© Ekaphon maneechot/Shutterstock.com
Business Technology Magazin
Enorme Herausforderungen auf dem Weg zur digitalen Stadt

Start frei für die Stadt von übermorgen?

Das Thema Smart City hat in den vergangenen Jahren viele Kommunen beschäftigt. Smarte Lösungen gelten im Zeitalter der Digitalisierung als überlebenswichtig für die schnell wachsenden Städte. Dabei bedeutet Smart City nicht nur einen Wandel hin zu einer vernetzten Stadt, sondern auch ein neues Konzept für das Wohnen, Arbeiten und Leben in den Städten. Doch noch sind viele Fragen von der Umsetzung bis hin zur Nachhaltigkeit nicht ausreichend beantwortet.

Thomas Petzinna


Dreckig, laut und unsicher war gestern. Die neuen Städte werden – wenn es nach den Planern der Zukunftsstädte geht – sauber, nachhaltig und sehr sicher sein. Vor allem werden die neuen Städte hoch vernetzt sein. Als Smart Cities stecken die intelligenten Städte der Zukunft voller Kameras und Sensoren. Erste Prototypen dieser mitdenkenden Städte, oder vielmehr Stadtviertel, sind besonders in den reichen Golfstaaten und in Südostasien zu besichtigen. Was beim Smart Home der Kühlschrank, ist bei der Smart City die mit Sensoren vernetzte Straßenlaterne. Sie integriert in ihrem Lichtmast Wi-Fi, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, ein Kameraauge für die Sicherheit und misst mit angebrachten Sensoren die Luftqualität, das Wetter, den Verkehrsfluss und freie Parkplätze. Nicht zuletzt kann die intelligente Straßenlaterne automatisch und stromsparend ihr Licht dimmen, wenn sich niemand auf der Straße bewegt [1].

Die smarte City als stromfressende Datenkrake

Neben der intelligenten Straßenlaterne gibt es in der Smart City auch noch intelligente Mülleimer, die per Füllstandssensor automatisch ein Signal geben, wenn sie geleert werden müssen, und danke sagen, wenn ein Fußgänger mal wieder etwas eingeworfen hat [2]. Die intelligente Stadt kennt mit ihren digitalen Spielereien keinerlei Grenzen. Die Grenzen liegen woanders – und zwar bei der Finanzierung. Viele Städte sind hochverschuldet und froh, wenn sie ihre Schulen und Kindergärten einigermaßen instandhalten können. Das Thema „digitale Stadt“ rutscht dann – trotz des guten Willens der Stadtväter – oftmals ans Ende der Planungsagenda. Dabei könnte eine intelligente Stadt zur Lösung vieler Probleme beitragen: Mit digitalen Verkehrsleitsystemen, smarten Stromnetzen und einem intelligenten Wassermanagement werden nachhaltig die Umweltressourcen geschont. Ein Schlüssel, um das Klimaproblem zu lösen, liegt maßgeblich in den Städten. Während heute etwa 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, werden es 2050 etwa 68 Prozent sein [3].

Die ausufernden Städte sind ein ungebremster Energiegroßverbraucher – Tendenz steigend. Hier setzen bahnbrechende Konzepte in der vernetzen Stadt an. So können digital erfasste und gelenkte Verkehrsströme Staus und gesundheitsschädliche Abgasemissionen eindämmen. Sensoren in den smarten Wassernetzen melden Lecks in den Wasserrohren und helfen, die Wasserressourcen zu schonen. Die Stadt der Zukunft wird darüber hinaus zum unabhängigen Selbstversorger: Mit vertikalen, platzsparenden Ge...

Business Technology Magazin
Enorme Herausforderungen auf dem Weg zur digitalen Stadt

Start frei für die Stadt von übermorgen?

Das Thema Smart City hat in den vergangenen Jahren viele Kommunen beschäftigt. Smarte Lösungen gelten im Zeitalter der Digitalisierung als überlebenswichtig für die schnell wachsenden Städte. Dabei bedeutet Smart City nicht nur einen Wandel hin zu einer vernetzten Stadt, sondern auch ein neues Konzept für das Wohnen, Arbeiten und Leben in den Städten. Doch noch sind viele Fragen von der Umsetzung bis hin zur Nachhaltigkeit nicht ausreichend beantwortet.

Thomas Petzinna


Dreckig, laut und unsicher war gestern. Die neuen Städte werden – wenn es nach den Planern der Zukunftsstädte geht – sauber, nachhaltig und sehr sicher sein. Vor allem werden die neuen Städte hoch vernetzt sein. Als Smart Cities stecken die intelligenten Städte der Zukunft voller Kameras und Sensoren. Erste Prototypen dieser mitdenkenden Städte, oder vielmehr Stadtviertel, sind besonders in den reichen Golfstaaten und in Südostasien zu besichtigen. Was beim Smart Home der Kühlschrank, ist bei der Smart City die mit Sensoren vernetzte Straßenlaterne. Sie integriert in ihrem Lichtmast Wi-Fi, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, ein Kameraauge für die Sicherheit und misst mit angebrachten Sensoren die Luftqualität, das Wetter, den Verkehrsfluss und freie Parkplätze. Nicht zuletzt kann die intelligente Straßenlaterne automatisch und stromsparend ihr Licht dimmen, wenn sich niemand auf der Straße bewegt [1].

Die smarte City als stromfressende Datenkrake

Neben der intelligenten Straßenlaterne gibt es in der Smart City auch noch intelligente Mülleimer, die per Füllstandssensor automatisch ein Signal geben, wenn sie geleert werden müssen, und danke sagen, wenn ein Fußgänger mal wieder etwas eingeworfen hat [2]. Die intelligente Stadt kennt mit ihren digitalen Spielereien keinerlei Grenzen. Die Grenzen liegen woanders – und zwar bei der Finanzierung. Viele Städte sind hochverschuldet und froh, wenn sie ihre Schulen und Kindergärten einigermaßen instandhalten können. Das Thema „digitale Stadt“ rutscht dann – trotz des guten Willens der Stadtväter – oftmals ans Ende der Planungsagenda. Dabei könnte eine intelligente Stadt zur Lösung vieler Probleme beitragen: Mit digitalen Verkehrsleitsystemen, smarten Stromnetzen und einem intelligenten Wassermanagement werden nachhaltig die Umweltressourcen geschont. Ein Schlüssel, um das Klimaproblem zu lösen, liegt maßgeblich in den Städten. Während heute etwa 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, werden es 2050 etwa 68 Prozent sein [3].

Die ausufernden Städte sind ein ungebremster Energiegroßverbraucher – Tendenz steigend. Hier setzen bahnbrechende Konzepte in der vernetzen Stadt an. So können digital erfasste und gelenkte Verkehrsströme Staus und gesundheitsschädliche Abgasemissionen eindämmen. Sensoren in den smarten Wassernetzen melden Lecks in den Wasserrohren und helfen, die Wasserressourcen zu schonen. Die Stadt der Zukunft wird darüber hinaus zum unabhängigen Selbstversorger: Mit vertikalen, platzsparenden Ge...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang