Business Technology Magazin - 04.2018 - Smart City: Die digitale Transformation der Städte


Preis: gratis für Entwickler.Kiosk-Leser

Erhältlich ab:  November 2018

Umfang:  48

Autoren / Autorinnen: Félix Grévy, Thomas Petzinna, Andreas Reiter, Konstantin Diener, Julia Eckelt, Gunther Ebert, Klaus Fochler, Ulrich Bodenhausen, Jan Schönig, Dominik Unzicker, Michaela Landwehr

Liebe Leserin, lieber Leser,

nach dem sauren Regen und dem Ozonloch hat die Menschheit jetzt mit einer weiteren selbst verursachten Klimakatastrophe zu kämpfen. Darüber hinaus werden durch Umweltgifte nach und nach ganze Insektenpopulationen ausgerottet. Allein das Bienensterben hat dramatische Auswirkungen, die heute noch nicht in ihrem ganzen Ausmaß absehbar sind. Statt in eine umweltverträgliche Landwirtschaft zu investieren und Pestizide zu minimieren, hat eine US-Supermarktkette nun ein Patent für winzige Roboterdrohnen angemeldet (https://www.spektrum.de/news/walmart-patentiert-roboter-biene/1551980), welche zukünftig die Aufgaben der Bienen übernehmen sollen. Die Bilderkennung für das richtige Bestäuben der Pflanzen wird die künstliche Intelligenz übernehmen. Alles in allem ein wahnwitziges Beispiel, wie falsch eingesetzte Technik versucht, die Genialität der vielfach überlegenen Natur zu kopieren.

Dabei gibt es gute Beispiele, wie Anwendungen der künstlichen Intelligenz der Menschheit wirklich einen guten Dienst erweisen können: KI und Algorithmen des maschinellen Lernens helfen jetzt schon Ärzten bei der Behandlung von schweren Krankheiten und bieten eine wertvolle Unterstützung bei komplizierten Operationen. Auch in der Natur kann die moderne Technik ökologisch sinnvolle Aufgaben übernehmen. Man denke nur an den Plastikmüll, der in den Weltmeeren treibt und in die Nahrungskette der Meeresbewohner und der Menschen gerät. Hier kann die Bilderkennung der künstlichen Intelligenz wirklich ihre Nützlichkeit unter Beweis stellen. Das Projekt „The Ocean Cleanup“ (https://www.theoceancleanup.com/) – ein riesiger Müllfänger, ausgestattet mit Sensoren, Kameras und GPS, will demnächst die Weltmeere durchkämmen und den Plastikmüll einsammeln. Auch wenn die mit viel PR-Getöse gestartete Aktion bei Experten eher Skepsis auslöst, ist hier zumindest ein Ansatz zu erkennen, wie in Zukunft mit ausgeklügelten Ideen die künstliche Intelligenz für die Lebensumwelt einen mehr als nützlichen Dienst erweisen kann.

Diese Frage nach der Nützlichkeit der Digitalisierung stellen sich derzeit auch viele Bürger in den Städten. Statt marode Kindergärten und Schulen zu sanieren, möchten findige Stadtväter ihre Kommunen in Smart Cities umbauen. Moderne Technologien aus den Bereichen Energie, Mobilität und Kommunikation sollen dabei so miteinander vernetzt werden, dass die Verkehrsströme besser fließen, Energie eingespart wird und insgesamt die Lebensqualität für die Bewohner steigt. Zwar bleibt auch bei den Smart-City-Anwendungen oft die Frage nach der Sinnhaftigkeit – doch in dieser Ausgabe des Business Technology Magazins werden wir sehen, dass es auch hier Ansätze gibt, die wirklich einen nachhaltigen Nutzen haben und sich hoffentlich langfristig auszahlen werden.

Thomas.tif_fmt1.jpgThomas Petzinna, Redakteur

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