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Cloud Compendium
Architekturlernkurve für die Private Cloud

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Viele Leute kennen Docker. Bei Kubernetes sinkt der Bekanntheitsgrad schon auf weniger als die Hälfte, aber wer kennt beispielsweise Istio, Helm oder Prometheus? Docker und Kubernetes bilden die Basis für Ihre Private Cloud - aber damit nicht genug.

Joachim Gucker


In Bezug auf Cloud- und Containertechnologien stehen sehr interessante und leicht zugängliche Zahlen zur Verfügung (Abb. 1). Wer bei Twitter nachforscht, findet für Docker 304 000 und für Kubernetes 121 000 Follower. Aber für Helm, Istio und Prometheus Monitoring sind wir bei jeweils unter 15 000 Followern.Zu Terraform bietet uns Twitter gar keine Zahlen. Die Verhältnisse sehen ähnlich aus, wenn man die Google-Keyword-Suche oder Stack-Overflow-Fragen betrachtet. Es ist ein verbreiteter Konsens in der IT-Community, dass Containertechnologie sinnvoll ist und Zukunft hat. Zudem nutzen viele Entwickler bereits die Vorteile von Docker, das erklärt sicher die hohen Zahlen. Aber warum der starke Abfall bereits bei Kubernetes und warum so wenige Follower bzw. Fragen bei den anderen Technologien? Meine These dazu lautet: Einerseits gibt es eine zeitliche Entwicklung, in der die Themen populär werden. Andererseits gibt es eine Lernkurve der Softwarearchitekten. Beide korrelieren.Was heißt Lernkurve?Wie kommen wir Softwarearchitekten mit den Themen üblicherweise in der Praxis in Berührung? Wir entdecken mit Begeisterung Docker [1] und sehen dann rasch den Nutzen in der Kombination mit Kubernetes. Wir müssen zuerst noch Erfahrung sammeln, bis wir bemerken, dass unsere Cloud-Plattform noch etwas mehr können muss, um unseren wachsenden und zukünftigen Anforderungen standzuhalten. Wer kann schon von sich behaupten: „Ich wusste gleich, was Istio, Helm und Prometheus können, aber ich habe bewusst beschlossen, mich damit erst später zu beschäftigen“?Ein Kollege hat es treffend formuliert: „Um Istio zu verstehen, musste ich erst Kubernetes verstehen. Und um Kubernetes zu verstehen, musste ich erst Docker verstehen.“ Die Dinge bauen aufeinander auf und lösen Probleme, die grundlegendere Technologien noch anderen Projekten zur Lösung überlassen. Das ist weder in der IT noch bei Open-Source-Projekten ein Novum. Warum über solche selbstverständlichen Muster in der IT also einen Artikel schreiben? Die Antwort lautet: Wenn man weiß, was man lernen muss, kann man es planen.Fangen wir mit Kubernetes anWer mit Docker beginnt, merkt rasch, dass sich die Container vermehren. Über kurz oder lang laufen viele Container. Um deren Lebenszyklus oder Hochverfügbarkeit zu verwalten, wächst der Aufwand immer mehr an, und man steckt Grips und Zeit in seine Skripte. Dafür lässt sich Abhilfe schaffen. Das Open-Source-Projekt Kubernetes [2] steuert Docker-Container und hat sich diesbezüglich al...

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Viele Leute kennen Docker. Bei Kubernetes sinkt der Bekanntheitsgrad schon auf weniger als die Hälfte, aber wer kennt beispielsweise Istio, Helm oder Prometheus? Docker und Kubernetes bilden die Basis für Ihre Private Cloud - aber damit nicht genug.

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In Bezug auf Cloud- und Containertechnologien stehen sehr interessante und leicht zugängliche Zahlen zur Verfügung (Abb. 1). Wer bei Twitter nachforscht, findet für Docker 304 000 und für Kubernetes 121 000 Follower. Aber für Helm, Istio und Prometheus Monitoring sind wir bei jeweils unter 15 000 Followern.Zu Terraform bietet uns Twitter gar keine Zahlen. Die Verhältnisse sehen ähnlich aus, wenn man die Google-Keyword-Suche oder Stack-Overflow-Fragen betrachtet. Es ist ein verbreiteter Konsens in der IT-Community, dass Containertechnologie sinnvoll ist und Zukunft hat. Zudem nutzen viele Entwickler bereits die Vorteile von Docker, das erklärt sicher die hohen Zahlen. Aber warum der starke Abfall bereits bei Kubernetes und warum so wenige Follower bzw. Fragen bei den anderen Technologien? Meine These dazu lautet: Einerseits gibt es eine zeitliche Entwicklung, in der die Themen populär werden. Andererseits gibt es eine Lernkurve der Softwarearchitekten. Beide korrelieren.Was heißt Lernkurve?Wie kommen wir Softwarearchitekten mit den Themen üblicherweise in der Praxis in Berührung? Wir entdecken mit Begeisterung Docker [1] und sehen dann rasch den Nutzen in der Kombination mit Kubernetes. Wir müssen zuerst noch Erfahrung sammeln, bis wir bemerken, dass unsere Cloud-Plattform noch etwas mehr können muss, um unseren wachsenden und zukünftigen Anforderungen standzuhalten. Wer kann schon von sich behaupten: „Ich wusste gleich, was Istio, Helm und Prometheus können, aber ich habe bewusst beschlossen, mich damit erst später zu beschäftigen“?Ein Kollege hat es treffend formuliert: „Um Istio zu verstehen, musste ich erst Kubernetes verstehen. Und um Kubernetes zu verstehen, musste ich erst Docker verstehen.“ Die Dinge bauen aufeinander auf und lösen Probleme, die grundlegendere Technologien noch anderen Projekten zur Lösung überlassen. Das ist weder in der IT noch bei Open-Source-Projekten ein Novum. Warum über solche selbstverständlichen Muster in der IT also einen Artikel schreiben? Die Antwort lautet: Wenn man weiß, was man lernen muss, kann man es planen.Fangen wir mit Kubernetes anWer mit Docker beginnt, merkt rasch, dass sich die Container vermehren. Über kurz oder lang laufen viele Container. Um deren Lebenszyklus oder Hochverfügbarkeit zu verwalten, wächst der Aufwand immer mehr an, und man steckt Grips und Zeit in seine Skripte. Dafür lässt sich Abhilfe schaffen. Das Open-Source-Projekt Kubernetes [2] steuert Docker-Container und hat sich diesbezüglich al...

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