Business Technology Magazin - 04.2017 - Teams spielen heute anders


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  November 2017

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Bernhard Kirchmair, Lukas Berle, Konstantin Diener, Harry Jacob, Melanie Feldmann, Kim Lauenroth, Christian Robert, Marco Hampe, Marco di Filippo, Dirk Dorsch, Jörn Grapp, Karsten Glied, Tobias Brückmann

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Familie gilt als Keimzelle der Gesellschaft. Im übertragenen Sinne sind demnach Teams die Keimzelle eines Unternehmens. Ein Start-up startet als kleines Team – quasi das Urteam. Zwei, vielleicht drei Menschen schließen sich mit einer Idee zusammen und gründen ein Unternehmen. Wenn alles gut geht, kommen mehr Leute dazu. Es werden fünf, dann zehn Mitarbeiter, und auf einmal gibt es nicht nur das Urteam, sondern mehrere Gruppen, die mehr oder weniger unabhängig voneinander arbeiten. Auf einmal muss man sich um Dinge wie Zuständigkeiten, Kommunikation oder das verschriene Thema Hierarchie kümmern. Aber nicht nur junge Start-ups, die ihrer wilden Phase entwachsen, müssen sich darüber Gedanken machen, wie Teams funktionieren oder funktionieren sollen. Auch ein Unternehmen mit schon etablierten Strukturen sieht sich immer wieder mit dieser Frage konfrontiert. Teams und Mitarbeiter wandeln sich, nicht nur wenn Kollegen das Unternehmen verlassen oder neue hinzukommen. Und auch die Geschäftsfelder und Prioritäten des Unternehmens ändern sich.

Wir reden in dieser sich schnell verändernden Welt viel über das Thema Teams und Arbeiten in Teams. Denn Teams sind nicht nur die Keimzelle, sondern die Träger der Veränderungen. Mit der Bewegung der agilen Softwareentwicklung gab man Teams mehr Autonomie und Entscheidungsbefugnisse, damit sie flexibler reagieren können. Nicht jede Teamjustierung muss mehr von oben abgesegnet oder gar angeordnet sein. Auch das Konzept DevOps stärkt Teams mit neuen Kompetenzen, delegiert aber auch mehr Verantwortung an sie. Mit diesen Veränderungen gehen auch Themen wie laterales Führen oder Lean Management einher. Teams müssen heute anders geführt werden als noch vor einigen Jahren. Team- und Hierarchiegrenzen verschwimmen immer mehr. Manche treiben es so weit, die direkte Teamführung gleich ganz abzuschaffen und damit das mittlere Management.

All diese Autonomie und neue Gruppenzusammenstellungen sollten aber nicht dazu verführen, Teams alleine zu lassen. Gerade in Krisensituationen oder wenn es einmal innerhalb des Teams kracht, muss jedem Team und Teammitglied klar sein, an wen man sich wenden kann. Wer kann schlichten? Wer kann den Druck vom Team nehmen und den Wellenbrecher spielen? Und wer kann einfach mit einem frischen Blick bei einem kniffligen Problem helfen? Teams brauchen stetig Pflege – egal wie autonom oder fähig die einzelnen Mitglieder auch sind.

feldmann_melanie_sw.tif_fmt1.jpgMelanie Feldmann, Redakteurin

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