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Wie manage ich Kosten, die durch soziale Reibungsverluste entstehen?

Kostenfaktor soziale Reibung


In jedem Projekt entstehen Kosten durch soziale Reibungsverluste wie mangelnde Kommunikation oder schwelende Konflikte. Diese Tatsache kennt jeder Projektleiter aus der Praxis. In der Theorie wird sie durch Tuckmans Teamphasenmodell bestätigt. Die Konfliktkostenstudie von KPMG gibt Antworten darauf, wie hoch die Kosten für diese Reibungsverluste sind. Ein aktiver Umgang mit dem Thema Konfliktkosten hilft, Projektziele zu erreichen und Kosten zu sparen. Wenig sinnvoll sind hier die beliebten einmaligen Besuche im Klettergarten oder Ähnliches. Dort laufen meist nur die gleichen problematischen Gruppenprozesse wie im Projektalltag ab. Wie gehen Sie also sinnvoll und effektiv an das Thema heran?

Das Teamphasenmodell von Tuckman ist allgemein anerkannt und dürfte Bestandteil fast jeder Ausbildung zum Projektmanager sein. Eine wesentliche Erkenntnis aus diesem Modell ist, dass Konflikte im Team unvermeidbar sind. Für die Leser, die das Modell nicht kennen, soll es kurz beschrieben werden. Abbildung 1 zeigt eine vereinfachte Darstellung des Modells. Das Modell der Teamuhr beschreibt die Phasen, die ein Team mit der Zeit durchläuft. Dies gilt nicht nur für komplett neue Teams, sondern auch, wenn ein neues Mitglied zu einem existierenden Team hinzukommt. Die Teamuhr beschreibt also den Verlauf der sozialen Interaktion. Je nachdem, wie gut sich die Teilnehmer eines Teams bereits kennen, sind die Prozesse unterschiedlich stark ausgeprägt. Ich möchte diese Prozesse hier nur kurz skizzieren. Für ein tieferes Verständnis der Teamuhr sei der Leser auf [1] verwiesen.

preussig_sozialeReibung_AbbTeamphasen_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Teamphasenmodell nach Tuckman

Der Teamprozess der Teamuhr beginnt am Anfang mit einer „Forming“-Phase, in der die einzelnen Teilnehmer sich eher vorsichtig und höflich verhalten, Konflikte vermeiden und versuchen, die anderen einzuschätzen und kennenzulernen. Danach folgt die „Storming“-Phase, in der die Teilnehmer beginnen, ihre Meinung offen auszusprechen, und sich – wenn nötig durch kleinere Machtkämpfe – innerhalb des Teams zu positionieren. In der anschließenden „Norming“-Phase wird der Austausch untereinander wieder freundlicher und es etabliert sich eine Gruppenstruktur. Dann endlich kann das Team in die „Performing“-Phase eintreten, die von guter Zusammenarbeit und hohem Commitment geprägt ist.

Kosten durch soziale Reibung sind unvermeidbar

In größeren Projekten gibt es oft den Fall, dass die Teams neu zusammengestellt werden und dass einzelne Teammitglieder während des Projekts wechseln. ...

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