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Digitale Transformation aus der Sicht eines IT-Dienstleisters

Das neue Produktverständnis


Die digitale Transformation und ein neues Produktverständnis bestimmen aktuell den Markt zum einen für IT-Dienstleister, zum anderen für fast jede Branche, die IT in irgendeiner Form für ihr Geschäft braucht. Business Technology hat sich mit Stephan Müller, Managing Director, und Christian Meder, CTO, von inovex über die Auswirkungen der digitalen Transformation unterhalten. Die inovex GmbH selbst ist ein unabhängiger süddeutscher IT-Dienstleister, der in den letzten fünfzehn Jahren von vier auf 150 Mitarbeiter gewachsen ist und durch eine breit gefächerte Technologiekompetenz zu den Hidden Champions der digitalen Entwicklung zählt.

Business Technology: Was ist die digitale Transformation? Was bedeutet sie für eure Kunden, die sie mitgehen müssen? Aber vor allem: Was bedeutet sie für die IT-Abteilungen, die bisher vielleicht im Keller versteckt waren, oder für Dienstleister, die bloß ausgeführt haben, was der Kunde glaubte zu wollen? Was steckt im Kern der digitalen Transformation – wo ist die Innovation, was ist das Neue?

Stephan Müller: Mit der digitalen Transformation verändert sich ganz klar der Stellenwert der IT. Früher war sie nur ein Teil des Unternehmens, der dabei geholfen hat, Produkte zu erstellen. In vielen Unternehmen war die IT klassischerweise eine Kostenstelle – sehr oft auch unter dem Finanzressort aufgehängt – und hatte als einzige Aufgabe, das Unternehmen bzw. die Systeme am Laufen zu halten. Innovativ musste sie nicht sein. Und das ist ein Problem, das wir heute in Unternehmen haben: Wenn man über IT-Budgets spricht, geht es fast immer um Instandhaltungsbudgets und nur selten um Innovationsbudgets. Die digitale Transformation erfordert nun, dass Unternehmen IT als Business-Enabler betrachten und sich überlegen: Wie kann die IT dabei helfen, eventuell rückläufige Geschäftsmodelle wieder zum Leben zu erwecken oder ganz neue zu entwickeln? Die Antwort auf diese Frage hat eine technologische, aber auch eine kulturelle Komponente.

Christian Meder: Wir kommen aus dem süddeutschen Raum, und dort ist die Autoindustrie das klassische Beispiel. Viele Jahre lang haben wir jetzt gehört, dass man mit IT keine Autos baut, dass sie nicht zum Kerngeschäft gehört. Das hat sich spätestens 2014 geändert, weil jetzt alle über Connected Cars reden und auch darüber nachdenken, wie man sich durch IT im Wettbewerb differenzieren kann. Den Automobilunternehmen ist inzwischen klar geworden, dass gerade das Thema der Infotainment-Systeme für die jüngere Gener...

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