleich mit Cloud-Diensten anstellen. Ähnlich verhält es sich mit Software as a Service (SaaS): Hoch standardisierte Software wie das E-Mail-System für ein Unternehmen ist als Einstieg in die Cloud gut geeignet.

Trotz aller Vorteile der bisher angesprochenen Lösungen muss man beachten, dass in der Cloud noch weit mehr Potenzial steckt. Das Betreiben einer virtuellen Maschine nicht im eigenen Rechenzentrum, sondern bei einem IaaS-Betreiber, die Entwicklung für Fachanwendungen nicht auf einer lokalen Entwicklungs- und Applikationsplattform, sondern in einer PaaS-Umgebung, oder die Nutzung von Standardsoftware nicht auf Basis von lizenzierten, selbst installieren und gewarteten Produkten, sondern zur Verfügung gestellt von einem SaaS-Anbieter stellen lediglich traditionelle Nutzungsparadigmen auf neue technologische Beine.

Wenn die eigene Organisationsform beziehungsweise die Geschäftsstrategie den technologischen Möglichkeiten Rechnung trägt, lassen sich zukünftig weit über die Kosten- und Ressourcenersparnis hinausgehende Aspekte gewinnbringend nutzen. Im Kern geht es darum, Cloud-basierte Geschäftsprozesse ganzheitlich und integriert gestalten zu können. Die einzelnen Aktivitäten dieser Geschäftsprozesse werden von vertikalen oder horizontalen Geschäftsanwendungen zur Verfügung gestellt, die in der Cloud laufen. Diese Cloud Apps unterscheiden sich von Apps auf dem Smartphone dadurch, dass sie nicht an die Technologie eines konkreten Mobiltelefonbetriebssystems gebunden sind, sondern plattformunabhängig über offene Standards wie HTML5 in jedem Webbrowser verfügbar sind. Apps as a Service (AaaS) stellt Apps in der Cloud zur unmittelbaren Nutzung bereit und erlaubt die einfache Modellierung von neuen, maßgeschneiderten Apps für spezifische Anwendungsszenarien. Beispiele für AaaS-Anbieter sind Salesforce.com [1] mit einem Schwerpunkt auf das Kundenbeziehungsmanagemen...

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