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Entwickler Magazin
Das Nachschlagewerk für alte, neue und exotische Sprachen

Python mit glänzender Rüstung

Eine kurze Einführung in IronPython könnte wirklich schnell erzählt sein, denn IronPython ist im Grunde einfach Python. Schließlich funktioniert derselbe Quellcode, der beispielsweise für Python 2.7 geschrieben wurde, auch in IronPython. Womit schon alles gesagt wurde und der Artikel hier zu Ende ist. Und nun zu etwas völlig anderem …

Christian Imhorst


Nein, natürlich nicht. Als eine weitere Implementierung des Python-Interpreters ist IronPython mehr. Die Referenzimplementierung CPython wird in der Programmiersprache C geschrieben. Meist wird CPython auch einfach nur Python genannt, weil es der am häufigsten genutzte Python-Interpreter ist. Der Python-Interpreter Jython wird dagegen in Java umgesetzt und PyPy in Python selbst. IronPython wird in der .NET-Sprache C# entwickelt, wodurch es zu einem Python mit .NET-Erweiterungen wurde. So wie CPython selbst auch kein Python ist, ist IronPython der in C# programmierte Interpreter für eine Programmiersprache namens Python.

Sprachenenzyklopädie Es gibt hunderte Programmiersprachen da draußen. Und während manche allgegenwärtig sind, haben wir die einen fast schon vergessen, andere kennen wir erst vom Hörensagen und manche sind so spezifisch, dass wir vielleicht nie mit ihnen in Berührung kommen werden. Wir wollen einen Blick über den Tellerrand der am weitesten verbreiteten Sprachen wagen, alte Technologien wieder aufleben lassen, neue vorstellen und einen Eindruck davon vermitteln, was selbst die exotischsten Sprachen bieten können.

Ein bisschen Geschichte

Microsoft veröffentlichte 2000 mit .NET eine neue Plattform für objektorientierte Programmierung unter Windows. Von Anfang an war .NET ein sprachunabhängiges Framework, sodass Programmierer in verschiedenen Programmiersprachen wie C#, Visual C++ oder VB.NET Anwendungen entwickeln konnten. Der Quellcode wird mit einem Just-in-Time-Compiler in eine Zwischensprache übersetzt; die Common Intermediate Language (CIL), bevor sie von der Laufzeitumgebung ausgeführt wird. Letztere ist das Herz und die Seele von .NET: die Common Language Runtime (CLR). Noch bevor Version 1.0 der CLR veröffentlicht wurde, rief Microsoft das Project 7 ins Leben, das Unternehmen und akademische Einrichtungen darin unterstützte, Programmiersprachen für .NET zu entwickeln. Eine der Sprachen sollte von Anfang an Python sein, und die Firma ActiveState wollte sie auf die .NET-Plattform bringen. Sie scheiterten allerdings an Performanceproblemen und gaben bekannt, dass .NET für dynamische Sprachen einfach ungeeignet sei [1].

Diese Aussage rief Jim Hugunin auf den Plan, der zuvor JPython, das heute Jython heißt, für die Java Virtual Machine (JVM) entwickelt hatte [2]. Er fragte sich, was Microsoft mit der CLR unter .NET bloß so falsch gemacht haben könne, dass sie mit Python nicht funktionieren solle? Er wollte der Frage ein paar Woche...

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Python mit glänzender Rüstung

Eine kurze Einführung in IronPython könnte wirklich schnell erzählt sein, denn IronPython ist im Grunde einfach Python. Schließlich funktioniert derselbe Quellcode, der beispielsweise für Python 2.7 geschrieben wurde, auch in IronPython. Womit schon alles gesagt wurde und der Artikel hier zu Ende ist. Und nun zu etwas völlig anderem …

Christian Imhorst


Nein, natürlich nicht. Als eine weitere Implementierung des Python-Interpreters ist IronPython mehr. Die Referenzimplementierung CPython wird in der Programmiersprache C geschrieben. Meist wird CPython auch einfach nur Python genannt, weil es der am häufigsten genutzte Python-Interpreter ist. Der Python-Interpreter Jython wird dagegen in Java umgesetzt und PyPy in Python selbst. IronPython wird in der .NET-Sprache C# entwickelt, wodurch es zu einem Python mit .NET-Erweiterungen wurde. So wie CPython selbst auch kein Python ist, ist IronPython der in C# programmierte Interpreter für eine Programmiersprache namens Python.

Sprachenenzyklopädie Es gibt hunderte Programmiersprachen da draußen. Und während manche allgegenwärtig sind, haben wir die einen fast schon vergessen, andere kennen wir erst vom Hörensagen und manche sind so spezifisch, dass wir vielleicht nie mit ihnen in Berührung kommen werden. Wir wollen einen Blick über den Tellerrand der am weitesten verbreiteten Sprachen wagen, alte Technologien wieder aufleben lassen, neue vorstellen und einen Eindruck davon vermitteln, was selbst die exotischsten Sprachen bieten können.

Ein bisschen Geschichte

Microsoft veröffentlichte 2000 mit .NET eine neue Plattform für objektorientierte Programmierung unter Windows. Von Anfang an war .NET ein sprachunabhängiges Framework, sodass Programmierer in verschiedenen Programmiersprachen wie C#, Visual C++ oder VB.NET Anwendungen entwickeln konnten. Der Quellcode wird mit einem Just-in-Time-Compiler in eine Zwischensprache übersetzt; die Common Intermediate Language (CIL), bevor sie von der Laufzeitumgebung ausgeführt wird. Letztere ist das Herz und die Seele von .NET: die Common Language Runtime (CLR). Noch bevor Version 1.0 der CLR veröffentlicht wurde, rief Microsoft das Project 7 ins Leben, das Unternehmen und akademische Einrichtungen darin unterstützte, Programmiersprachen für .NET zu entwickeln. Eine der Sprachen sollte von Anfang an Python sein, und die Firma ActiveState wollte sie auf die .NET-Plattform bringen. Sie scheiterten allerdings an Performanceproblemen und gaben bekannt, dass .NET für dynamische Sprachen einfach ungeeignet sei [1].

Diese Aussage rief Jim Hugunin auf den Plan, der zuvor JPython, das heute Jython heißt, für die Java Virtual Machine (JVM) entwickelt hatte [2]. Er fragte sich, was Microsoft mit der CLR unter .NET bloß so falsch gemacht haben könne, dass sie mit Python nicht funktionieren solle? Er wollte der Frage ein paar Woche...

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