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Terraforming Minecraft mit AWS Lambda

Nur Buzzwords oder Heiliger Gral?


Cloud-native Architecture, Terraform und Serverless – wer in der Softwareindustrie hat diese Schlagworte nicht schon mal in den letzten Jahren gehört? Nur ist oft schwieriger auszumachen, was sich hinter diesen Worten verbirgt. Ist es nur ein Hype, während der Großteil der Softwareentwickler noch immer von seinen VM-zentrischen Datenzentren neidisch auf die Cloud schaut? Und während die, die den Sprung in die Cloud gewagt haben, gerade noch mittendrin sind, die Folgen von Docker, Kubernetes und Service Mesh zu operationalisieren. Also nur die letzten Buzzwords, oder doch endlich der Heilige Gral der Softwareentwicklung?

Dieser Artikel will mit Hilfe eines praktischen Beispiels versuchen, ein Stück weit hinter die Buzzwords von Serverless und Cloud-nativen Architekturen zu schauen und ein erstes Gefühl für deren Praktikabilität zu entwickeln. Aufgrund meiner Erfahrungen mit der traditionell VM-zentrischen Anwendungsentwicklung sowie der Möglichkeit, in den letzten Jahren ein SaaS-Produkt basierend auf AWS Serverless entwickelt zu haben, glaube ich, dass ein solches praktisches Beispiel deutlich besser geeinigt ist, um gewisse Grundannahmen in der Anwendungsentwicklung in der Cloud mit Serverless zu illustrieren. Bevor wir allerdings in das Projekt einsteigen, sollten wir erst einmal Begriffe klären, die in der Praxis immer wieder zu Missverständnissen führen.

Serverless ist nicht gleich Serverless

Speziell der Begriff Serverless wird immer wieder genutzt, um verschiedene Dinge zu beschreiben. Im generellen Sinn steht Serverless für eine Applikationsumgebung, in der es für den Softwareentwickler keine Applikationsserver mehr gibt. Das heißt, natürlich gibt es sie noch, aber die Applikationsserver sind für den Entwickler nicht mehr sicht- und konfigurierbar. Die treibende Idee dahinter ist, dass das Aufsetzen, Managen und Skalieren von Applikationsservern inzwischen eine automatisierbare Routinetask geworden ist, die von Cloud-Anbietern „industrialisiert“ wurde. Die ersten Ansätze in dieser Richtung waren AWS Beanstalk und Paas-Plattformen wie Heroku. Allerdings brauchte es erst die Brückentechnologie Docker, damit sich die Automatisierung vom Applikations-Deployment (und damit auch die Skalierung) in der Breite durchsetzen konnte. Wait, what? Brückentechnologie Docker? Ja, meiner Meinung nach ist es eine Brückentechnologie, da es eine applikationsserverzentrische Anwendung durch die Containerabstraktion automatisierbar und skalierbar macht, aber die meist...

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