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Eine kritische Auseinandersetzung

Der ROI der Cloud


Ein Qualitätsserver mit drei Jahren Vorortservice und den üblichen redundanten Komponenten, auf dem man zwei virtuelle Windows-Server-2008-Instanzen betreiben kann, kostet inklusive Lizenzen rund 2000 Euro. Kauft man die beiden virtuellen Server bei den Cloud-Platzhirschen Microsoft Windows Azure oder Amazon AWS, kosten sie in drei Jahren etwas mehr als 3500 Euro. Wo bleibt der fantastische Return of Investment (ROI), der von den Cloud-Anbietern immer betont wird? Ist On-Premise doch die günstigere Lösung? Welche Rolle spielen schwer quantifizierbare Elemente wie Risiko, Unabhängigkeit und Flexibilität? Lassen Sie uns gemeinsam einen kritischen Blick auf den ROI der Cloud werfen.

Ein allgemein gültiger Kostenvergleich zwischen Cloud und on-premise ist schwierig. Würden wir ein Szenario zugrunde legen, bei dem eine neu gegründete Firma die Wahl zwischen dem Aufbau eines halbwegs ausfallsicheren Rechnerraums mit baulichen Maßnahmen, Netzwerktechnik, USV, Back-up-Infrastruktur, Load Balancern, Server, Lizenzen usw. und dem Betrieb der Server in der Cloud hat, würde die Cloud mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als strahlender Sieger hervorgehen. Umgekehrt hätte die Cloud keine Chance, wenn man sie gegen ein bestehendes Rechenzentrum antreten ließe, in dem man für ein Projekt nur einen zusätzlichen virtuellen Server auf sowieso schon vorhandener Infrastruktur starten würde. In beiden Fällen vergleicht man Äpfel mit Birnen.

IaaS

Bei IaaS-(Infrastructure-as-a-Service-)Angeboten [1] ist ein direkter Kostenvergleich mit Servern, die on-premise installiert werden, bis zu einem gewissen Grade seriös möglich. Ein Cloud-Anbieter kümmert sich um Hardware, Netzwerk und in der Regel auch die Lizenzen des Betriebssystems. Alles Weitere liegt in der Hand des Kunden. Anstatt die Hardwarekomponenten zu bestellen und zu installieren, meldet man sich bei einem Anbieter wie Amazon AWS [2] an, klickt im Verwaltungsportal auf einige Buttons und stellt sich auf diese Weise die benötigte Infrastruktur zusammen. Über ein VPN kann man seine Elemente in der Cloud schließlich mit dem lokalen Netz verbinden und schon ist man betriebsbereit. Updates einspielen, Serversoftware wie Datenbanken oder Webserver installieren, diese Dinge bleiben in der Verantwortung des jeweiligen Administrators. An diesem Aufwand ändert sich also nichts. Man kann von den Betriebskosten her die Cloud mit der lokalen Alternative vergleichen. Schwierig dabei ist jedoch die Bewertung der Soft Facts....

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