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Zwischen Grundbüchern, Banken und Notaren - Erfahrungen und Herausforderungen

Zwischen Grundbüchern, Banken und Notaren - Erfahrungen und Herausforderungen


Geschäftsprozesse werden heutzutage vielmals unternehmensintern im Rahmen von BPM-Initiativen oder Projekten mit Geschäftsprozessmanagementsystemen, unter anderem auf der Basis von BPEL oder BPMN, automatisiert und eingeführt. Im Rahmen des Projekts Terravis entsteht eine schweizweite Plattform für elektronische Geschäfte zwischen Grundbuchämtern, Banken, Notaren und Handelsregistern, die im Endausbau bis zu 1 000 Umsysteme miteinander verbinden und die Prozesse mit den Beteiligten koordinieren wird. Da wir glauben, dass solche Projekte in Zukunft in der einen oder anderen Facette häufiger vorkommen werden, stellen wir in diesem Artikel die Architektur für solche Projekte vor und berichten über unsere Erfahrungen.

Während viele BPM-Projekte abteilungs- oder unternehmensintern geführt werden, gibt es viele Wertschöpfungsketten, die sich über mehrere Firmen, Unternehmen und sogar staatliche Stellen erstrecken. Geschäftsprozessintegration kann hierbei jeweils bilateral erfolgen oder aber über eine zentrale Integrationsplattform, die viele Partner mit standardisierten Schnittstellen anbindet, um Geschäftsprozesse möglichst standardisiert und somit effizienter ausführen zu können. Letzteres erlaubt Synergieeffekte und verhindert Mehrfachimplementierungen von gemeinsamen Teilprozessen und Softwarefunktionen. Dieser Ansatz, von uns Large Scale Business Process Integration genannt, stellt eine zentrale Prozessdrehscheibe in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit (Abb. 1), die Teilprozesse bei den verschiedenen Prozessbeteiligten miteinander orchestriert.

luebke_terravis_drehscheibe_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Prozessintegration mit Drehscheibe Terravis

Unser Beispiel Terravis

Das Produkt Terravis ist aus dem E-Government-Projekt eGRIS hervorgegangen, wobei die größte Finanzinfrastrukturbetreiberin der Schweiz, SIX (www.six-group.com) im Jahr 2009 die Projektleitung übernahm. Bis Ende 2011 wurden Hypothekargeschäfte und die damit zusammenhängenden notariellen Beurkundungen und Grundbuchanmeldungen ausschließlich auf Papier und auf dem Postweg abgewickelt. Trotz einer gesetzlichen Regelung auf Bundesstufe fehlten Standards und Schnittstellen, da es seitens der Grundbuchämter und Notare keine Veranlassung gab, system- oder gebietsübergreifende Lösungen anzubieten. Im Rahmen des Projekts eGRIS wurden entsprechende Lösungen zusammen mit Vertretern der 26 Kantone erarbeitet und Anfang 2012 erstmals produktiv eingesetzt. SIX betreibt die Plattform Terravis, die drei Hauptmodule beinhaltet:

  • Schweizweites Auskunftsportal...

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