© ESA – contains modified Copernicus Sentinel data 2017
Daten aus dem All machen die Telekom Cloud für jeden verfügbar

Big Data aus dem All


Das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der europäischen Weltraumbehörde ESA erstellt Satellitenbilder des Planeten. Zwanzig Terabyte an Daten kommen dabei jeden Tag zusammen. Daten, die die ESA über die Open Telekom Cloud für jeden verfügbar macht.

Traktor, Pflug und Mähdrescher reichen für Landwirte längst nicht mehr aus. Wer heute sein Feld erfolgreich bestellen und effektiv sowie nachhaltig zugleich produzieren will, der greift auf ein außerirdisches Werkzeug zurück: Sentinel-2A. Der rund 1 000 Kilogramm schwere ESA-Satellit gehört zum Erdbeobachtungsprogramm Copernicus und fliegt in einem polaren Orbit um den Planeten herum. Gemeinsam mit dem Sentinel-2B bildet er dabei ein Gespann, das mit einer Abtastbreite von 290 Kilometern die Erdoberfläche scannt.

Big Data statt Bauernregel

Zehn Tage braucht das Satellitenpaar, dann hat es die gesamte Erde in einer Auflösung von 10 x 10 Metern erfasst. Nicht nur im sichtbaren Lichtspektrum, sondern auch im Infrarotbereich, um etwa die Pflanzenvitalität und photosynthetische Aktivität zu erfassen. So zeigen die Bilder dann, wo auf den Feldern aufgrund von Nährstoffdefiziten mehr Düngemittel nötig sind oder welche Gebiete mehr Wasser brauchen. Landwirte sehen, wo mehr Pflanzen gedeihen und wo wachstumsschwache Bereiche sind. Die Sentinel-2-Satelliten erkennen im Detail das, was dem menschlichen Auge in Gänze verborgen bleibt. Vorteil für den Bauern: Mit den Informationen aus dem Orbit minimiert er das Risiko von Ernteverlusten und erhöht die Wirtschaftlichkeit – Big Data aus dem All statt Bauernregeln.

Nicht nur Landwirte arbeiten mit den Daten des Copernicus-Programms (Kasten: „Copernicus – Europas Wächter im All“), sondern auch Reedereien, Versicherungen und Bauunternehmen. Die Copernicus Data and Information Access Services, kurz DIAS, stellt die Informationen in der Open Telekom Cloud für jedermann kostenlos bereit. Das Ziel der ESA: Jeder soll die Daten aus dem All einfach nutzen können – ohne aufwendige Datentransfers, ohne Investitionen in eigene IT-Infrastruktur und ohne Spezial-Know-how.

Copernicus – Europas Wächter im All

Im Jahr 1998 legten die Europäische Weltraumbehörde ESA und die Europäische Kommission den Grundstein für das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. 2014 nahm Copernicus seinen Betrieb auf. Seitdem wachen Satelliten über den Gesundheitszustand des Planeten: Mit Sensoren und Kameras liefern die Trabanten kontinuierlich Bilder und Informationen von Landmassen, Ozeanen und der Atmosphäre...

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