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Cloud Compendium
Cloud Foundry als Basis wirklich unabhängiger Services

Anwendungen in jeder Cloud betreiben

Microservices-Architekturen sind in aller Munde, und selbst so mancher Fachbereich fängt an, sie als Basis neuer Anwendungen zu fordern. Das Ganze muss man dann nur noch in der Cloud bereitstellen, und schon kann man ganz schnell und ohne lästige IT-Prozesse, Hardwarebeschaffung oder Betriebsstrukturen Wünsche erfüllen. Oder?

Karsten Voigt


In der Realität sieht das dann doch etwas anders aus. Neben dem Erstellen der eigentlichen Anwendung wird noch die konkrete Laufzeitumgebung benötigt. Die verschiedenen Cloud-Anbieter bieten hier proprietäre Lösungen an, bei denen man an bestimmte Technologien oder auch den Betreiber gebunden ist. Schon früh im Projekt erfolgt oft die Festlegung auf eine spezifische Zielumgebung. Die unterschiedlichen Dienstleister bringen dabei oft ihre präferierte Variante mit. Dieses Festlegen auf Anbieter und Technologie versucht Cloud Foundry [1] nun zu umgehen. Cloud Foundry ist Open Source und eine Platform-as-a-Service-(PaaS-)Lösung auf Basis einer Diego-Architektur, mit der sich native Cloudanwendungen schnell und einfach entwickeln, verteilen und skalieren lassen. Cloud Foundry stellt selbst nur den erforderlichen Softwarestack zur Verfügung, der dann von verschiedenen Anbietern genutzt wird. Unter [2] findet man eine Liste der aktuellen zertifizierten und nicht zertifizierten Anbieter einer Cloud-Foundry-Plattform. Die SAP Cloud Platform oder Pivotal Cloud Foundry sollen hier besonders hervorgehoben werden, da man für seine PaaS-Lösung einen Infrastrukturanbieter aus verschiedenen Optionen (AWS, Google, OpenStack, Azure etc.) auswählen kann. Im Rahmen dieses Artikels wird die Application Runtime in den Fokus gestellt. Parallel dazu gibt es noch eine Container-Runtime, die für den Betrieb von Kubernetes-Clustern geschaffen wurde. Auch Docker Images lassen sich über Cloud Foundry betreiben.Die Kommandozeile als gemeinsame SpracheDie Unabhängigkeit in der Verwendung von verschiedenen Cloud-Anbietern ist bei Cloud Foundry also prinzipiell gegeben. Für die Steuerung der eigenen Anwendungen und Services haben die verschiedenen Anbieter entsprechende Oberflächen geschaffen. Cloud Foundry bietet außerdem ein eigenes CLI-Programm, mit dem alle notwendigen Aufgaben direkt erfüllt werden können. Das CLI besitzt oft mehr Funktionen als die Oberflächen der Hersteller. Tabelle 1 zeigt die wichtigsten Befehle. Soll eine Anwendung auf einer Cloud-Foundry-Plattform bereitgestellt werden, muss man sich natürlich erst einmal anmelden. Dazu registriert man sich vorher beim gewünschten Dienstanbieter und sucht dort den erforderlichen API-Endpunkt. Je nach Anbieter und Rechenzentrum gibt es unterschiedliche Endpunkte. Während des Log-ins über das CLI werden alle notwendigen Daten abgefragt und der angegebene API-Endpunkt wird gespeichert. Will man einen anderen Endpunkt haben, mus...

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Cloud Foundry als Basis wirklich unabhängiger Services

Anwendungen in jeder Cloud betreiben

Microservices-Architekturen sind in aller Munde, und selbst so mancher Fachbereich fängt an, sie als Basis neuer Anwendungen zu fordern. Das Ganze muss man dann nur noch in der Cloud bereitstellen, und schon kann man ganz schnell und ohne lästige IT-Prozesse, Hardwarebeschaffung oder Betriebsstrukturen Wünsche erfüllen. Oder?

Karsten Voigt


In der Realität sieht das dann doch etwas anders aus. Neben dem Erstellen der eigentlichen Anwendung wird noch die konkrete Laufzeitumgebung benötigt. Die verschiedenen Cloud-Anbieter bieten hier proprietäre Lösungen an, bei denen man an bestimmte Technologien oder auch den Betreiber gebunden ist. Schon früh im Projekt erfolgt oft die Festlegung auf eine spezifische Zielumgebung. Die unterschiedlichen Dienstleister bringen dabei oft ihre präferierte Variante mit. Dieses Festlegen auf Anbieter und Technologie versucht Cloud Foundry [1] nun zu umgehen. Cloud Foundry ist Open Source und eine Platform-as-a-Service-(PaaS-)Lösung auf Basis einer Diego-Architektur, mit der sich native Cloudanwendungen schnell und einfach entwickeln, verteilen und skalieren lassen. Cloud Foundry stellt selbst nur den erforderlichen Softwarestack zur Verfügung, der dann von verschiedenen Anbietern genutzt wird. Unter [2] findet man eine Liste der aktuellen zertifizierten und nicht zertifizierten Anbieter einer Cloud-Foundry-Plattform. Die SAP Cloud Platform oder Pivotal Cloud Foundry sollen hier besonders hervorgehoben werden, da man für seine PaaS-Lösung einen Infrastrukturanbieter aus verschiedenen Optionen (AWS, Google, OpenStack, Azure etc.) auswählen kann. Im Rahmen dieses Artikels wird die Application Runtime in den Fokus gestellt. Parallel dazu gibt es noch eine Container-Runtime, die für den Betrieb von Kubernetes-Clustern geschaffen wurde. Auch Docker Images lassen sich über Cloud Foundry betreiben.Die Kommandozeile als gemeinsame SpracheDie Unabhängigkeit in der Verwendung von verschiedenen Cloud-Anbietern ist bei Cloud Foundry also prinzipiell gegeben. Für die Steuerung der eigenen Anwendungen und Services haben die verschiedenen Anbieter entsprechende Oberflächen geschaffen. Cloud Foundry bietet außerdem ein eigenes CLI-Programm, mit dem alle notwendigen Aufgaben direkt erfüllt werden können. Das CLI besitzt oft mehr Funktionen als die Oberflächen der Hersteller. Tabelle 1 zeigt die wichtigsten Befehle. Soll eine Anwendung auf einer Cloud-Foundry-Plattform bereitgestellt werden, muss man sich natürlich erst einmal anmelden. Dazu registriert man sich vorher beim gewünschten Dienstanbieter und sucht dort den erforderlichen API-Endpunkt. Je nach Anbieter und Rechenzentrum gibt es unterschiedliche Endpunkte. Während des Log-ins über das CLI werden alle notwendigen Daten abgefragt und der angegebene API-Endpunkt wird gespeichert. Will man einen anderen Endpunkt haben, mus...

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