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Prinzipien von Continuous Delivery für die Anwendungskonfiguration nutzen

Continuous Delivery für Customizing


Das Erstellen von Build-Artefakten und der Durchlauf eines identischen Builds durch die Deployment-Pipeline sind zwei wichtige Punkte beim standardisierten und automatisierten Release einer Anwendung. Neben dem Build-Artefakt existieren im Continuous-Delivery-Prozess noch die Infrastruktur- und die Anwendungskonfiguration. Zur Verwaltung und Bereitstellung der Infrastrukturkonfiguration existieren Techniken wie Infrastructure as Code. Die Anwendungskonfiguration wird jedoch als gegeben dargestellt. Häufig wird sie auf den verschiedenen Umgebungen per Hand erstellt und verwaltet. Mit diesem Artikel wird ein Konzept vorgestellt, das die Verwaltung und Bereitstellung der Anwendungskonfiguration im Continuous-Delivery-Prozess ermöglicht.

Viele Geschäftsmodelle und -prozesse unterliegen einem starken Wandel, die gegenwärtige IT-Industrialisierung [1] und die Fähigkeit zu Veränderungen sind neue Anforderungen, die bestehende IT-Systeme unterstützen müssen. Selbst einst sichere und beständige Geschäftsmodelle wie die der Taxizentralen [2] und Energieversorger [3] haben sich in den letzten Jahren verändert. Die IT-Industrialisierung übernimmt die Prinzipien der industriellen Fertigung wie Standardisierung und Automatisierung, kontinuierliche Verbesserung, Modularisierung und Konzentration auf die Kernkompetenzen. Doch diese Prinzipien wurden noch nicht überall angewendet.

Bei Geschäftsanwendungen ist ein Teil der Logik über die Konfiguration, auch Customizing genannt, abgebildet. Customizing wird oft stiefmütterlich behandelt, obwohl es eine Anwendung direkt beeinflusst. Den Software-Lifecycle dieser Geschäftsanwendungen betreuen Entwicklung, Betrieb und Fachbereich. Während Entwicklung und Betrieb auf eine Vielzahl an Tools zurückgreifen können, gibt es zur Verwaltung des Customizings oft nur selbstentwickelte Tools oder Skripte, die einzelne Probleme lösen. Diese sind oft sehr technisch und können nicht vom Fachbereich genutzt werden. Dieser ist somit auf den Betrieb angewiesen, wodurch Zeit- und Kommunikationsaufwand entsteht.

In den letzten Jahren entstanden Ideen und Konzepte, mit denen es möglich ist, Änderungen beim Betrieb von Anwendungen, z. B. am Quellcode, schneller umzusetzen. Diese Ansätze schreiten erst langsam voran und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Entstehung Continuous Delivery

Continuous Delivery (CD) ist ein solcher Ansatz und im Wesentlichen die Weiterentwicklung von Continuous Integration (CI) und den darum entstandenen Konzepten. ...

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