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IT-Architektur ist mehr als nur das Erstellen von Konzepten

IT-Architektur zwischen Elfenbeinturm und Drecksarbeit


Gute IT-Architektur wird an ihren Auswirkungen erkannt. Es sind die Gestalt der IT-Landschaft, die Prozesse für (Weiter-)Entwicklung und der Betrieb der informationsverarbeitenden Sys­teme der Unternehmung. Zu oft erschöpfen sich die Architekturarbeit und deren Bewertung darin, dass schöne Darstellungen und umfangreiche Konzepte erstellt und dann bewundert werden. Der Business Value solcher IT-Architektur hält sich in Grenzen. Um den umfassenden Business Value zu bestimmen, müssen Nutzen und Kosten der IT-Architektur auch definiert und erfasst werden. An praktischen Beispielen zeigt dieser Artikel, wie bei einer wirkungsvoll umgesetzten Architektur der Business Value ermittelt werden kann.

„Business Value“ [1] ist ein schillernder Begriff. Er drückt aus, dass nicht nur der unmittelbare finanzielle Nutzen einer Aktivität betrachtet werden soll, sondern auch die indirekten oder erst später eintreffenden Erfolge, die für das Unternehmen aus der Aktivität entstehen. Die Ergebnisse der IT-Architektur sind von Natur aus langfristig und wirken aufgrund der Zeit für die Umsetzung erst mit einiger Verzögerung. Für die Kunden einer Unternehmung sind Eigenschaften wie Qualität der Produkte, Lieferbereitschaft, Preis etc. für einen Kauf ausschlaggebend. Die IT-Architektur liegt dahinter verborgen und wird nie im Vordergrund stehen. Trotzdem wird niemand bestreiten, dass IT im Allgemeinen und IT-Architektur im Besonderen einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg leisten. Wenn dem nicht so wäre, so würde wohl auf den Einsatz einer so kostspieligen Spielerei verzichtet. Eine gute IT-Architektur ist für den Erfolg einer Unternehmung notwendig, aber allein nicht hinreichend. Der Business Value für die IT-Architektur kann in verschiedenen Bereichen gesucht werden, zum Beispiel als Customer Value, Partner Value etc.

Die Betrachtung des Business Value ist unvollständig, wenn nur der Nutzen berücksichtigt wird. Der damit verbundene Aufwand gehört ebenso in die Betrachtung, und das Wirtschaftlichkeitsprinzip verlangt, dass Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis zu einander stehen. Sicher gibt es immer wieder Projekte, bei denen ein möglicher Nutzen, zum Beispiel wegen regulatorischer Anforderungen, nicht bezifferbar ist, die aber um des schieren Überlebens willen durchgeführt werden müssen. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip gilt jedoch auch hier, das heißt die Leistung ist mit optimalem Aufwand zu erbringen. Die Gegenüberstellung von Aufwand und Nutzen erfolgt ...

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