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Business Technology Magazin
Wie die Plattformökonomie die Anwendungsentwicklung im Finanzsektor revolutioniert

Legacy-IT hat bei Banken ausgedient

In der Finanzwelt findet gerade eine der wichtigsten Transformationsphasen der vergangenen Jahrzehnte statt, die die traditionellen Geschäftsmodelle von Banken komplett verändern wird. Aus den Finanzinstituten werden Technologiedienstleister, die gemeinsam mit Kooperationspartnern digitale Geschäftsmodelle entwickeln und ihre Dienste auf datengetriebenen Bankingplattformen anbieten.

Félix Grévy


In Zeiten der Digitalisierung erwarten Bankkunden flexible Echtzeitlösungen, die sie rund um die Uhr begleiten, wie sie es von Amazon, Facebook, Google oder Apple gewohnt sind. Eine Filiale, die nur begrenzt erreichbar ist, oder schlechte Hotlines mit Warteschleifen haben ausgedient. Ebenso tritt bei innovativen Angeboten wie Paypal, Apple Pay oder Crowdfunding die „Marke Bank“ in den Hintergrund. Stattdessen zählt die Bankdienstleistung, egal ob sie von einer klassischen Bank oder von anderen Anbietern geliefert wird. Finanzdienstleister müssen also umdenken, um künftig wettbewerbsfähig zu sein. Offene Plattformen nach dem Vorbild der Plattformökonomie können eine wichtige Basis für die künftigen Geschäftsmodelle von Banken bieten. Anwendungsentwickler können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten, um dieses Konzept zum Erfolg zu führen.

Ein weiterer Treiber für die Modernisierung im Bankensektor sind neue rechtliche Rahmenbedingungen wie die EU-Zahlungsdienstrichtlinie PSD2, die mehr Wettbewerb ermöglichen soll. Was für agile Fintechs eine echte Chance ist, galt vielen Banken bisher als Bedrohung ihrer jahrzehntelang gewachsenen IT-Infrastrukturen und Geschäftsmodelle. Der Kern von PSD2 ist das Open Banking, also die Öffnung gegenüber Dritten. So erhalten beispielsweise externe Zahlungsdienstleister durch die Richtlinie Zugriff auf Zahlungskonten bei den kontoführenden Finanzinstituten. Die Hoheit über die Kundenbeziehung schwindet und der Modernisierungsdruck steigt. Dabei bietet das Open Banking auch klassischen Finanzinstituten eine einzigartige Möglichkeit, sich für die Zukunft neu aufzustellen und ihre über Jahre gewachsenen Legacy-IT-Strukturen zu modernisieren.

Starre Alt-IT bindet Ressourcen und hemmt Innovationen

Viele Banken arbeiten heute mit veralteten Systemen und Infrastrukturen, die teilweise noch aus den 1980er-Jahren stammen. Auf diese alte IT haben sie je nach Bedarf neue Anwendungen aufgebaut. Jede Entwicklungsstufe und Erweiterung brachte neue Dateiformate, Programmiersprachen und Standards mit sich, sodass Banken heute auf einem komplexen Gebilde verschiedener Insellösungen sitzen. Diese siloartigen Strukturen verlangsamen die Entwicklung von Innovationen und hindern Finanzinstitute daran, neue Trends und Bedürfnisse ihrer Kunden zeitnah in ihrem Produktportfolio abzubilden. Dazu kommt, dass auch die Pflege der bestehenden IT große Ressourcen an Manpower verschlingt, die dringend in der technologischen Modernisierung gebraucht wü...

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Wie die Plattformökonomie die Anwendungsentwicklung im Finanzsektor revolutioniert

Legacy-IT hat bei Banken ausgedient

In der Finanzwelt findet gerade eine der wichtigsten Transformationsphasen der vergangenen Jahrzehnte statt, die die traditionellen Geschäftsmodelle von Banken komplett verändern wird. Aus den Finanzinstituten werden Technologiedienstleister, die gemeinsam mit Kooperationspartnern digitale Geschäftsmodelle entwickeln und ihre Dienste auf datengetriebenen Bankingplattformen anbieten.

Félix Grévy


In Zeiten der Digitalisierung erwarten Bankkunden flexible Echtzeitlösungen, die sie rund um die Uhr begleiten, wie sie es von Amazon, Facebook, Google oder Apple gewohnt sind. Eine Filiale, die nur begrenzt erreichbar ist, oder schlechte Hotlines mit Warteschleifen haben ausgedient. Ebenso tritt bei innovativen Angeboten wie Paypal, Apple Pay oder Crowdfunding die „Marke Bank“ in den Hintergrund. Stattdessen zählt die Bankdienstleistung, egal ob sie von einer klassischen Bank oder von anderen Anbietern geliefert wird. Finanzdienstleister müssen also umdenken, um künftig wettbewerbsfähig zu sein. Offene Plattformen nach dem Vorbild der Plattformökonomie können eine wichtige Basis für die künftigen Geschäftsmodelle von Banken bieten. Anwendungsentwickler können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten, um dieses Konzept zum Erfolg zu führen.

Ein weiterer Treiber für die Modernisierung im Bankensektor sind neue rechtliche Rahmenbedingungen wie die EU-Zahlungsdienstrichtlinie PSD2, die mehr Wettbewerb ermöglichen soll. Was für agile Fintechs eine echte Chance ist, galt vielen Banken bisher als Bedrohung ihrer jahrzehntelang gewachsenen IT-Infrastrukturen und Geschäftsmodelle. Der Kern von PSD2 ist das Open Banking, also die Öffnung gegenüber Dritten. So erhalten beispielsweise externe Zahlungsdienstleister durch die Richtlinie Zugriff auf Zahlungskonten bei den kontoführenden Finanzinstituten. Die Hoheit über die Kundenbeziehung schwindet und der Modernisierungsdruck steigt. Dabei bietet das Open Banking auch klassischen Finanzinstituten eine einzigartige Möglichkeit, sich für die Zukunft neu aufzustellen und ihre über Jahre gewachsenen Legacy-IT-Strukturen zu modernisieren.

Starre Alt-IT bindet Ressourcen und hemmt Innovationen

Viele Banken arbeiten heute mit veralteten Systemen und Infrastrukturen, die teilweise noch aus den 1980er-Jahren stammen. Auf diese alte IT haben sie je nach Bedarf neue Anwendungen aufgebaut. Jede Entwicklungsstufe und Erweiterung brachte neue Dateiformate, Programmiersprachen und Standards mit sich, sodass Banken heute auf einem komplexen Gebilde verschiedener Insellösungen sitzen. Diese siloartigen Strukturen verlangsamen die Entwicklung von Innovationen und hindern Finanzinstitute daran, neue Trends und Bedürfnisse ihrer Kunden zeitnah in ihrem Produktportfolio abzubilden. Dazu kommt, dass auch die Pflege der bestehenden IT große Ressourcen an Manpower verschlingt, die dringend in der technologischen Modernisierung gebraucht wü...

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