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Einsatz von Home Automation im Enterprise-Umfeld

Smart Office


Home Automation und Smart Home – zwei Begriffe, die mehr und mehr an Aufmerksamkeit gewinnen und das Versprechen geben, über die einfache Integration von neuen und bestehenden Elementen (Lichtschalter, Steckdosen, Heizkörper etc.) den Komfort in den eigenen vier Wänden zu erhöhen und nebenbei durch eine sukzessive Kontrolle die Kosten zu optimieren. Um dieses Versprechen zu halten, haben einzelne Unternehmen und speziell dafür gegründete Konsortien Lösungen entworfen, die am Markt platziert werden. Doch wie sieht es mit der Akzeptanz dieser Out-of-the-box-Lösungen aus? Und gibt es nicht offene Alternativen, die einen Einsatz rechtfertigen? Vielleicht nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Unternehmen?

Möchte man der Werbung Glauben schenken, ist der Mensch aufgrund der digitalen Transformation in einer neuen, smarten Welt angekommen. Jegliche angebotenen Prozesse und Services können online, zu jeder Zeit und natürlich ortsunabhängig durch mobile Geräte ausgeführt, gesteuert und überwacht werden. So ist es nun auch seit einiger Zeit für jede Person möglich, Owner und somit aktiver Teil einer selbst erschaffenen digitalen Transformation zu werden – durch den Einsatz einer Home-Automation-Lösung in einem von ihm genutzten Immobilienobjekt. Energiedienstleister, Produkthersteller und dafür gegründete Konsortien bieten seither unterschiedliche Pakete an, um die Möglichkeit einer vollständigen Kontrolle über das genutzte Objekt und der darin befindlichen Elemente zu erteilen. Doch welche Einfluss- und Akzeptanzfaktoren können auf angebotene Lösungen einwirken? Die nachfolgenden Punkte beschreiben aus meiner Sicht einen Ausschnitt der möglichen Kriterien:

  • Lösungsanbieter (Integrationsplattform): Wird der Markt aus Sicht eines Lösungsanbieters / Konsortiums betrachtet, existieren nur wenige Hersteller, die eine ganzheitliche Basisarchitektur und Infrastruktur (Plattform) für Home Automation anbieten können. Die verfügbaren Lösungen bedienen sich proprietärer Protokolle und lassen sich somit nicht durch Geräte andere Hersteller oder Lösungsanbieter erweitern oder kombinieren. Als Konsequenz müssen daher Endgeräte derselben Hersteller geordert und integriert werden. Somit steigt die Abhängigkeit zum Produktportfolio des Lösungsanbieters, da nur dieser passende Erweiterungen für die Plattform zur Verfügung stellen kann.

  • Endgerätehersteller: Eine Lösungsplattform ist nur dann erfolgreich, wenn auch eine breite Unterstützung und Akzeptanz für diese stattfindet. Unterstützt werden kann dies somit nur durch ein zahlreiches Angebot an sinnvollen Endgeräten, die sich in die Plattform integrieren und über diese steuern lassen. Wird das aktuelle Angebot an Endgeräten betrachtet, kann festgestellt werden, dass nur rudimentäre Geräte (Funksteckdosen, Lichtschalter, Sensoren etc.) verfügbar sind. Andere Arten von Geräten (Kaffeemaschinen, Waschmaschinen etc.) sind entweder nur teilweise oder auch gar nicht verfügbar. Des Weiteren kann man nur dann von „Smart“ sprechen, wenn die Kernfunktionen eines Endgeräts durch die Plattform adressiert werden. Somit sollte auf dem Tablet nicht nur die Möglichkeit existieren, eine Kaffeemaschine an- und auszuschalten, sondern auch alle angebotenen Heißgetränke zuzubereiten. Dies ist jedoch mangels fehlender Standards sowie Schnittstellen oft nicht möglich.

Neben proprietären Plattformen existieren auch Lösungen aus dem Open-Source-Bereich, die bereits über einen sehr hohen Reifegrad verfügen. Diese unterstützen in der Regel offene Kommunikationsstandards und bieten durch verfügbare Konnektoren die Möglichkeit, Gerätetypen zu integrieren, die diese Protokolle unterstützen – herstellerunabhängig. Aufgrund einer hohen Erweiterbarkeit können auch diese Plattformen durch neue, bisher unbekannte Gerätetypen erweitert werden. Der Nachteil liegt jedoch in der Bedienbarkeit des Systems: Benutzer ohne abgeschlossenes Informatikstudium werden es schwer haben, eine Zielplattform aufzubauen und zu integrieren. Eine hohe Abhängigkeit zu proprietären Plattformen von unterschiedlichen Lösungsanbietern, erkauft mit einem einfachen Integrations- und Bedienkonzept, steht einer offenen Plattform mit zahlreichen Konnektoren zur Anbindung von unterschiedlichen Endgeräten für IT-Affine und Bastler gegenüber.

Einsatz im Enterprise-Umfeld

Wenn man für den beschriebenen Home-Automation-Ansatz den Kontext ändert und „Home“ durch „Office“ ersetzt, stellt man fest, dass die Ziele und Ansätze weitgehend identisch sind. Unternehmen möchten einerseits den Komfort für die eigenen Mitarbeiter steigern, dadurch andererseits die Effizienz erhöhen und parallel die Kosten senken. Gleichzeitig ...

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