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Cloud Compendium
Kubernetes auf dem Weg zum Cloud-Operating-System

Die Route der Steuermänner

Das Kubernetes-Projekt erlebt zurzeit einen enormen Höhenflug. Es ist an der Zeit, die bisherige Entwicklung Revue passieren zu lassen und sich auf die nächste Phase vorzubereiten. Dabei kommt vor allem die Frage auf, welche Rolle Kubernetes in Zukunft für Anwendungsentwickler einnehmen wird. Werfen wir einen Blick auf die Integration in der Cloud sowie mit Cloud-Native-Anwendungen.

Mahmoud Reza Rahbar Azad


Kubernetes ist das Vorzeigeprojekt schlechthin. Es wurde 2014 der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) [1] aus der Schmiede von Google übergeben, was auch gleichzeitig die Geburtsstunde der Version 1.0 war. Gleich zu Beginn erhielt es den Stempel „Production ready“. Seitdem hat sich eine Menge getan, was sich aktuell an vielen Stellen wie standardisierten Schnittstellen bemerkbar macht.In der frühen Zeit des Projekts bestand noch eine Menge Verwirrung und Unsicherheit bei der Wahl der richtigen Orchestrierungslösung. Aus dieser Phase, die in der Containercommunity als Container Orchestration Wars [2] bekannt ist, ging letztlich Kubernetes siegreich hervor. Maßgeblich für den Erfolg von Kubernetes war einerseits die neutrale Rückendeckung seitens der CNCF, andererseits vor allem die aktive Community. Die Tatsache, dass nun Kubernetes die vorrangige Lösung ist, hat zum einen dazu geführt, dass viele Betreiber wie Docker, Rancher oder Mesosphere mittlerweile eine Kubernetes-Integration anbieten, und zum anderen, dass das Kubernetes-Ökosystem um viele weitere große Unterstützer wie Amazon Web Services gewachsen ist. Von dieser Entwicklung hat die Containercommunity enorm profitiert. So bieten mittlerweile alle großen Public-Cloud-Anbieter wie Google mit GKE, Microsoft mit AKS und Amazon mit EKS ein gemanagtes Kubernetes an. Von der Angebotspalette und dem Konkurrenzkampf profitieren wiederum die Nutzer [3]. Nebeneffekt als VorteilZusätzlich bringt diese Entwicklung einen besonders spannenden Nebeneffekt mit: Kubernetes bietet einen einheitlichen Standard über alle Anbieter hinweg. Das ansonsten proprietäre Geschäft lässt sich mit Kubernetes über die gleiche Schnittstelle konsolidieren. Gesichert wird das über das Kubernetes-Conformance-Programm [4], was garantiert, dass Kubernetes immer die gleiche Funktionsweise anbietet – unabhängig davon, wo es läuft. So werden Multi-Cloud-Szenarien in absehbarer Zeit Realität. Auch wenn es jetzt vielleicht besonders interessant erscheint, Kubernetes einzusetzen, muss man sich dennoch im Klaren sein, welche Probleme man damit lösen möchte. Kubernetes ist nicht für jeden geeignet: Die Komplexität, die es mit sich bringt, und der Integrationsaufwand in bestehende Prozesse sollten nicht unterschätzt werden. Daneben sollte man beherzigen, dass Softwaretools keine kulturellen Probleme lösen hinsichtlich der Herausforderungen, die der Wandel zu DevOps mit sich bringt. Wer allerdings mit Microservices liebäugelt oder konkre...

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Kubernetes auf dem Weg zum Cloud-Operating-System

Die Route der Steuermänner

Das Kubernetes-Projekt erlebt zurzeit einen enormen Höhenflug. Es ist an der Zeit, die bisherige Entwicklung Revue passieren zu lassen und sich auf die nächste Phase vorzubereiten. Dabei kommt vor allem die Frage auf, welche Rolle Kubernetes in Zukunft für Anwendungsentwickler einnehmen wird. Werfen wir einen Blick auf die Integration in der Cloud sowie mit Cloud-Native-Anwendungen.

Mahmoud Reza Rahbar Azad


Kubernetes ist das Vorzeigeprojekt schlechthin. Es wurde 2014 der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) [1] aus der Schmiede von Google übergeben, was auch gleichzeitig die Geburtsstunde der Version 1.0 war. Gleich zu Beginn erhielt es den Stempel „Production ready“. Seitdem hat sich eine Menge getan, was sich aktuell an vielen Stellen wie standardisierten Schnittstellen bemerkbar macht.In der frühen Zeit des Projekts bestand noch eine Menge Verwirrung und Unsicherheit bei der Wahl der richtigen Orchestrierungslösung. Aus dieser Phase, die in der Containercommunity als Container Orchestration Wars [2] bekannt ist, ging letztlich Kubernetes siegreich hervor. Maßgeblich für den Erfolg von Kubernetes war einerseits die neutrale Rückendeckung seitens der CNCF, andererseits vor allem die aktive Community. Die Tatsache, dass nun Kubernetes die vorrangige Lösung ist, hat zum einen dazu geführt, dass viele Betreiber wie Docker, Rancher oder Mesosphere mittlerweile eine Kubernetes-Integration anbieten, und zum anderen, dass das Kubernetes-Ökosystem um viele weitere große Unterstützer wie Amazon Web Services gewachsen ist. Von dieser Entwicklung hat die Containercommunity enorm profitiert. So bieten mittlerweile alle großen Public-Cloud-Anbieter wie Google mit GKE, Microsoft mit AKS und Amazon mit EKS ein gemanagtes Kubernetes an. Von der Angebotspalette und dem Konkurrenzkampf profitieren wiederum die Nutzer [3]. Nebeneffekt als VorteilZusätzlich bringt diese Entwicklung einen besonders spannenden Nebeneffekt mit: Kubernetes bietet einen einheitlichen Standard über alle Anbieter hinweg. Das ansonsten proprietäre Geschäft lässt sich mit Kubernetes über die gleiche Schnittstelle konsolidieren. Gesichert wird das über das Kubernetes-Conformance-Programm [4], was garantiert, dass Kubernetes immer die gleiche Funktionsweise anbietet – unabhängig davon, wo es läuft. So werden Multi-Cloud-Szenarien in absehbarer Zeit Realität. Auch wenn es jetzt vielleicht besonders interessant erscheint, Kubernetes einzusetzen, muss man sich dennoch im Klaren sein, welche Probleme man damit lösen möchte. Kubernetes ist nicht für jeden geeignet: Die Komplexität, die es mit sich bringt, und der Integrationsaufwand in bestehende Prozesse sollten nicht unterschätzt werden. Daneben sollte man beherzigen, dass Softwaretools keine kulturellen Probleme lösen hinsichtlich der Herausforderungen, die der Wandel zu DevOps mit sich bringt. Wer allerdings mit Microservices liebäugelt oder konkre...

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