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Business Technology 3.14

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass seit geraumer Zeit auf immer mehr Produkten steht: gluten- und/oder laktosefrei. Selbst auf Produkten, die überhaupt nicht im Verdacht stehen, Weizen oder Milch zu enthalten – wie beispielsweise Sojadrinks – findet sich dieser Hinweis. Aufmerksamen Zeitgenossen wird schnell klar, dass hier smarte Marketingabteilungen am Werk sind und Produkte mit Etiketten versehen, die mehr daraus machen wollen, als sie sind. In manchen Fällen kauft der Kunde so unter Umständen die sprichwörtliche Katze im Sack – diese ist dann aber wenigstens wirklich gluten- und laktosefrei.

Etikettenschwindel oder was sonst?

Ein anderes beliebtes Wort, das für diese Form der Etikettierung herhalten muss, ist „smart“, und davor ist auch die grundsätzlich gluten- und laktosefreie IT nicht gefeit. Inzwischen gibt es Smart Home, Smart Office, Smart City, Smart Factory, Smart Watch, Smart Metering, Smart Case, Smart Phone … Sie können sich nicht vorstellen, was man noch alles findet, wenn man „smart“ in eine Smartsuche eingibt.

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass irgendwas an diesen Produkten oder Konzepten schlecht ist oder sie sich als Katze im Sack herausstellen. Eigentlich möchte ich nur ganz naseweis anmerken, dass „smart“ ein Adjektiv ist, das die Eigenschaft von Personen beschreibt, und nur solche können smart sein. Und jetzt kommen wir zu Ihnen und den Produkten. Was sich hinter allen diese smarten Produkten und Ideen verbirgt, sind smarte Architekten, Ingenieure, Entwickler und Unternehmer, die sich bemühen, Technologie so in unseren Alltag einzuflechten, dass wir Nutzer sie wie selbstverständlich als Teil unseres Lebens wahrnehmen und uns nicht dumm fühlen, wenn wir mit dem Smartphone nicht zurechtkommen. Um das zu erreichen, werden aktuell viele Systeme und Produkte, die wir schon lange kennen und nutzen, in einer Weise weiterentwickelt, modernisiert, verknüpft und optimiert, dass sie diesen Anspruch erfüllen können. Für Sie heißt das nicht nur, dem Marketingetikett zu widerstehen, sondern auch mit agilen Methoden, DevOps oder Lean Innovation Ihre Projekte zu stemmen, um mit dem Markt und den Anforderungen Ihrer Kunden mithalten zu können. Die Artikel dieser Ausgabe stellen dazu einige Überlegungen vor, die hoffentlich dazu führen, dass wir smartoptimierte Smartprodukte von smarten Architekten bekommen.

schrempp_mirko.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur

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