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Neue Potenziale für Logistikketten durch Mobile, IoT und Cloud

Digitalisierung in der Sammellogistik


Das Internet der Dinge ist maßgeblicher Treiber und Enabler des Trends zur Digitalisierung, der auch gerne als Industrie 4.0 bezeichnet wird. Anhand eines Beispiels aus der Logistik wollen wir verdeutlichen, welchen Einfluss das Internet der Dinge auf Geschäftsprozesse hat, und wie sich daraus Vorteile für Unternehmen generieren lassen.

Der Trend zur Digitalisierung nimmt immer weiter zu und ist mittlerweile in einer Vielzahl von Fachartikeln und Blogeinträgen beschrieben. Eine Grundaussage treffen die meisten Veröffentlichungen: Sie sagen sowohl eine radikale Transformation unseres heutigen privaten und beruflichen Umfelds als auch enormes Entwicklungspotenzial für Unternehmen voraus. Die Potenziale für Unternehmen ergeben sich durch drei Aspekte, die die Digitalisierung mit sich bringt:

  • Gesteigerter Informationsgehalt: Informationen liegen digital vor und lassen sich damit maschinell, nahezu ohne zeitlichen Verzug, verarbeiten und verteilen. Hierdurch lässt sich die Prozesstransparenz erhöhen, was sich gleichzeitig positiv auf die Qualität von Geschäftsentscheidungen auswirkt.

  • Neue Geschäftsmodelle: Neben neuen Produktideen und optimierten Lösungen sind gewonnene Daten nicht nur für das eigene Unternehmen interessant. Daten können als Serviceleistung angeboten und über verschiedenste Kommunikationskanäle verteilt und bereitgestellt werden. So ist es möglich, zielgerichteter auf Kunden zuzugehen, sowie maßgeschneiderte Angebote zu machen.

  • Proaktives Prozessmanagement: Durch die Entstehung und Verteilung der Informationen lassen sich Geschäftsprozesse in einer noch nicht dagewesenen Art und Weise überwachen und steuern, was eine schnellere Reaktion auf Geschäftsereignisse ermöglicht. Es entsteht die Möglichkeit, proaktiv in Prozesse einzugreifen, wodurch Prozesse und deren Ausführung schnell adaptiert werden können.

Begünstigt werden die angeführten Potenziale durch die Entstehung und Weiterentwicklung von Geräten wie Smartphones, Tablets und Sensoren sowie deren steigende Vernetzung.

Wurde Software in den letzten Jahren hauptsächlich für die Betriebs- und Unternehmensebene entwickelt, adressieren neuere Geräte vornehmlich die Durchführungsebene. Die hierdurch begünstigte, immer weiter voranschreitende Vernetzung fördert dabei die mobile Interaktion mit der Betriebs- und Unternehmens­ebene (Abb. 1).

bial_digitalisierung_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Wert einer Information, angelehnt an [3]

Dahin gehend ist verständlich, warum gerade dem Internet der Dinge (Internet of Things) ein so großes Potenzial zugesprochen wird. Völlig neue Bereiche, die bisher technisch kaum abgedeckt werden konnten, sind jetzt adressierbar. So können komplexe Supply-Chain-Prozesse, die etwa beim Versand von Gütern zum Tragen kommen, optimiert und besser gesteuert werden. Dadurch kommt auch Themen wie Mobile, Cloud Computing sowie Big und Fast Data dank der zusätzlichen Datenmenge noch mehr Bedeutung zu.

Dabei ist IoT nichts gänzlich Neues: Es existieren Analogien wie zum Beispiel SCADA-Systeme in der Produktion [1], in denen bereits heute Sensoren und Aktuatoren zur Steuerung von Abläufen genutzt werden. IoT und Digitalisierung ermöglichen dies nun im großen Stil und ohne räumliche Begrenzung. Anhand solcher Analogien wird deutlich, wie Unternehmensprozesse zukünftig unterstützt und transparenter werden können. Die einzelnen Ebenen stellen sich gegenseitig Informationen zur Verfügung und ermöglichen damit eine gegenseitige Einflussnahme bis hin zum automatisierten Einschreiten und dem Anbieten von Handlungsoptionen.

Voraussetzung zur Nutzung ist, dass unterstützende IT-Systeme und -Strukturen nachvollziehbar und flexibel miteinander in Verbindung stehen. In diesem Zusammenhang ist auch von Multi-Channel Enablement die Rede, also der Anbindung und Nutzung heterogener Systeme in Einklang mit der Unternehmensarchitektur. Eine zentrale Integrationsplattform ist hierbei ein Erfolgsgarant, um verschiedene Kanäle nutzbar machen zu können [2]. Beispielsweise bieten aktuelle soziale Plattformen wie Twitter oder Facebook viele Möglichkeiten, Informationen auf unterschiedlichen Kanälen zu streuen. In diesem Zusammenhang meint Multi-Channel Enablement beispielsweise die automatisierte und individuell auf die Interessen der Adressaten zugeschnittene Platzierung von Werbung. Es beschreibt überdies einen Ansatz, um mehrere Kanäle integrativ und optimiert für einen Verwendungszweck zu nutzen.

Die Logistikbranche, deren Dienstleistung und Wertschöpfung hauptsächlich in der Durchführungsebene liegt, steht durch die Digitalisierung unter noch stärkerem Druck, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten und Wettbewerbsvorteile schneller nutzen zu können. Neue technologische Möglichkeiten können sich als Schlüssel zur Herausbildung von Alleinstellungsmerkmalen erweisen. Die neu entstehenden Kanäle versprechen dabei Möglichkeiten, Kontakte zu Kunden und Partnern zu intensivieren und di...

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