Business Technology Magazin - 03.2015 - Internet of Things vernetzt alles!


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  August 2015

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Ben Uretsky, Dirk Slama, Gerrit Beine, Rolf Scheuch, Dominik Bial, Sven Bernhardt, Mirko Schrempp, Volker Braun, Philipp Knobelspies, Matthias Bohlen, Inge Hanschke, Daniel Greitens

das Internet of Things ist sicher vieles, nur einfach ist es nicht. Zwischen Hype und Heilsversprechen, von der Spielwiese zur ernsthaften Anwendung, über die von der Politik propagierte Industrie 4.0 bis hin zu neuen Geschäftsmodellen kann das Internet of Things oder IoT seinen Platz finden. Die Frage ist, was man daraus macht. Will man wirklich nur den Kühlschrank automatisch füllen lassen oder lieber eine effiziente Energieversorgung, sollen immer günstigere Sensoren immer mehr Daten liefern, muss das Geschäftsmodell wirklich umgekrempelt werden, oder kann es bleiben, wie es ist? IoT ist auch nicht neu, in der Fertigungsindustrie gibt es schon viele bewährte Einsatzszenarien, vor allem im Bereich der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Also doch wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen? Mitnichten, denn das IoT entwickelt sich rasant weiter, baut bestehende Funktionen aus und bindet neue ein.

Tatsächlich ist ein Aspekt des IoT-Hypes, dass ganz einfach die Anzahl der Geräte bzw. Dinge, die vernetzt werden können, steigt – sei es aus Kostengründen, weil die Sensoren und Geräte günstiger werden, oder weil es z. B. die Entwicklung der Cloud erlaubt, überhaupt mit den großen Datenmengen, die von den Sensoren geliefert werden, umzugehen. Aber die eigentliche Herausforderung von IoT ist, was man aus diesem „Mehr“ macht – und hier wird es wirklich spannend.

Das Internet der Dinge funktioniert nicht ohne Nachdenken

Das „Mehr“ des IoT fällt zusammen mit dem zweiten großen Trend, der Digitalisierung oder digitalen Transformation. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe momentan gleichwertig benutzt, auch wenn Digitalisierung eher den Wechsel von einer analogen in eine digitale Form beschreibt, z. B. in der Rechnungsstellung. Das passiert schon seit vielen Jahren, und im einfachsten Modell werden Prozesse vereinfacht und beschleunigt, aber sonst ändert sich nicht viel.

Die digitale Transformation scheint mir hingegen mehr zu beschreiben. Hier spielen beispielsweise die Digitalisierung, die dadurch gegebene Verfügbarkeit von Daten, der Ausbau der Cloud, die zunehmende Mobilität von Menschen und Maschinen und die Vernetzung im IoT in einer Weise zusammen, die wirklich neue Möglichkeiten eröffnet. Nicht nur können die einzelnen Aspekte technisch leichter kombiniert werden, sie ermöglichen auch völlig neue Geschäftsmodelle. Und hier fängt das Nachdenken an. Das IoT in der digitalen Transformation bietet vor allem die Möglichkeit, Dinge, Daten und Dienstleistungen schnell und einfach zu kombinieren. Gerade Start-ups führen das vor und zeigen den etablierten Unternehmen, wo der Hammer hängt. Start-ups können auf der grünen Wiese starten; scheitern sie, passiert nicht viel. Etablierte Unternehmen arbeiten da schon mit einem größeren Risiko, können und sollten sich aber der Transformation nicht verschließen, denn Start-ups, die nicht scheitern, werden sie überholen. Aber nicht nur die Technik verändert ihre Form; Organisationen und Märkte verändern sich mit, und hier liegen oftmals die eigentlichen Chancen und Risiken. Diese Ausgabe von Business Technologie bietet eine Zusammenstellung von Artikeln, die auf die Licht- und Schattenseiten der digitalen Transformation und des IoT eingehen und dabei die Veränderungen in technischer wie organisatorischer Hinsicht in den Blick nehmen.

schrempp_mirko.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur

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