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Effizientes Business Process Management für das Internet of Things

50 Milliarden Dinge im IoT ohne BPM?


Prozessmanagement ist wahrscheinlich nicht der erste Gedanke, der einem kommt, wenn man an die Integration von Abermillionen Dingen im Internet of Things denkt. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich die meisten IoT-Projekte zunächst auf Themen wie Sensoren, Device-Connectivity, mobile Telekommunikationsinfrastruktur, Event Processing sowie Big Data und Analytics konzentrieren.

Aus Sicht der Basisfunktionalität einer IoT-Lösung ist es sicherlich auch gut und richtig, sich zuerst auf IoT-spezifische Themen zu konzentrieren. Allerdings sollte man nicht aus den Augen verlieren, was passiert, wenn die Lösung signifikante Nutzer- (bzw. „Thing-“)Zahlen erreicht. Spätestens dann wird man feststellen, dass das Internet of Things definitiv auch ein Prozesseffizienzthema ist.

Viele Events der Devices und Assets führen direkt zu Prozessen, die auf diese Events reagieren müssen. In einigen Fällen geschieht das auch indirekt, z. B. über die Korrelation mehrerer Events in einer Complex-Event-Processing-Engine – beispielsweise kann die Überschreitung eines Schwellwerts über einen bestimmten Zeitraum dazu führen, dass ein Fehlerbehandlungsprozess gestartet werden muss. In vielen Fällen wird die Prozessperspektive auch nach der Analyse großer, von Devices und Assets gesammelter Datenmengen relevant. Sicherlich muss für das Anwendungsbeispiel Predic­tive Maintenance zunächst erst einmal das Thema Data Analytics oder sogar Machine Learning gemeistert werden. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes die Sensor­experten und Data Scientists dabei beobachten, wie sie ihre rauchenden Köpfe zusammenstecken, um auf Basis der Sensordaten Hüllkurven und Regelverläufe zu definieren, um darin Ausreißer zu erkennen.

Aber was macht man eigentlich mit der Erkenntnis, dass mit 87,25 Prozent Wahrscheinlichkeit die Hydraulikkomponente einer Maschine zwischen Montag 08:00 und Donnerstag 17:30 Uhr den Dienst verweigern wird? Und was tut man, wenn man diese Art von Information hunderte Male pro Woche bekommt – und das für zehntausende von Maschinen? Genau das ist die Situation, in der Prozessmanagement oder Business Process Management (BPM) ins Spiel kommen sollte. Mit dessen Hilfe lässt sich sicherstellen, dass die Kunden ideal unterstützt werden und die Feldtechniker optimal ausgelastet sind.

Ein anderes gutes Beispiel für den Einsatz von BPM ist der eCall-Service der Europäischen Union, der ab 2018 verpflichtend eingeführt werden soll [1]. Dieser basiert auf einem Beschleunigungssensor im Auto, der im Falle eines Unfalls ein Call-Center benachrichtigt, damit dieses schnellstmöglich Hilfe an die Unfallstelle schickt. Der initiale Fokus des eCall-Projekts wird wohl allerdings darauf liegen, mögliche...

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