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Entwickler Magazin
UML-Modellierungs- und Dokumentationstool für die SAP-ABAP-Welt

Auf der Suche nach Ordnung

Die Spezifikation wurde endlich geschrieben, der Scope ist klar definiert und die Entwickler scharren mit den Füßen - motiviert und ambitioniert, bereit zur Umsetzung. Käme jetzt direkt der Implementierungsstartschuss, wäre das Chaos vorprogrammiert. Damit das nicht passiert, haben nicht-iterativen Vorgehensmodelle, wie das Wasserfallmodell, vor die Implementierung das Design gestellt.

Sven Lettau


In dieser auch als Entwurf bezeichneten Phase erstellen Designer die Datenmodellierung (žERM), objekt­orientierte Analyse und Design (OOAD žERM žUML) und ergänzen die fachlichen Prozesse mit technischem Kontext (žBPMN). Domänen werden gebildet, einheitliche Schnittstellen entstehen – Arbeitspakete werden geschnürt und weitere Voraussetzungen erkannt. Es entstehen aber auch Fragen zu Detailanliegen. „Haben wir auch dies und jenes berücksichtigt?“, „Wollen wir die erkannte Herausforderung innerhalb des Designs mit einem Prototyp belegen?“. Dieses Design bildet die Basis und Übersicht für alle Projektbeteiligten und bildet zugleich eine Kommunikationsebene.

Was ist UML?Die UML (Unified Modeling Language) definiert eine allgemein verwendbare Modellierungssprache (auch Notation genannt) [1], seit Ende der 90er Jahre standarisiert durch die Object Management Group (OMG), ein Konsortium, das derzeit über 800 Unternehmen umfasst. Das Einsatzgebiet von UML ist die grafische Modellierung der Spezifikation, Konstruktion (Design) und Dokumentation von Software.In UML 2.3 stehen für die Modellierung insgesamt 14 Diagrammtypen zur Verfügung. Dabei ist das Klassendiagramm die meistgenutzte Modellsicht. Es dient zur Darstellung von Klassen und Schnittstellen mit ihren Attributen, Methoden und deren Parameter, Vererbungen, Beziehungen und Kardinalitäten.Sequenz-, Aktivitäts- und Anwendungsfalldiagramme (Letzteres auch bekannt als Use Case) folgen in der Nutzungshäufigkeit und sind mitunter die bekanntesten Diagramme. UML ist in der objektorientierten Programmierung (OOP) nicht mehr wegzudenken und hat sich in vielen Entwicklungsprojekten als Standard etabliert.

Ohne die gezielten Vorbereitungen der Designphase geriete die Softwareentwicklung schnell zum Glücksspiel. So aber entsteht eine verlässliche Grundlage für das Projektmanagement und -controlling, die Qualitätssicherung sowie für die Kommunikation und Interaktion der Entwickler untereinander.

Aufgrund dieser Vorzüge spielt die Modellierung bei der iBS AG, einem Hersteller von SAP-Standardsoftware, traditionell eine zentrale Rolle. Und das unabhängig davon, ob ein spezielles Entwicklungsprojekt dem klassischen Wasserfallmodell oder agilen Methoden folgt. Denn ohne professionelle Designs ließe sich die Qualität der vom Unternehmen entwickelten Standardsoftware nicht realisieren, ihre langfristige Wartbarkeit und Erweiterbarkeit nicht darstellen.

Bei der praktischen Umsetzung stieß die iBS immer wieder auf das Problem, d...

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UML-Modellierungs- und Dokumentationstool für die SAP-ABAP-Welt

Auf der Suche nach Ordnung

Die Spezifikation wurde endlich geschrieben, der Scope ist klar definiert und die Entwickler scharren mit den Füßen - motiviert und ambitioniert, bereit zur Umsetzung. Käme jetzt direkt der Implementierungsstartschuss, wäre das Chaos vorprogrammiert. Damit das nicht passiert, haben nicht-iterativen Vorgehensmodelle, wie das Wasserfallmodell, vor die Implementierung das Design gestellt.

Sven Lettau


In dieser auch als Entwurf bezeichneten Phase erstellen Designer die Datenmodellierung (žERM), objekt­orientierte Analyse und Design (OOAD žERM žUML) und ergänzen die fachlichen Prozesse mit technischem Kontext (žBPMN). Domänen werden gebildet, einheitliche Schnittstellen entstehen – Arbeitspakete werden geschnürt und weitere Voraussetzungen erkannt. Es entstehen aber auch Fragen zu Detailanliegen. „Haben wir auch dies und jenes berücksichtigt?“, „Wollen wir die erkannte Herausforderung innerhalb des Designs mit einem Prototyp belegen?“. Dieses Design bildet die Basis und Übersicht für alle Projektbeteiligten und bildet zugleich eine Kommunikationsebene.

Was ist UML?Die UML (Unified Modeling Language) definiert eine allgemein verwendbare Modellierungssprache (auch Notation genannt) [1], seit Ende der 90er Jahre standarisiert durch die Object Management Group (OMG), ein Konsortium, das derzeit über 800 Unternehmen umfasst. Das Einsatzgebiet von UML ist die grafische Modellierung der Spezifikation, Konstruktion (Design) und Dokumentation von Software.In UML 2.3 stehen für die Modellierung insgesamt 14 Diagrammtypen zur Verfügung. Dabei ist das Klassendiagramm die meistgenutzte Modellsicht. Es dient zur Darstellung von Klassen und Schnittstellen mit ihren Attributen, Methoden und deren Parameter, Vererbungen, Beziehungen und Kardinalitäten.Sequenz-, Aktivitäts- und Anwendungsfalldiagramme (Letzteres auch bekannt als Use Case) folgen in der Nutzungshäufigkeit und sind mitunter die bekanntesten Diagramme. UML ist in der objektorientierten Programmierung (OOP) nicht mehr wegzudenken und hat sich in vielen Entwicklungsprojekten als Standard etabliert.

Ohne die gezielten Vorbereitungen der Designphase geriete die Softwareentwicklung schnell zum Glücksspiel. So aber entsteht eine verlässliche Grundlage für das Projektmanagement und -controlling, die Qualitätssicherung sowie für die Kommunikation und Interaktion der Entwickler untereinander.

Aufgrund dieser Vorzüge spielt die Modellierung bei der iBS AG, einem Hersteller von SAP-Standardsoftware, traditionell eine zentrale Rolle. Und das unabhängig davon, ob ein spezielles Entwicklungsprojekt dem klassischen Wasserfallmodell oder agilen Methoden folgt. Denn ohne professionelle Designs ließe sich die Qualität der vom Unternehmen entwickelten Standardsoftware nicht realisieren, ihre langfristige Wartbarkeit und Erweiterbarkeit nicht darstellen.

Bei der praktischen Umsetzung stieß die iBS immer wieder auf das Problem, d...

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