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Prozesse im IoT benötigen einen Agilitätslayer

Agilität goes IoT


Macht hoch die Tür, die Tor macht weit: Das Internet der Dinge ist in der Realität angekommen und wird sowohl unsere Umwelt als auch die Wirtschaft in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Für Unternehmen bieten Daten, die im Internet der Dinge anfallen, viele Möglichkeiten. Abläufe lassen sich im Arbeitsalltag straffen, Wartungsfenster lassen sich besser planen oder komplett neue Geschäftsfelder erschließen. Damit dies gelingt, müssen Unternehmen jedoch aus ihren Daten Erkenntnisse gewinnen und diese Erkenntnisse nutzen, um ihre Prozesse zu optimieren. Eine BPM- und Case-Management-Plattform, die Informationssilos aufhebt und eine agile Entwicklung von Geschäftsanwendungen ermöglicht, ist dabei praktisch unverzichtbar.

Noch sind sich Analystenhäuser wie die IDC, Gartner oder auch Forrester nicht einig: Werden es bis zum Jahr 2020 30 Milliarden Geräte sein, die untereinander vernetzt sind? Sind es vielleicht sogar 50 Milliarden? Zählen Laptops, PCs und Smartphones in diese Statistiken mit hinein? Oder reden wir ausschließlich von über das Internet verbundenen Autos, Häusern und Zahnbürsten? Und: Macht das überhaupt einen Unterschied? Die Analystenhäuser mögen sich hinsichtlich der Details nicht einig sein und auch nicht zu den exakt selben Ergebnissen kommen. In einem jedoch stimmen sie allesamt überein: Das Internet der Dinge und Dienste ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch, und schon in wenigen Jahren wird es über viele Industriezweige hinweg einen großen Mehrwert erzeugen. Die Analysten von Gartner etwa sprechen von 1,9 Billionen Dollar allein im Jahr 2020. Auch aktuelle Schätzungen der IDC schreiben dem Internet der Dinge große Chancen zu. Demnach soll der IoT-(Internet-of-Things-)Markt von 591,7 Milliarden Dollar 2014 bis 2019 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17 Prozent auf 1,3 Billionen Dollar anwachsen.

Wie wichtig das Internet der Dinge sowie die Digitalisierung und Vernetzung der Produktion für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind – auch bekannt unter dem Schlagwort Industrie 4.0 –, zeigt eine Ende 2015 veröffentlichte Umfrage von Bitkom Research und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. An der Umfrage nahmen 554 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbs ab hundert Mitarbeitern teil. Das Ergebnis: Fast vier von fünf der befragten Industrieunternehmen (79 Prozent) sagten aus, dass die Industrie 4.0 bereits jetzt strategisch wichtig oder sogar sehr wichtig für sie ist. Fast ebenso viele (78 Prozent) gehen davon aus, dass die Bedeutung in den nächsten fünf Jahren weiter zunimmt. Überdies nutzen bereits rund vier von zehn Industrieunternehmen (39 Prozent) Industrie-4.0-Lösungen, weitere 22 Prozent planen und 19 Prozent diskutieren das.

Daten wie Sand am Meer

Die Grundlage für die Optimierung zahlreicher Geschäftsprozesse und den Aufbau völlig neuer Geschäftsmodelle bilden Daten, die durch Sensoren, Aktoren und untereinander kommunizierende Geräte anfallen. Für 2020 prognostizieren die Marktbeobachter der IDC eine Datenmenge von rund 40 Zettabytes. Ein Zettabyte, das ist eine Eins mit 21 Nullen. Nach Angaben der IDC entspricht das in etwa 57-mal der Menge an Sandkörnern aller Strände der Erde. Und als wäre das nicht schon genug, soll sich der Datenbestand auch noch alle zwei Jahre weiter verdoppeln.

Unternehmen können diese Daten nutzen, um Prozesse zu verbessern und zu automatisieren, hohe Standards zu sichern oder neue Geschäftsfelder zu erschließen. Damit dies gelingt, müssen sie aus ihren Daten allerdings zunächst Erkenntnisse gewinnen und diese Erkenntnisse anschließend in Handlungen umsetzen. Das bedeutet aus technologischer Sicht, dass Unternehmen in einem ersten Schritt Daten aus unterschiedlichen IT-Systemen zusammenführen müssen. Die Herausforderung: Viele IT-Systeme sind in sich geschlossen und nicht in der Lage, miteinander zu kommunizieren, so entstehen Informationssilos. Unternehmen, die aus ihren Daten Erkenntnisse gewinnen wollen, müssen ihre Daten aus diesen Informationssilos befreien und sinnvoll miteinander in Bezug setzen.

Zahlreiche Unternehmen setzen auf bimodale IT

Eine große Herausforderung beim Zusammenführen der Daten ist für viele Unternehmen ihre historisch gewachsene IT-Landschaft. Hinzu kommt oftmals noch die Trennung zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen ...

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