© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Enterprise-Lösungen für die Cloud? Welche Typen sind geeignet?

Die Enterprise Cloud


Enterprise-Lösungen lassen sich in operative Systeme, dispositive Systeme und Systeme für unstrukturierte Daten aufteilen. ERP-, CRM- oder SCM-Standardlösungen fallen beispielsweise unter die Klasse der dispositiven Systeme. Interessant ist die Frage, welche Systemtypen für die Cloud geeignet sind und was in naher Zukunft von den Anbietern zu erwarten ist.

Enterprise-Lösungen, also Informationssysteme zur Unterstützung der betrieblichen Tätigkeit, können in verschiedene Arten oder auch Systemtypen unterschieden werden. Eine solche Aufteilung reflektiert einerseits die heutige betriebliche Realität und andererseits das Angebot der Hersteller. Und sie hat zudem noch den Vorteil, dass bestimmte Funktionen klar bestimmten Systemtypen zugeordnet werden können. Und die verschiedenen Systeme können entsprechend ihrer Zuordnung verwaltet, geplant, realisiert und betrieben werden. Und ihre Eignung für eine allfällige Auslagerung in eine Cloud kann anhand nachvollziehbarer Kriterien geprüft werden. Die Aufteilung von Enterprise-Lösungen in Systemtypen ist relativ einfach: Man nehme die Aufteilung, die wir bereits in der Informatikgrundausbildung gelernt haben, und stelle jeden der einzelnen Systemtypen in seiner idealisierten Ausprägung dar. Also beispielsweise wird zwischen operativen und dispositiven Systemen und zwischen Systemen für die Verwaltung unstrukturierter Daten unterschieden. Die operativen Systeme lassen sich in branchenspezifische, generelle und Intercompany-Sys­teme unterteilen. Die generellen operativen Systemtypen wären dann ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management) und SCM (Supply Chain Management). Die branchenspezifischen Systemtypen sind beispielsweise Straight Through Processing für Banken, PLM (Product Lifecycle Management) für Industriebetriebe oder Track-and-Trace-Systeme für Logistikunternehmen. Unter die Intercompany-Systeme fallen elektronische Märkte oder Datenaustauschplattformen. Die dispositiven Systeme umfassen MIS (Management Information Systems) und Planungssysteme. Unter MIS sind Systemtypen wie DWH und CPM (Corporate Performance Management) zu finden, während Data Mining, Analytics und Simulationen unter die Planungssysteme fallen. Wissensbasierte Anwendungen, Büroautomation und Multimedia sind Ausprägungen der Systeme zur Verwaltung unstrukturierter Daten. Diese Aufteilung ist im Kasten „Systemtypen“ dargestellt.

Operative Systeme

Die Anwendungen zur Unterstützung der Leistungsprozesse können der Klasse der operativen Systeme zugeordnet werden. Sie unterstützen die Kernprozesse der Wertschöpfungskette wie den Einkauf, die Herstellung oder den Vertrieb sowie die Unterstützungsprozesse wie das Personalwesen, die Finanzen oder das Controlling. Sie können in industrieunabhängige, industriespezifische und firmenübergreifende Systeme eingeteilt werden. Die drei wichtigsten industrieunabhängigen Systemtypen sind ERP, CRM und SCM. ERP-Systeme werden zur Verwaltung der Unternehmensressourcen eingesetzt, während CRM-Systeme für die Pflege der Kundenbeziehungen verwendet werden und SCM-Systeme die Steuerung des gesamten Warenflusses übernehmen. Industriespezifische Systeme oder auch Branchenlösungen sind typischerweise PLM- und PPS-Systeme für die Produktion, Handelssysteme oder Zahlungsverkehrslösungen für Banken, Vertragsmanagement, Vorsorgeverwaltung und Schadensabwicklungsanwendungen für Versicherungen und erweiterte ERP-Systeme für große Produktsortimente oder den Versandhandel für den Handel. Unter die Klasse der Systeme zur Unterstützung firmenübergreifender Prozesse fallen Anwendungen für den elektronischen Datenaustausch und elektronische Marktplätze.

Während die industrieunabhängigen Systeme typischerweise durch Standardprodukte abgedeckt werden, sind industriespezifische und firmenübergreifende Sys­teme oftmals eine Kombination aus Standardsoftware und Individualentwicklung oder -anpassung.

Dispositive Systeme

Die dispositiven Systeme unterstützen die Führungs- und Entscheidungsprozesse in einem Unternehmen. Das umfasst sowohl die kurzfristigen Entscheidungen wie die Mengenplanung für Material oder die Einsatzplanung, also auch langfristige Entscheidungen auf Unternehmensebene. Es kann zwischen Managementinformationssystemen (DWH, EDWH, CPM) und Planungssystemen (Mining, Analyse und Simulation) unterschieden werden. DWH- und EDWH-Infrastrukturen unterstützen den Informationsbedarf eines Unternehmens und halten zu diesem Zweck die relevanten Unternehmensdaten aus verschiedenen operativen Systemen redundant und historisiert vor. CPM werden zur Bereitstellung von Informationen und Messwerten zur taktischen und operativen Steuerung eines Unternehmens eingesetzt. Mining-Systeme unter...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang