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Business Technology Magazin
Gegen Dark Data im Unternehmen

Vorhandenes Wissen richtig nutzen

Unter Analysten gilt das automatisierte Auswerten, Verknüpfen und gewinnbringende Aufbereiten von Informationen aus sämtlichen Datenquellen im Unternehmen als das nächste große Ding. Moderne Enterprise-Search-Lösungen vereinen schon heute Techniken wie Web Harvesting, Entities, Machine/Deep Learning oder Methoden der künstlichen Intelligenz, um das im Unternehmen vorhandene Wissen in seiner gesamten Breite und Tiefe nutzbar zu machen. Alle Unternehmensebenen profitieren von leichter zugänglichen Informationen, die Geschäftsprozesse beschleunigen und fundiertere Entscheidungsgrundlagen liefern.

Daniel Fallmann


Der Seufzer von Siemens-Chef Heinrich von Pierer ging um die Welt: „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“, so der Vorstandschef bei einer Pressekonferenz in München im Jahr 1995, „dann wären unsere Zahlen noch besser.“ Wo wir auch schon beim Thema wären. Bereits 1995, in dem Jahr erschien Windows 95 und die Intel-Pentium-Prozessoren wurden eingeführt, war dem Siemens-Vorstandschef bereits bewusst, dass es versteckte Informationen im Unternehmen gab, die wahrscheinlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens beitragen könnten. Diese Erkenntnis ist heute präsenter denn je. In Unternehmen schlummern große Mengen an Informationen und es werden täglich mehr (Abb. 1).

Abb. 1: Prognose zum Volumen der jährlich generierten digitalen Datenmenge weltweit in den Jahren 2005 bis 2020 (in Exabyte) (Quelle: Statista)

Durch den zunehmenden Einfluss der Digitalisierung werden unabhängig von der Branche noch mehr Daten produziert, die unstrukturiert gespeichert werden und in verschiedenen Formaten wie Videos, Bilddateien oder Messenger-Nachrichten vorhanden sind. Diese Anhäufung (Big Data) von strukturierten, unstrukturierten und semi-strukturierten Daten hat auch zur Folge, dass ein Teil davon durchs Raster fällt. Gartner wählte dafür den Ausdruck Dark Data, also nicht analysierte Informationen oder Informationen, die gespeichert wurden und danach aber nicht mehr verwendet werden. In diesen Daten schlummert oft riesiges Potenzial, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen.

Abgesehen von der vorgegebenen Datenspeicherung hat jede Fachabteilung ganz individuelle Ansprüche, wenn es um ihre Informationen geht. Beispielsweise interessiert es die Einkaufsabteilung, welche Zertifikate ein Lieferant hält, während eine Wartungscrew wissen möchte, welche Informationen zu dem Bauteil X vorhanden sind, das in der Maschine Y verbaut ist.

Mit den entsprechenden Tools ist es heute ohne großen Aufwand möglich, vorhandene Daten zu analysieren, zu verknüpfen und die vorhandenen Informationen abzurufen. Enterprise-Search-Systeme blicken dabei auf eine lange Tradition zurück und bilden die Basis für modernes Wissensmanagement. Doch die Anforderungen an die Systeme haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Vorgelebt und gelernt von Internetsuchmaschinen, geht der Trend weg von der Stichwortsuche in Richtung mehr Interaktion mit dem System, wie auch der Forrester-Analyst Mike Gualtieri mit der Aussage „Keyword search is obsolete“ untermauert [1]. Mitarbeiter erwarten vo...

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Gegen Dark Data im Unternehmen

Vorhandenes Wissen richtig nutzen

Unter Analysten gilt das automatisierte Auswerten, Verknüpfen und gewinnbringende Aufbereiten von Informationen aus sämtlichen Datenquellen im Unternehmen als das nächste große Ding. Moderne Enterprise-Search-Lösungen vereinen schon heute Techniken wie Web Harvesting, Entities, Machine/Deep Learning oder Methoden der künstlichen Intelligenz, um das im Unternehmen vorhandene Wissen in seiner gesamten Breite und Tiefe nutzbar zu machen. Alle Unternehmensebenen profitieren von leichter zugänglichen Informationen, die Geschäftsprozesse beschleunigen und fundiertere Entscheidungsgrundlagen liefern.

Daniel Fallmann


Der Seufzer von Siemens-Chef Heinrich von Pierer ging um die Welt: „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“, so der Vorstandschef bei einer Pressekonferenz in München im Jahr 1995, „dann wären unsere Zahlen noch besser.“ Wo wir auch schon beim Thema wären. Bereits 1995, in dem Jahr erschien Windows 95 und die Intel-Pentium-Prozessoren wurden eingeführt, war dem Siemens-Vorstandschef bereits bewusst, dass es versteckte Informationen im Unternehmen gab, die wahrscheinlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens beitragen könnten. Diese Erkenntnis ist heute präsenter denn je. In Unternehmen schlummern große Mengen an Informationen und es werden täglich mehr (Abb. 1).

Abb. 1: Prognose zum Volumen der jährlich generierten digitalen Datenmenge weltweit in den Jahren 2005 bis 2020 (in Exabyte) (Quelle: Statista)

Durch den zunehmenden Einfluss der Digitalisierung werden unabhängig von der Branche noch mehr Daten produziert, die unstrukturiert gespeichert werden und in verschiedenen Formaten wie Videos, Bilddateien oder Messenger-Nachrichten vorhanden sind. Diese Anhäufung (Big Data) von strukturierten, unstrukturierten und semi-strukturierten Daten hat auch zur Folge, dass ein Teil davon durchs Raster fällt. Gartner wählte dafür den Ausdruck Dark Data, also nicht analysierte Informationen oder Informationen, die gespeichert wurden und danach aber nicht mehr verwendet werden. In diesen Daten schlummert oft riesiges Potenzial, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen.

Abgesehen von der vorgegebenen Datenspeicherung hat jede Fachabteilung ganz individuelle Ansprüche, wenn es um ihre Informationen geht. Beispielsweise interessiert es die Einkaufsabteilung, welche Zertifikate ein Lieferant hält, während eine Wartungscrew wissen möchte, welche Informationen zu dem Bauteil X vorhanden sind, das in der Maschine Y verbaut ist.

Mit den entsprechenden Tools ist es heute ohne großen Aufwand möglich, vorhandene Daten zu analysieren, zu verknüpfen und die vorhandenen Informationen abzurufen. Enterprise-Search-Systeme blicken dabei auf eine lange Tradition zurück und bilden die Basis für modernes Wissensmanagement. Doch die Anforderungen an die Systeme haben sich in den letzten Jahren massiv verändert. Vorgelebt und gelernt von Internetsuchmaschinen, geht der Trend weg von der Stichwortsuche in Richtung mehr Interaktion mit dem System, wie auch der Forrester-Analyst Mike Gualtieri mit der Aussage „Keyword search is obsolete“ untermauert [1]. Mitarbeiter erwarten vo...

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