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Business Technology Magazin
Digital Design als neues Rollenideal

Analog ist das neue Bio

„Die Digitalindustrie ist die Zukunft Europas“, so hört man es oft aus Politik und Wirtschaft. Die richtig großen Würfe aber bleiben bisher aus. Realisierte Vorhaben stehen hinter den Erwartungen zurück, Beispiel elektronische Gesundheitskarte, einige Projekte scheitern sogar auf ganzer Linie. Wie passt das zusammen? Dieser Artikel versucht sich an einer Erklärung und stellt als Lösung den Digital Designer als neues und führendes Rollenideal für Digitalvorhaben vor.

Kim Lauenroth


Die Informationstechnologie hat in den letzten Jahren ein Niveau erreicht, das den Weg für schier unbegrenzte Möglichkeiten freimacht. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung steckt im Wort Digitalisierung das Potenzial, sich zum Wort der späten 2010er und bestimmt auch der frühen 2020er-Jahre aufzuschwingen. In den Medien finden sich Aussagen wie „die digitale Transformation sorgt für einen tiefgreifenden Wandel in allen Lebensbereichen“, „die Digitalindustrie ist die Zukunft Europas“ oder „Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“. Glaubt man diesen Aussagen, steht eine rosige digitale Zukunft bevor (wie auch immer rosig im Zusammenhang mit digital ausschauen mag). Die digitale Zukunft ist allerdings schon heute keineswegs überall rosig. So fördert der Suchbegriff „digitale Tagelöhner“ Texte zutage, die eine durchaus dunkle Seite aufzeigen. Das Buch „Analog ist das neue Bio“ von Andre Wilkens bietet einen schönen Überblick über helle wie dunkle Seiten der Digitalisierung und lieferte die Inspiration für den Titel dieses Texts. Zahlreiche Berichte über mäßig erfolgreiche oder gescheiterte Digitalvorhaben vervollständigen das Bild [1].

Auf Konferenzen oder in Workshops zu Softwareentwicklung werden die Besucher stets mit neuen Methoden bombardiert, mit denen sie vermeintlich noch besser, schneller, effizienter oder kostengünstiger entwickeln können. Nicht selten fordern die Speaker dort ein radikales Umdenken, da die bisherigen Methoden oldschool seien und sich mit den Techniken der Vergangenheit die Probleme von heute nicht mehr lösen ließen. Dieser Wunsch nach Erneuerung und das Hinterfragen der eigenen Methoden sind durchaus wünschenswert. Nur erweckt es bei Außenstehenden schnell den Eindruck, dass die Softwarewelt ihre Projekte nicht wirklich in den Griff bekommt. Unter dem Strich steht ein verqueres Bild: Auf der einen Seite ist die IT in einigen Wirtschaftsbereichen erfolgreich wie nie, und Politik und Wirtschaft sehen in der Digitalisierung die Zukunft. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Berichte über Fehlschläge, recht kritische Stimmen zur Digitalisierung und ein fortlaufendes Ringen um die richtigen Methoden.

Eine kurze Geschichte der Softwareentwicklung in drei Akten

Digitalisierung steht weit oben auf der Hitliste für das Buzzword-Bingo. Das Schöne an diesem Wort ist, dass es einerseits irgendwie modern klingt, aber andererseits dann doch so vage daherkommt, dass sich mit diesem Wort so ziemlich alles oder nichts verknüpfen lässt. Bei der ...

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Digital Design als neues Rollenideal

Analog ist das neue Bio

„Die Digitalindustrie ist die Zukunft Europas“, so hört man es oft aus Politik und Wirtschaft. Die richtig großen Würfe aber bleiben bisher aus. Realisierte Vorhaben stehen hinter den Erwartungen zurück, Beispiel elektronische Gesundheitskarte, einige Projekte scheitern sogar auf ganzer Linie. Wie passt das zusammen? Dieser Artikel versucht sich an einer Erklärung und stellt als Lösung den Digital Designer als neues und führendes Rollenideal für Digitalvorhaben vor.

Kim Lauenroth


Die Informationstechnologie hat in den letzten Jahren ein Niveau erreicht, das den Weg für schier unbegrenzte Möglichkeiten freimacht. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung steckt im Wort Digitalisierung das Potenzial, sich zum Wort der späten 2010er und bestimmt auch der frühen 2020er-Jahre aufzuschwingen. In den Medien finden sich Aussagen wie „die digitale Transformation sorgt für einen tiefgreifenden Wandel in allen Lebensbereichen“, „die Digitalindustrie ist die Zukunft Europas“ oder „Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“. Glaubt man diesen Aussagen, steht eine rosige digitale Zukunft bevor (wie auch immer rosig im Zusammenhang mit digital ausschauen mag). Die digitale Zukunft ist allerdings schon heute keineswegs überall rosig. So fördert der Suchbegriff „digitale Tagelöhner“ Texte zutage, die eine durchaus dunkle Seite aufzeigen. Das Buch „Analog ist das neue Bio“ von Andre Wilkens bietet einen schönen Überblick über helle wie dunkle Seiten der Digitalisierung und lieferte die Inspiration für den Titel dieses Texts. Zahlreiche Berichte über mäßig erfolgreiche oder gescheiterte Digitalvorhaben vervollständigen das Bild [1].

Auf Konferenzen oder in Workshops zu Softwareentwicklung werden die Besucher stets mit neuen Methoden bombardiert, mit denen sie vermeintlich noch besser, schneller, effizienter oder kostengünstiger entwickeln können. Nicht selten fordern die Speaker dort ein radikales Umdenken, da die bisherigen Methoden oldschool seien und sich mit den Techniken der Vergangenheit die Probleme von heute nicht mehr lösen ließen. Dieser Wunsch nach Erneuerung und das Hinterfragen der eigenen Methoden sind durchaus wünschenswert. Nur erweckt es bei Außenstehenden schnell den Eindruck, dass die Softwarewelt ihre Projekte nicht wirklich in den Griff bekommt. Unter dem Strich steht ein verqueres Bild: Auf der einen Seite ist die IT in einigen Wirtschaftsbereichen erfolgreich wie nie, und Politik und Wirtschaft sehen in der Digitalisierung die Zukunft. Auf der anderen Seite stehen zahlreiche Berichte über Fehlschläge, recht kritische Stimmen zur Digitalisierung und ein fortlaufendes Ringen um die richtigen Methoden.

Eine kurze Geschichte der Softwareentwicklung in drei Akten

Digitalisierung steht weit oben auf der Hitliste für das Buzzword-Bingo. Das Schöne an diesem Wort ist, dass es einerseits irgendwie modern klingt, aber andererseits dann doch so vage daherkommt, dass sich mit diesem Wort so ziemlich alles oder nichts verknüpfen lässt. Bei der ...

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