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Business Technology Magazin
Trends der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft

Pflegestation wie auf der USS Enterprise

Roboter putzen Flure, Pfleger rufen Untersuchungsergebnisse eines Patienten über ein Tablet ab und Ärzte halten Sprechstunden via Skype. Sind das bloße Zukunftstheorien oder könnte ein Krankenhausbetrieb heute schon so aussehen? Technologien bieten bereits jetzt intelligente Lösungen für ambulante und stationäre Pflege. Ob Big Data, Internet of Things oder Telematik - einige Technologien befinden sich noch in Forschungsprozessen, während andere bereits im Pflegesektor getestet werden. Letztlich entlastet der digitale Wandel Pflegekräfte und kommt den Behandlungen von Patienten zugute.

Karsten Glied


In der Digitalisierung steckt nicht nur das Potenzial für eine attraktivere Pflegeausbildung und eine Qualitätssicherung bei der Behandlung von Patienten, sondern auch für die Umsetzung von „ambulant vor stationär“. Nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ versucht man zuerst alle Möglichkeiten der ambulanten Versorgung auszuschöpfen, bevor ein Patient oder ein Pflegebedürftiger stationär in ein Krankenhaus, ein Altenpflegeheim oder in einer Rehabilitationseinrichtung aufgenommen wird. Leider scheitert es aber an der Durchführung der Digitalisierung. Laut einer Studie aus dem Jahr 2017, in der fünfhundert der größten Krankenhäuser in Deutschland befragt wurden, investieren diese im Schnitt lediglich 2 Prozent ihres Jahresumsatzes in den digitalen Wandel. Und das, obwohl etwa 90 Prozent der befragten Krankenhäuser eine Digitalisierungsstrategie mit konkreten Zielen nennen. Krankenhäuser investieren vor allem in den Ausbau von Medizintechnik und Neurologie. Hinderungsgründe sind auf der einen Seite teure Anschaffungen und noch fehlende einheitliche Systeme für die Anbindung neuer Technologien an bestehende Infrastrukturen, auf der anderen Seite fehlen Finanzierungspläne. Gefragt sind an dieser Stelle Bund und Länder. Sie müssen mit Maßnahmen, etwa staatlichen Förderprogrammen, die nötigen Anreize für den digitalen Ausbau schaffen. Neben Vorzügen birgt die fortschreitende Digitalisierung aber auch Risiken durch Sicherheitslücken bei der digitalen Verarbeitung personenbezogener Daten. Rund 64 Prozent der befragten Krankenhäuser wurden schon Opfer eines Cyberangriffs, jedoch zogen nur 31 Prozent daraus die Konsequenz, langfristig die IT-Abteilung aufzustocken [1]. Dabei schützen produktive IT-Strukturen nicht nur vor Hackerangriffen, sondern sorgen für einen regelrechten Quantensprung in der Entwicklung der Sozialwirtschaft.

Pflege mobil machen

Das erfolgreiche Umsetzen von Digitalisierungsstrategien macht sich vor allem in der ambulanten Pflege bemerkbar. Dank des Einsatzes von mobilen Endgeräten verbessern sich Arbeitsabläufe der ambulanten Pflege: Klientenmanagement, Pflegedokumentation, Patientenakten und Tourenplanung lassen sich mobil abrufen. Damit gehen aber auch höhere Anforderungen an die IT einher, da Sicherheitslücken frühzeitig geschlossen werden müssen. Beispielsweise haben Drittanbieter-Apps Zugriff auf Kontakte in einem Telefon und gefährden so den Datenschutz. Hierzu gibt es Administrationssoftware für mobile Geräte, die Mobile-Device-Manage...

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Trends der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft

Pflegestation wie auf der USS Enterprise

Roboter putzen Flure, Pfleger rufen Untersuchungsergebnisse eines Patienten über ein Tablet ab und Ärzte halten Sprechstunden via Skype. Sind das bloße Zukunftstheorien oder könnte ein Krankenhausbetrieb heute schon so aussehen? Technologien bieten bereits jetzt intelligente Lösungen für ambulante und stationäre Pflege. Ob Big Data, Internet of Things oder Telematik - einige Technologien befinden sich noch in Forschungsprozessen, während andere bereits im Pflegesektor getestet werden. Letztlich entlastet der digitale Wandel Pflegekräfte und kommt den Behandlungen von Patienten zugute.

Karsten Glied


In der Digitalisierung steckt nicht nur das Potenzial für eine attraktivere Pflegeausbildung und eine Qualitätssicherung bei der Behandlung von Patienten, sondern auch für die Umsetzung von „ambulant vor stationär“. Nach dem Prinzip „ambulant vor stationär“ versucht man zuerst alle Möglichkeiten der ambulanten Versorgung auszuschöpfen, bevor ein Patient oder ein Pflegebedürftiger stationär in ein Krankenhaus, ein Altenpflegeheim oder in einer Rehabilitationseinrichtung aufgenommen wird. Leider scheitert es aber an der Durchführung der Digitalisierung. Laut einer Studie aus dem Jahr 2017, in der fünfhundert der größten Krankenhäuser in Deutschland befragt wurden, investieren diese im Schnitt lediglich 2 Prozent ihres Jahresumsatzes in den digitalen Wandel. Und das, obwohl etwa 90 Prozent der befragten Krankenhäuser eine Digitalisierungsstrategie mit konkreten Zielen nennen. Krankenhäuser investieren vor allem in den Ausbau von Medizintechnik und Neurologie. Hinderungsgründe sind auf der einen Seite teure Anschaffungen und noch fehlende einheitliche Systeme für die Anbindung neuer Technologien an bestehende Infrastrukturen, auf der anderen Seite fehlen Finanzierungspläne. Gefragt sind an dieser Stelle Bund und Länder. Sie müssen mit Maßnahmen, etwa staatlichen Förderprogrammen, die nötigen Anreize für den digitalen Ausbau schaffen. Neben Vorzügen birgt die fortschreitende Digitalisierung aber auch Risiken durch Sicherheitslücken bei der digitalen Verarbeitung personenbezogener Daten. Rund 64 Prozent der befragten Krankenhäuser wurden schon Opfer eines Cyberangriffs, jedoch zogen nur 31 Prozent daraus die Konsequenz, langfristig die IT-Abteilung aufzustocken [1]. Dabei schützen produktive IT-Strukturen nicht nur vor Hackerangriffen, sondern sorgen für einen regelrechten Quantensprung in der Entwicklung der Sozialwirtschaft.

Pflege mobil machen

Das erfolgreiche Umsetzen von Digitalisierungsstrategien macht sich vor allem in der ambulanten Pflege bemerkbar. Dank des Einsatzes von mobilen Endgeräten verbessern sich Arbeitsabläufe der ambulanten Pflege: Klientenmanagement, Pflegedokumentation, Patientenakten und Tourenplanung lassen sich mobil abrufen. Damit gehen aber auch höhere Anforderungen an die IT einher, da Sicherheitslücken frühzeitig geschlossen werden müssen. Beispielsweise haben Drittanbieter-Apps Zugriff auf Kontakte in einem Telefon und gefährden so den Datenschutz. Hierzu gibt es Administrationssoftware für mobile Geräte, die Mobile-Device-Manage...

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