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Erfolgreiche Festpreisprojekte durch flexiblen Inhalt

Business Value trotz Festpreis


Viele Projekte scheitern und erzielen nicht den erhofften Business Value. Gerade bei Festpreisprojekten besteht die Gefahr, dass die Festlegung auf Zeit, Kosten und Inhalt dazu führt, die Qualität, Kundenzufriedenheit und den Geschäftswert aus den Augen zu verlieren. Nach Meinung des Autors kann nur durch einen flexiblen Umgang mit dem Inhalt der Business Value eines Projekts maximiert werden – trotz festem Preis.

Individualsoftware zu bauen ist komplex, bietet aber auch das größte Potenzial, hohen Geschäftswert zu erzeugen. Unternehmen können damit Wettbewerbsvorteile realisieren, wenn die neu entwickelte Software beispielsweise Geschäftsprozesse effizienter umsetzt als die Mitbewerber oder ein ganz neues Produkt im Markt positioniert werden kann. Hierbei handelt es ich um einen echten Geschäftswert, weil das Unternehmen mithilfe der Software entweder günstiger produzieren kann oder ein Alleinstellungsmerkmal hat, das zu höheren oder stabilen Preisen führt. In der Vergangenheit haben wir uns als IT allerdings einen schlechten Ruf erarbeitet, da solche Projekte oft scheitern oder zumindest nicht den erhofften Geschäftswert erzielen. Mit dem Modell des „Festpreisprojekts“ sollte das Risiko für den Kunden minimiert werden, allerdings mit geringem Erfolg. Grund hierfür ist der falsche Fokus dieser Projekte. Das grundsätzliche Problem mit Festpreisprojekten ist, dass in den meisten Fällen eben nicht nur der Preis festgeschrieben wird, sondern auch Inhalt und Termin. Das wird im Projektmanagement gerne auch „Magisches Dreieck“ genannt. Das Management dieser drei Zielgrößen führt in klassischen Festpreisprojekten dazu, dass eben nicht mehr der Geschäftswert im Fokus des Projekts steht:

  • Das „Change Management“ beschäftigt sich mit der inhaltlichen Abgrenzung des Projekts. Der Kunde soll genau das erhalten, was er im Pflichtenheft aufgeschrieben hat. Abweichungen von dieser „Baseline“ werden als Änderung erfasst und weichen somit vom Umfang des Festpreisprojekts ab. Je später solche Änderungen im Projektverlauf eingestellt werden, desto teuerer ist in der Regel deren Umsetzung. Viele Kalkulationen von Festpreisen gehen schon beim Angebot davon aus, dass das Projekt nur über die Änderungen profitabel wird. Oft werden Änderungen deshalb auch vom Kunden nicht beauftragt, mit der Konsequenz, dass weniger Geschäftswert erzeugt wird oder teilweise sogar keiner, weil nicht die Software gebaut wird, die der Kunde benötigt, sondern die, die zu Beginn des Projekts spezifi...

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