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Softwarestädte erleichtern die Brennpunktsuche in komplexen IT-Systemen

Softwarestädte erleichtern die Brennpunktsuche in komplexen IT-Systemen


Softwarekarten geben gezielt Einblicke in Struktur, Beziehungen, Qualität und Entstehungsgeschichte von IT-Strukturen. In virtuellen Städten erkennen IT-Architekten Brennpunkte schneller, zuverlässiger und selbstständiger als bisher. Die Parallelen zu echten Stadtkarten, Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen überraschen selbst Softwareexperten: Die Metapher der Stadt eröffnet einen neuartigen Zugang zu den immer komplexeren Strukturen und Eigenschaften von Software.

Die Herausforderungen bei der Softwareentwicklung steigen kontinuierlich: Softwarearchitekturen großer Unternehmen werden immer aufwändiger zu bewerten, zu steuern und zu pflegen. Gleichzeitig stellen sie erhebliche Investitionen dar, und ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg nimmt zu. Um dem steigenden Rationalisierungsdruck und immer höheren Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, müssen erfolgskritische Informationen in kürzester Zeit aufbereitet und ausgewertet werden können.

Das Projekt „Softwarelandkarten für Systemaudits“ des Münchner IT-Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmens MaibornWolff et al in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sorgt mit der Stadtmetapher für einen neuartigen Zugang und schafft einen ganzheitlichen Überblick über die Entwicklung von Softwaresystemen. Die Stadtkarten führen wesentliche Daten, wie zum Beispiel Strukturinformationen, Komplexitätsmetriken, Abhängigkeiten und die Bauaktivitäten der Entwickler zusammen.

Softwarevisualisierung unterstützt Systemaudits

In Systemaudits bewerten IT-Architekten ein Softwaresystem. Ihr Ziel ist es, klare Handlungsempfehlungen abzuleiten. Dazu müssen sie das System zunächst verstehen und dann analysieren. Softwarelandkarten visualisieren die statischen Strukturen und die Beziehungen innerhalb des Systems. Bei dieser Analyse ist es extrem hilfreich, wenn Qualitätskennzahlen und Bauaktivität auf einen Blick erfasst werden können. Denn solche „Hotspots“ bringen Fehlerrisiken mit sich – es lohnt sich, sie im Auge zu behalten. Wichtig ist es auch, zentrale und große Module zu identifizieren und die Abhängigkeiten zwischen den Modulen zu erfassen.

Moderne IT-Systeme sind mit herkömmlichen Methoden nicht mehr überblickbar. Probleme werden nicht frühzeitig erkannt. Die Ursache liegt in der zunehmenden Größe und Komplexität von Softwaresystemen. Herkömmliche Methoden, Systeme und Qualitätsmerkmale zu visualisieren, scheitern an ihren natürlichen Grenzen:

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