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Entwickler Magazin
Sieben Jahre "Basement Tapes"

Kolumne: Basement Tapes

Seit sieben Jahren erscheint an dieser Stelle die Datenbankkolumne „Basement Tapes“ im Entwickler Magazin. Da diese Ausgabe der Kolumne gleichzeitig die letzte sein wird, ist es Zeit für einen Rückblick auf die letzten sieben Jahre sowie einen Ausblick auf das, was uns in den kommenden Jahren auf dem Datenbankmarkt erwarten wird.

Rudolf Jansen


Schaut man sich die Kolumnen der letzten Jahre an, so findet man dort einerseits viele Beiträge, die sich mit den verschiedenen Datenbanktypen sowie ihren Vor- und Nachteilen beschäftigen. Das Thema „Freie und/oder kommerzielle Datenbanken“ ist quasi ein Dauerbrenner. Vor allem im Datenbankmarkt hat man aber häufig gar nicht die Wahl zwischen verschiedenen Systemen. Oft ist eine bestimmte Datenbank bzw. ein spezielles Produkt im Unternehmen bereits seit Jahren im Einsatz, und angesichts bestehender Wartungsverträge sowie des inzwischen aufgebauten Know-hows bei den Entwicklern und Administratoren ist diese Datenbank daher auch für Folgeprojekte gesetzt.Einige Kolumnen haben sich aber auch mit ganz konkreten Ereignissen in der Datenbankszene beschäftigt. Zu nennen sind dabei z.B. die Kolumne mit dem Titel „Ein Tag, der Datenbankgeschichte schreiben wird“, in der über den 16.1.2008 berichtet wird, an dem neben der BEA-Übernahme durch Oracle auch noch Sun die MySQL-Übernahme bekanntgegeben hat. Noch gravierendere Auswirkungen auf MySQL und die gesamte Datenbankszene hatte die Übernahme von Sun durch Oracle ein Jahr später. MySQL war nun also im Hause Oracle gelandet. Viele MySQL-Mitarbeiter nahmen das zum Anlass, die Firma zu verlassen und in anderen Funktionen an der Weiterentwicklung einer freien Datenbank mitzuwirken, z.B. am MySQL-Fork MariaDB. Immer noch schaut man als langjähriger Beobachter der Datenbankszene etwas ungläubig, wenn auf Oracle-Veranstaltungen nun Werbung für MySQL gemacht wird, also für das Produkt, das früher von Oracle offiziell eher belächelt wurde, andererseits aber insbesondere in Webanwendungen mit Schwerpunkt auf Lesezugriffen aufgrund seiner in diesen Bereichen guten Performancewerte viele Anhänger gefunden hatte.Was wird die Zukunft bringen? An den aktuellen Hype-Themen BigData, NoSQL und InMemory-Datenbanken sieht man schnell, wo die Reise hingehen wird. Fast allen diesen Themen ist die Herausforderung gemein, die immer weiter wachsenden Datenmengen verarbeiten zu können, bei denen sogar die bekannten und seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten mit viel Informatik-Know-how weiterentwickelten, relationalen Produkte an ihre Performance- bzw. Skalierbarkeitsgrenzen kommen. Gerade in den Bereichen NoSQL und BigData gibt es einige sehr interessante Ansätze. Mit Spannung beobachtet werden sollte daher ein mögliches Zusammenwachsen von NoSQL –und SQL-Systemen, um mit einem solchen „Bestm of Database“-Ansatz die Herausforderungen der zu...

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Sieben Jahre "Basement Tapes"

Kolumne: Basement Tapes

Seit sieben Jahren erscheint an dieser Stelle die Datenbankkolumne „Basement Tapes“ im Entwickler Magazin. Da diese Ausgabe der Kolumne gleichzeitig die letzte sein wird, ist es Zeit für einen Rückblick auf die letzten sieben Jahre sowie einen Ausblick auf das, was uns in den kommenden Jahren auf dem Datenbankmarkt erwarten wird.

Rudolf Jansen


Schaut man sich die Kolumnen der letzten Jahre an, so findet man dort einerseits viele Beiträge, die sich mit den verschiedenen Datenbanktypen sowie ihren Vor- und Nachteilen beschäftigen. Das Thema „Freie und/oder kommerzielle Datenbanken“ ist quasi ein Dauerbrenner. Vor allem im Datenbankmarkt hat man aber häufig gar nicht die Wahl zwischen verschiedenen Systemen. Oft ist eine bestimmte Datenbank bzw. ein spezielles Produkt im Unternehmen bereits seit Jahren im Einsatz, und angesichts bestehender Wartungsverträge sowie des inzwischen aufgebauten Know-hows bei den Entwicklern und Administratoren ist diese Datenbank daher auch für Folgeprojekte gesetzt.Einige Kolumnen haben sich aber auch mit ganz konkreten Ereignissen in der Datenbankszene beschäftigt. Zu nennen sind dabei z.B. die Kolumne mit dem Titel „Ein Tag, der Datenbankgeschichte schreiben wird“, in der über den 16.1.2008 berichtet wird, an dem neben der BEA-Übernahme durch Oracle auch noch Sun die MySQL-Übernahme bekanntgegeben hat. Noch gravierendere Auswirkungen auf MySQL und die gesamte Datenbankszene hatte die Übernahme von Sun durch Oracle ein Jahr später. MySQL war nun also im Hause Oracle gelandet. Viele MySQL-Mitarbeiter nahmen das zum Anlass, die Firma zu verlassen und in anderen Funktionen an der Weiterentwicklung einer freien Datenbank mitzuwirken, z.B. am MySQL-Fork MariaDB. Immer noch schaut man als langjähriger Beobachter der Datenbankszene etwas ungläubig, wenn auf Oracle-Veranstaltungen nun Werbung für MySQL gemacht wird, also für das Produkt, das früher von Oracle offiziell eher belächelt wurde, andererseits aber insbesondere in Webanwendungen mit Schwerpunkt auf Lesezugriffen aufgrund seiner in diesen Bereichen guten Performancewerte viele Anhänger gefunden hatte.Was wird die Zukunft bringen? An den aktuellen Hype-Themen BigData, NoSQL und InMemory-Datenbanken sieht man schnell, wo die Reise hingehen wird. Fast allen diesen Themen ist die Herausforderung gemein, die immer weiter wachsenden Datenmengen verarbeiten zu können, bei denen sogar die bekannten und seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten mit viel Informatik-Know-how weiterentwickelten, relationalen Produkte an ihre Performance- bzw. Skalierbarkeitsgrenzen kommen. Gerade in den Bereichen NoSQL und BigData gibt es einige sehr interessante Ansätze. Mit Spannung beobachtet werden sollte daher ein mögliches Zusammenwachsen von NoSQL –und SQL-Systemen, um mit einem solchen „Bestm of Database“-Ansatz die Herausforderungen der zu...

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