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Ökonomisch entscheiden mit der CBAM-Architekturbewertungsmethode

Wie Architektur vom Nutzen kostet


Architektur, egal ob auf Software- oder Sys­temebene, beschäftigt sich mit fundamentalen, schwer zurückzunehmenden Entscheidungen. Die größten Kompromisse bei diesen Entscheidungen haben meist auch das Projektbudget mit im Mix. Unterschiedliche Alternativen kosten unterschiedlich viel, verbrauchen unterschiedlich viele Ressourcen, haben unterschiedliche Risikolevels und erfüllen Anforderungen unterschiedlich gut. Hier kommt CBAM ins Spiel, die Cost Benefit Analysis Method der Carnegie Mellon Universität.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ihr Projekt steht am Beginn der Realisierungsphase, zentrale Architekturentscheidungen stehen an. Qualitätsanforderungen wie Verfügbarkeit, Wartbarkeit, Sicherheit oder Skalierbarkeit stehen als grobe Idee im Raum. Beim Blick auf das Projektbudget kommen Ihnen diese Ideen leider teilweise abgehoben vor. Man bräuchte mehr Leute, mehr Budget oder mehr Vorlauf, um diese Vorstellungen umzusetzen. Bemühungen, die geforderten Qualitäten zu priorisieren, scheitern oft daran, dass Ihr Kunde alles als wichtig, nichts als vernachlässigbar einstuft. Was tun?

Keinen Nerv getroffen? Wie wäre es damit: Sie sind im Begriff, eine Architekturentscheidung zu treffen, die schon länger im Raum steht. Da es sich um eine zentrale, schwer zurückzunehmende Entscheidung handelt, wollen Sie sich sicher sein, das Richtige zu tun. In Review- und Feedbackrunden mit Architekten, Entwicklern und Leuten vom Betrieb wurde das Konzept als vielversprechend erkannt. Leider führt die Umsetzung der Entscheidung das Projekt wohl nah an die gesetzten Budgetgrenzen heran. Wäre es sinnvoll, eine nicht ganz so optimale Alternative in Betracht zu ziehen, die das Projektbudget besser schont? Manövriermasse ist bei der Softwareentwicklung und der ihr innewohnenden Unsicherheit immer wichtig. Oder?

Falls Sie noch immer kein Interesse an diesem Artikel haben, starte ich einen allerletzten Versuch (Falls Sie obige Fragen bereits zu neugierig gemacht haben, können Sie diesem Absatz auch überspringen): Ihr System ist bereits in Verwendung, allerdings sind zentrale Schwächen offensichtlich. Das System ist zu schwer anpassbar, Erweiterungen kosten zu viel, Benutzer beschweren sich über die Performanz oder sie befürchten ein Problem mit der zukünftigen Last. Sie haben eine ganze Reihe von möglichen Änderungen an der Architektur im Kopf, aber womit beginnen Sie? Welche Änderung bringt den größten Nutzen? Welche Optionen sollten Sie auf jeden Fall umsetzen, wenn Ihr Bu...

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