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Business Technology Magazin
IoT-Projekte realisieren

Vom Klebezettel zum Prototyp

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Industrie 4.0 schaffen neue Chancen für die deutsche Wirtschaft. Viele Unternehmen tüfteln derzeit daran, wie sie ihre Digitalisierung vorantreiben und Projekte erfolgreich realisieren können. Doch der Einstieg wirkt oft wie ein unbezwingbarer Berg. Es gilt, die richtige Route zu wählen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Schritt für Schritt den Gipfel zu erklimmen. Man muss sich nicht gleich den Mount Everest vornehmen. Auch von einem kleinen Hügel kann der Ausblick fantastisch sein.

Bernhard Kirchmair


Das Internet der Dinge gehört zu den wichtigen Triebfedern der Digitalisierung. Dinge, Geräte und Maschinen miteinander zu vernetzen, bringt Daten. Diese lassen sich sammeln und auswerten. Das liefert Erkenntnisse, um Abläufe zu optimieren oder neue Services zu entwickeln. Es gibt etliche Anwendungsfälle, wie Organisationen IoT-Konzepte bereits erfolgreich einsetzen. Sie zeigen, welches Potenzial in der zunehmenden Vernetzung und Datenanalyse steckt. So nutzt beispielsweise ein Produktionsunternehmen das Industrial Internet of Things (IIoT), um die Fehlerquote in der Fertigung zu reduzieren. Es sammelt Maschinen- und Sensordaten aus allen Stufen des Produktionsprozesses und bringt sie in Korrelation mit Umgebungsdaten wie Luftfeuchtigkeit oder Temperatur. Die Analyse zeigt, welche Parameter für eine Fehlproduktion verantwortlich sind. Treffen sie zusammen, lässt sich mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit voraussagen, dass Ausschuss entsteht. In so einem Fall können die Produktionsverantwortlichen die Herstellung frühzeitig unterbrechen und Prozesse anpassen. So lassen sich Unkosten vermeiden und die Produktqualität lässt sich sichern.

Vorausschauende Planung dank IoT

Ein anderes Beispiel stammt aus dem Gebäudemanagement. Hier kann IoT unter anderem die Raumauslastung, den Energieverbrauch und die Sicherheit verbessern. IT-Experten vernetzen Sensoren der Gebäudeleittechnik mit weiteren Sensoren, um zu messen, wie viele Leute sich in welchem Raum aufhalten und wie sie die einzelnen Räume nutzen. Die Daten werden in einem zentralen Pool ausgewertet und in Beziehung zueinander gesetzt. Außerdem fließen die Ergebnisse in das Officemanagementsystem ein, über das die Buchung der Räume läuft. Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile: Wenn zwei Personen einen Raum buchen, der für dreißig Leute ausgelegt ist, werden sie automatisch umgeleitet. Ein Raum, der tagsüber nicht genutzt wird, muss weniger beheizt und auch abends nicht geputzt werden. Sicherheitsverantwortliche können in einem zentralen System sehen, in welchen Räumen sich Personen befinden. Wenn es zum Beispiel einmal brennt und das Gebäude evakuiert werden muss, wissen sie, welcher Gebäudeabschnitt bereits geräumt ist.

Ein öffentlicher Nahverkehrsbetrieb in einer deutschen Großstadt setzt IoT ein, um die Verspätung von Bussen vorherzusagen und die Auslastung der Fahrzeuge zu optimieren. Er stattete seine Fahrzeugflotte und Haltestellen mit Sensoren aus, die das Passagieraufkommen messen. Diese Daten wurde...

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IoT-Projekte realisieren

Vom Klebezettel zum Prototyp

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Industrie 4.0 schaffen neue Chancen für die deutsche Wirtschaft. Viele Unternehmen tüfteln derzeit daran, wie sie ihre Digitalisierung vorantreiben und Projekte erfolgreich realisieren können. Doch der Einstieg wirkt oft wie ein unbezwingbarer Berg. Es gilt, die richtige Route zu wählen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Schritt für Schritt den Gipfel zu erklimmen. Man muss sich nicht gleich den Mount Everest vornehmen. Auch von einem kleinen Hügel kann der Ausblick fantastisch sein.

Bernhard Kirchmair


Das Internet der Dinge gehört zu den wichtigen Triebfedern der Digitalisierung. Dinge, Geräte und Maschinen miteinander zu vernetzen, bringt Daten. Diese lassen sich sammeln und auswerten. Das liefert Erkenntnisse, um Abläufe zu optimieren oder neue Services zu entwickeln. Es gibt etliche Anwendungsfälle, wie Organisationen IoT-Konzepte bereits erfolgreich einsetzen. Sie zeigen, welches Potenzial in der zunehmenden Vernetzung und Datenanalyse steckt. So nutzt beispielsweise ein Produktionsunternehmen das Industrial Internet of Things (IIoT), um die Fehlerquote in der Fertigung zu reduzieren. Es sammelt Maschinen- und Sensordaten aus allen Stufen des Produktionsprozesses und bringt sie in Korrelation mit Umgebungsdaten wie Luftfeuchtigkeit oder Temperatur. Die Analyse zeigt, welche Parameter für eine Fehlproduktion verantwortlich sind. Treffen sie zusammen, lässt sich mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit voraussagen, dass Ausschuss entsteht. In so einem Fall können die Produktionsverantwortlichen die Herstellung frühzeitig unterbrechen und Prozesse anpassen. So lassen sich Unkosten vermeiden und die Produktqualität lässt sich sichern.

Vorausschauende Planung dank IoT

Ein anderes Beispiel stammt aus dem Gebäudemanagement. Hier kann IoT unter anderem die Raumauslastung, den Energieverbrauch und die Sicherheit verbessern. IT-Experten vernetzen Sensoren der Gebäudeleittechnik mit weiteren Sensoren, um zu messen, wie viele Leute sich in welchem Raum aufhalten und wie sie die einzelnen Räume nutzen. Die Daten werden in einem zentralen Pool ausgewertet und in Beziehung zueinander gesetzt. Außerdem fließen die Ergebnisse in das Officemanagementsystem ein, über das die Buchung der Räume läuft. Dadurch ergeben sich zahlreiche Vorteile: Wenn zwei Personen einen Raum buchen, der für dreißig Leute ausgelegt ist, werden sie automatisch umgeleitet. Ein Raum, der tagsüber nicht genutzt wird, muss weniger beheizt und auch abends nicht geputzt werden. Sicherheitsverantwortliche können in einem zentralen System sehen, in welchen Räumen sich Personen befinden. Wenn es zum Beispiel einmal brennt und das Gebäude evakuiert werden muss, wissen sie, welcher Gebäudeabschnitt bereits geräumt ist.

Ein öffentlicher Nahverkehrsbetrieb in einer deutschen Großstadt setzt IoT ein, um die Verspätung von Bussen vorherzusagen und die Auslastung der Fahrzeuge zu optimieren. Er stattete seine Fahrzeugflotte und Haltestellen mit Sensoren aus, die das Passagieraufkommen messen. Diese Daten wurde...

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