© iStockphoto.com/pagadesign
Business Technology Magazin
Innovation Tokens

Gegen Romantik und Überflutung

Zu oft werden in Softwareprojekten zu viele neue Dinge gleichzeitig ausprobiert, ohne dass der Business Value erkennbar wäre - und vor allem, ohne die Risiken vorher abzuschätzen. Eine Möglichkeit, die Technologieüberflutung zu vermeiden, sind Innovation Tokens. Mit ihnen lassen sich Innovationen in geregeltere Bahnen lenken und bieten eine Grundlage für weniger emotionale Technologiediskussionen.

Alexander Heusingfeld


Eine neue Technologie ins Unternehmen oder Projekt einzubringen, verursacht Kosten. Aber sind wir uns wirklich im Klaren darüber, über welche Kosten wir hier sprechen? Wenn wir ein Team von erfahrenen Java-Entwicklern haben, wird der Vorschlag, neue Anforderungen an unsere Anwendung mit Python umzusetzen, vermutlich Stirnrunzeln hervorrufen. Denn uns wird relativ schnell bewusst, dass die Anwendung dadurch komplexer werden würde. Wir würden uns fragen, ob das Team dies handhaben kann und ob unser Betrieb dem gewachsen ist.

Lautet der Vorschlag aber beispielsweise, die Daten unserer Anwendung in verschiedene NoSQL-Datenbanken aufzuteilen, die auf die jeweiligen Datenstrukturen und ihre Anwendungsfälle optimiert sind, bekommen wir stattdessen oft ganz andere Aussagen zu hören. Nämlich: Gute Idee, wir nutzen das beste Tool für den jeweiligen Job. Zu leicht vergessen wir, uns vorab schon die vielleicht unangenehme Frage zu stellen: Kann mein Team, ja, unsere Organisation, ein System mit diesen Technologien überhaupt betreiben?

Heutzutage sind Unternehmen ständig gefordert, einen Spagat auszubalancieren. Auf der einen Seite bringt zu viel Innovation in Form von neuen Technologien und Prozess- oder Organisationsveränderungen Unruhe und Unsicherheit ins Unternehmen. Auf der anderen Seite müssen Unternehmen innovativ sein, um am Markt gegen den Mitbewerber zu bestehen und gleichzeitig gute Mitarbeiter anzulocken. Aber es wäre natürlich auch unvernünftig, Innovation in Form von neuer Technologie generell auszuschließen. Bei einigen großen oder mittelständischen Firmen durften wir derartige Bemühungen beobachten, die teilweise einen großen Anteil daran hatten, dass diese Unternehmen von ihren Mitbewerbern überholt wurden. Die Frage ist also: Wie viel Innovation und Neuerungen sollen wir zulassen? Was ist das richtige Maß? Um diese Frage zu beantworten, soll uns die Idee der Innovation Tokens helfen.

Die Idee hinter Innovation Tokens

Die Idee von Innovation Tokens besteht darin, dass ein Team für die Umsetzung einer bestimmten Anforderung nur eine begrenzte Anzahl an Tokens zur Verfügung hat. Die genaue Anzahl hängt von den Fähigkeiten und der Einsatzbereitschaft des Teams und der Organisation ab. Die Anzahl der Tokens hängt aber nicht vom Umfang der Anforderung ab. Wenn die Anforderung groß ist, war es in unseren Projekten bisher nie effektiv, diese mit noch mehr Technologie zu erschlagen. Dies führte eher zum gegenteiligen Effekt. Des Weiteren haben wir auch noch ...

Business Technology Magazin
Innovation Tokens

Gegen Romantik und Überflutung

Zu oft werden in Softwareprojekten zu viele neue Dinge gleichzeitig ausprobiert, ohne dass der Business Value erkennbar wäre - und vor allem, ohne die Risiken vorher abzuschätzen. Eine Möglichkeit, die Technologieüberflutung zu vermeiden, sind Innovation Tokens. Mit ihnen lassen sich Innovationen in geregeltere Bahnen lenken und bieten eine Grundlage für weniger emotionale Technologiediskussionen.

Alexander Heusingfeld


Eine neue Technologie ins Unternehmen oder Projekt einzubringen, verursacht Kosten. Aber sind wir uns wirklich im Klaren darüber, über welche Kosten wir hier sprechen? Wenn wir ein Team von erfahrenen Java-Entwicklern haben, wird der Vorschlag, neue Anforderungen an unsere Anwendung mit Python umzusetzen, vermutlich Stirnrunzeln hervorrufen. Denn uns wird relativ schnell bewusst, dass die Anwendung dadurch komplexer werden würde. Wir würden uns fragen, ob das Team dies handhaben kann und ob unser Betrieb dem gewachsen ist.

Lautet der Vorschlag aber beispielsweise, die Daten unserer Anwendung in verschiedene NoSQL-Datenbanken aufzuteilen, die auf die jeweiligen Datenstrukturen und ihre Anwendungsfälle optimiert sind, bekommen wir stattdessen oft ganz andere Aussagen zu hören. Nämlich: Gute Idee, wir nutzen das beste Tool für den jeweiligen Job. Zu leicht vergessen wir, uns vorab schon die vielleicht unangenehme Frage zu stellen: Kann mein Team, ja, unsere Organisation, ein System mit diesen Technologien überhaupt betreiben?

Heutzutage sind Unternehmen ständig gefordert, einen Spagat auszubalancieren. Auf der einen Seite bringt zu viel Innovation in Form von neuen Technologien und Prozess- oder Organisationsveränderungen Unruhe und Unsicherheit ins Unternehmen. Auf der anderen Seite müssen Unternehmen innovativ sein, um am Markt gegen den Mitbewerber zu bestehen und gleichzeitig gute Mitarbeiter anzulocken. Aber es wäre natürlich auch unvernünftig, Innovation in Form von neuer Technologie generell auszuschließen. Bei einigen großen oder mittelständischen Firmen durften wir derartige Bemühungen beobachten, die teilweise einen großen Anteil daran hatten, dass diese Unternehmen von ihren Mitbewerbern überholt wurden. Die Frage ist also: Wie viel Innovation und Neuerungen sollen wir zulassen? Was ist das richtige Maß? Um diese Frage zu beantworten, soll uns die Idee der Innovation Tokens helfen.

Die Idee hinter Innovation Tokens

Die Idee von Innovation Tokens besteht darin, dass ein Team für die Umsetzung einer bestimmten Anforderung nur eine begrenzte Anzahl an Tokens zur Verfügung hat. Die genaue Anzahl hängt von den Fähigkeiten und der Einsatzbereitschaft des Teams und der Organisation ab. Die Anzahl der Tokens hängt aber nicht vom Umfang der Anforderung ab. Wenn die Anforderung groß ist, war es in unseren Projekten bisher nie effektiv, diese mit noch mehr Technologie zu erschlagen. Dies führte eher zum gegenteiligen Effekt. Des Weiteren haben wir auch noch ...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang